evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.

Geplantes Verbot von Aromastoffen in Einweg-E-Zigaretten völlig unzureichend

Deutsche Umwelthilfe fordert konsequentes Produktverbot wie in Frankreich und Belgien

  • Entgegen vorheriger Ankündigung der Bundesregierung: Landwirtschaftsminister Rainer will lediglich Aromen statt Einweg-E-Zigaretten verbieten lassen
  • Kursierende Falschmeldungen zu vermeintlichem baldigen EU-Verbot von Einweg-Vapes: DUH warnt vor Ablenkungsmanöver der E-Zigaretten-Lobby
  • DUH fordert konsequentes nationales Produktverbot von Einweg-Vapes zum Schutz vor Gesundheits-, Umwelt- und Brandrisiken
Die DUH fordert ein konsequentes Verbot aller Einweg-E-Zigaretten in Deutschland. © haiberliu, pixabay.comLaut dem Referentenentwurf zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung plant Landwirtschaftsminister Alois Rainer, statt eines von der Bundesregierung angekündigten Produktverbotes für Einweg-E-Zigaretten, lediglich bestimmte Aromen zu verbieten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer Mogelpackung sowie einer Verschleppung bestehender Probleme beim Gesundheits-, Umwelt- und Brandschutz. Durch die jährlich mehr als 60 Millionen in Deutschland verbrauchten Einweg-Vapes werden Kinder und Jugendliche gesundheitlich gefährdet, massiv Ressourcen verschwendet und durch die enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus nahezu täglich Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen ausgelöst.

Die DUH fordert ein konsequentes Verbot aller Einweg-E-Zigaretten in Deutschland, so wie von der Bundesregierung im November 2025 bereits angekündigt.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Lediglich Aromastoffe zu verbieten, wäre ein Geschenk an die E-Zigaretten-Industrie. Es besteht die Gefahr, dass verbotene Aromastoffe schnell durch andere ersetzt werden. Zudem enthalten Einweg-E-Zigaretten süchtig machende Stoffe, die zu einem dauerhaften Konsum verleiten. Auch an der katastrophalen Ökobilanz der Einweg-Produkte und der Brandgefahr durch falsch entsorgte Vapes ändert sich durch ein Aromaverbot nichts. Wir fordern die Bundesregierung auf, zu ihrer Ankündigung eines Verbots von Einweg-E-Zigaretten zu stehen – zum Schutz von Gesundheit, Umwelt und Ressourcen."

Die DUH weist darauf hin, dass es ein in den Medien immer wieder kolportiertes EU-weites Verbot von Einweg-Vapes nicht geben wird: Bei der unter anderem vom Interessenverband für Tabakfreien Konsum lancierten Nachricht handelt es sich um eine Falschmeldung. Ein nationales Verbot von Einweg-Vapes bleibt damit unerlässlich.

Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der DUH: „Die EU-Batterieverordnung legt ab Februar 2027 lediglich fest, dass Batterien von E-Zigaretten herausnehmbar und austauschbar sein müssen. Es gibt keinerlei Vorschriften, dass die Vapes wiederbefüllbar oder unkompliziert durch eine USB-C-Schnittstelle aufladbar sein müssen. Wenn Einweg-Vapes auch in Zukunft zu solch niedrigen Preisen angeboten werden, wird der Akku zudem nicht ausgetauscht, sondern das Gerät nach einmaliger Nutzung einfach weggeworfen. An einem nationalen Produktverbot von Einweg-E-Zigaretten wie in Frankreich und Belgien führt kein Weg vorbei. Das ist auch der Grund, warum derzeit in Österreich und Irland weitere Verbote von Einweg-E-Zigaretten erarbeitet werden."

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Barbara Metz | metz@duh.de | www.duh.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Klima

Die italienischen Momente im Leben?
Christoph Quarchs Überlegungen zum Hitzesommer
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Alle sind aufgerufen, einen Atomkrieg zu verhindern

BN-Donauschifffahrt zeigt den Wert der frei fließenden Donau auf

Konkrete Gefahren für Betriebe

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • SUSTAYNR GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • NOW Partners Foundation
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Engagement Global gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • ZamWirken e.V.
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • 66 seconds for the future
  • Zendure DE GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • WWF Deutschland
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig