Technik | Digitalisierung, 28.03.2026
Deepfake-Erkennung immer wichtiger zum Schutz der eigenen Marke
Warum Unternehmen Deepfakes früh erkennen müssen – und wie sie ihre Marke vor digitalen Betrugsmaschen schützen
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Deepfakes werden immer raffinierter – und damit zur realen Gefahr für Unternehmen und Marken. Der Artikel zeigt, wie KI-Fälschungen entstehen, warum ihre frühzeitige Erkennung entscheidend ist und welche Maßnahmen Firmen ergreifen können, um sich wirksam vor Betrug zu schützen.
Kaum eine andere Technologie hatte in den vergangenen Jahren einen derart starken Einfluss auf unseren Alltag wie KI (Künstliche Intelligenz). Personalisierte Inhalte lassen sich dank KI innerhalb von Sekunden erstellen, während viele Unternehmen ganze Prozesse automatisieren. Leider können aber auch Kriminelle die neue Technologie dazu missbrauchen, um Deepfakes zu erstellen. Das kommt speziell für Unternehmen und Marken mit Risiken einher.
Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick zum Thema Deepfakes und wieso es in Zukunft noch wichtiger sein wird, diese möglichst früh zu erkennen. Mit ein paar weiteren Tipps ist sogar guter Schutz vor möglichen Betrugsmaschen möglich – dazu später mehr.
Die Gefahren durch Deepfakes mithilfe von KI
Gut gemachte Deepfakes sind schon länger ein Problem und grundsätzlich keine neue Entwicklung – sie werden aber immer besser. Es geht um gefälschte Sprach-, Bild- oder Videoinhalte, die eine andere Person täuschend echt imitieren. Weltberühmte Stars oder CEOs von großen Unternehmen sind ein beliebtes Ziel, um möglichst viel Vertrauen bei einer Zielgruppe aufzubauen.
Früher benötigte es aber unzählige Stunden an akribischer Audio- und Videogestaltung, um ein halbwegs brauchbares Ergebnis zu erstellen. KI hat diesen einst aufwendigen Prozess sprichwörtlich zum Kinderspiel gemacht. Es bedarf keiner besonderen Kenntnisse mehr und täuschend echte Deepfakes sind oft innerhalb weniger Minuten erstellt.
Das wohl bekannteste Beispiel ist Hollywoodstar Will Smith, der vor im Jahr 2023 erstmalig beim Spagetti-Essen imitiert wurde. Das erste Ergebnis war katastrophal, nur drei Jahre später liefert die KI ein nahezu täuschend echtes Video ab. In diesem Fall war es als Spaß gedacht, aber Betrüger können die Technologie für alle möglichen Maschen nutzen.
Risiko für Kunden und Geschäftspartner
Für Kunden und Geschäftspartner können Deepfakes ein erhebliches Risiko darstellen. Viele sind nicht mehr in der Lage, auf Anhieb einen Unterschied zu erkennen und vertrauen somit den gefälschten Botschaften. Das schädigt aber nicht nur das eigene Image eines Produkts oder Unternehmens, sondern kann im weiteren Verlauf noch viel gefährlicher sein.
So nutzen Betrüger KI-Deepfakes dazu, um beispielsweise Mitarbeiter beim CEO-Betrug zu leichtsinnigen Handlungen anzuweisen. Oder sie fügen der Botschaft einen Link hinzu, der auf eine betrügerische Phishing-Webseite führt. Viele Menschen schenken dem KI-Deepfake vertrauen und schicken ihre sensiblen Daten direkt an die Kriminellen.
Die möglichen Folgen können dramatisch sein und vom Diebstahl eines Kontos hin zu Finanzbetrug reichen. Zudem lassen die Betrüger einen dann lange Zeit nicht mehr in Ruhe und versuchen es immer wieder mit neuen Maschen. KI kann ihnen dabei helfen, personalisierte Betrugsversuche mit wenig Aufwand zu starten.
Tools zur Deepfake-Erkennung können helfen
Nutzer, Kunden und Unternehmen können mit einem Tool zur Deepfake-Erkennung einen ersten Schritt machen, um gefälschte Botschaften zu erkennen. Wenn sich also der vermeintliche CEO meldet, eigentlich aber unerreichbar ist, können solche Tools einen ersten Hinweis liefern. Je nach Art des Deepfakes kann die Erfolgsquote bei bis zu 90 % liegen.
Doch auch hier werden die KI-Deepfakes immer besser, sodass speziell neu erstellte Bilder und kurze Videos selbst den Tools Probleme bereiten können. Es gilt also nach wie vor besondere Vorsicht bei unerwarteten Botschaften mit dubiosen Inhalten. So schützt man sich am besten vor den zunehmenden Gefahren durch Deepfakes.
Ist ein Deepfake erkannt, sollten Unternehmen schnell handeln und es entsprechend kennzeichnen. Posts auf Social Media lassen sich beispielsweise zunächst mit einem Warnhinweis kommentieren, ehe sie an die Plattform gemeldet werden. Facebook, Instagram, TikTok & Co. gehen resolut vor und löschen einen solchen Post relativ zügig.
Weitere sinnvolle IT-Sicherheitsmaßnahmen
Doch die KI-Deepfakes sind am Ende nur Mittel zum Zweck. Es geht den Kriminellen nämlich immer darum, ihre Opfer in eine Falle zu locken. Oft ist das beispielsweise eine nachgebaute Phishing-Seite zum Diebstahl von privaten Informationen. So bewirbt der vermeintliche Markenbotschafter ein neues Produkt, das man im hinterlegten Link bestellen kann.
Als Kunde kann man sich davor beispielsweise mit einem VPN-Dienst gut schützen. Dieser verschlüsselt alle Übertragungen und kann sogar dem sogenannten DNS-Hijacking vorbeugen, bei dem die Betrüger einen Internetaufruf im Hintergrund auf die nachgebaute Seite umleiten. Weitere Sicherheitsfeatures wie Anti-Malware & Browsing-Schutz erledigen den Rest.
Als Anbieter bzw. Unternehmen sollte man ebenfalls auf eine moderne IT-Infrastruktur setzen. Dazu gehören starke Firewalls, strikte Zugangsrechte und der Einsatz von VPN-Lösungen für Mitarbeiter im Homeoffice. So werden alle sensiblen Unternehmensdaten bei der Übertragung zusätzlich geschützt und Datenlecks außerhalb des Büros minimiert.
Fazit: Deepfakes sind ein zunehmendes Problem, mögliche Risiken lassen sich aber sehr einfach reduzieren
Deepfakes sind für Unternehmen und Marken ein zunehmendes Problem. Betrüger missbrauchen KI nämlich dazu, um echt wirkende Markenbotschafter zu imitieren. Sie locken Kunden und Geschäftspartner damit in die Falle, um Daten abzugreifen oder weitere Betrugsmaschen einzuleiten – die Erfolgschancen sind dank Deepfakes sehr hoch.
Deswegen ist es wichtig, sowohl für Kunden als auch für Unternehmen, KI-Deepfakes möglichst früh zu erkennen und entsprechend dagegen vorzugehen. Tools zur Deepfake-Erkennung sind ein erster guter Schritt, während moderne IT-Lösungen wie Firewalls und VPNs dabei helfen, mögliche Umleitungen auf Betrugsseiten frühzeitig zu blockieren.
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