Umwelt | Naturschutz, 20.04.2026
40 Jahre Tschernobyl
Folgen bis heute spürbar – Atomdebatte endgültig beenden
Auch vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Folgen in Bayern noch messbar. Der BUND Naturschutz fordert ein endgültiges Aus der Atomkraftfantasien und sieht den Atomausstieg in Deutschland als großen Erfolg der Umweltbewegung.
Der BUND Naturschutz in Bayern erinnert anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April an die bis heute anhaltenden Folgen. Noch immer müssen in Teilen Bayerns Wildschweine auf Radioaktivität untersucht werden. Auch Waldböden und Pilze sind vielerorts betroffen. „Tschernobyl ist keine ferne Vergangenheit, sondern bis heute Realität – auch und vor allem in Bayern. Diese Langzeitfolgen zeigen eindrücklich, dass Atomkraft keine beherrschbare und eine hochgefährliche Technologie ist", erklärt der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe. „Die unsichtbare Gefahr bleibt über Jahrzehnte bestehen, das ist das eigentliche Vermächtnis der Katastrophe."Vor diesem Hintergrund kritisiert der BUND Naturschutz die aktuellen Atomkraftvorstöße von Unionfraktionschef Jens Spahn und von Ministerpräsident Markus Söder. „Wer jetzt mit Reaktivierung alter Meiler, dem Bau von Mini-AKWs oder angeblichen Wundertechnologien wie Transmutation liebäugelt, hat aus Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt", so Geilhufe. „Diese Debatten sind gefährliche Ablenkungsmanöver und verzögern den dringend notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien." Der BUND Naturschutz fordert die Bayerische Staatsregierung auf, sich klar zur Energiewende zu bekennen: „Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien und Speichertechnologien – nicht in einer enorm teuren und schwer umzusetzenden Renaissance der Atomkraft. Söder muss seine Atomfantasien endlich begraben."
Der BN verweist abschließend auf den erfolgreichen Atomausstieg in Deutschland als großen Erfolg jahrzehntelangen Engagements der Umweltbewegung. „Dass Deutschland heute aus der Atomkraft ausgestiegen ist, ist ein historischer Erfolg – er wurde gegen massive Widerstände durchgesetzt und schützt Mensch und Umwelt. Er ist ein Erfolg der Demokratie und trägt zur Glaubwürdigkeit von demokratischen Entscheidungen bei", betont Geilhufe. „Diesen Weg dürfen wir nicht wieder verlassen."
Hintergrundinformation: BUND Naturschutz
Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) ist mit 269.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutzpositionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.
Kontakt: BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN), Felix Hälbich | felix.haelbich@bund-naturschutz.de | www.bund-naturschutz.de
Zukunft braucht Frieden
forum 02/2026
- Militär & Märkte
- Grüner Wasserstoff
- Moorschutz als Invest
- ESG loves KI
Kaufen...
Abonnieren...
21
APR
2026
APR
2026
28
APR
2026
APR
2026
20
JUN
2026
JUN
2026
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Megatrends
Deutsche wünschen starke FührungChristoph Quarch analysiert die neue Sehnsucht nach Macht und Herrschaft
Jetzt auf forum:
Landwirtschaft und Ernährung jetzt krisensicher machen!
Hackathon in Traunstein: Ideen mit Wirkung im Lehmhaus
BEAM 2026 - Hospitality Gamechanger Summit (Bozen, 19./20. Mai)
newen: Neue Plattform macht Kreislaufwirtschaft für Büromöbel planbar
Sustainable Corporate Governance als Basis für Zukunftsfähigkeit
YOUNG forum ist offizieller Partner des IMPACT FESTIVAL, 25./26. November 2026 in Frankfurt




















