Lifestyle | Gesundheit & Wellness, 06.02.2026
Geplantes Verbot von Aromastoffen in Einweg-E-Zigaretten völlig unzureichend
Deutsche Umwelthilfe fordert konsequentes Produktverbot wie in Frankreich und Belgien
- Entgegen vorheriger Ankündigung der Bundesregierung: Landwirtschaftsminister Rainer will lediglich Aromen statt Einweg-E-Zigaretten verbieten lassen
- Kursierende Falschmeldungen zu vermeintlichem baldigen EU-Verbot von Einweg-Vapes: DUH warnt vor Ablenkungsmanöver der E-Zigaretten-Lobby
- DUH fordert konsequentes nationales Produktverbot von Einweg-Vapes zum Schutz vor Gesundheits-, Umwelt- und Brandrisiken
Laut dem Referentenentwurf zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung plant Landwirtschaftsminister Alois Rainer, statt eines von der Bundesregierung angekündigten Produktverbotes für Einweg-E-Zigaretten, lediglich bestimmte Aromen zu verbieten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer Mogelpackung sowie einer Verschleppung bestehender Probleme beim Gesundheits-, Umwelt- und Brandschutz. Durch die jährlich mehr als 60 Millionen in Deutschland verbrauchten Einweg-Vapes werden Kinder und Jugendliche gesundheitlich gefährdet, massiv Ressourcen verschwendet und durch die enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus nahezu täglich Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen ausgelöst.Die DUH fordert ein konsequentes Verbot aller Einweg-E-Zigaretten in Deutschland, so wie von der Bundesregierung im November 2025 bereits angekündigt.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Lediglich Aromastoffe zu verbieten, wäre ein Geschenk an die E-Zigaretten-Industrie. Es besteht die Gefahr, dass verbotene Aromastoffe schnell durch andere ersetzt werden. Zudem enthalten Einweg-E-Zigaretten süchtig machende Stoffe, die zu einem dauerhaften Konsum verleiten. Auch an der katastrophalen Ökobilanz der Einweg-Produkte und der Brandgefahr durch falsch entsorgte Vapes ändert sich durch ein Aromaverbot nichts. Wir fordern die Bundesregierung auf, zu ihrer Ankündigung eines Verbots von Einweg-E-Zigaretten zu stehen – zum Schutz von Gesundheit, Umwelt und Ressourcen."
Die DUH weist darauf hin, dass es ein in den Medien immer wieder kolportiertes EU-weites Verbot von Einweg-Vapes nicht geben wird: Bei der unter anderem vom Interessenverband für Tabakfreien Konsum lancierten Nachricht handelt es sich um eine Falschmeldung. Ein nationales Verbot von Einweg-Vapes bleibt damit unerlässlich.
Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der DUH: „Die EU-Batterieverordnung legt ab Februar 2027 lediglich fest, dass Batterien von E-Zigaretten herausnehmbar und austauschbar sein müssen. Es gibt keinerlei Vorschriften, dass die Vapes wiederbefüllbar oder unkompliziert durch eine USB-C-Schnittstelle aufladbar sein müssen. Wenn Einweg-Vapes auch in Zukunft zu solch niedrigen Preisen angeboten werden, wird der Akku zudem nicht ausgetauscht, sondern das Gerät nach einmaliger Nutzung einfach weggeworfen. An einem nationalen Produktverbot von Einweg-E-Zigaretten wie in Frankreich und Belgien führt kein Weg vorbei. Das ist auch der Grund, warum derzeit in Österreich und Irland weitere Verbote von Einweg-E-Zigaretten erarbeitet werden."
Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Barbara Metz | metz@duh.de | www.duh.de
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
10
JUN
2026
JUN
2026
Climate Transformation Summit (#CTS2026)
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
16
JUN
2026
JUN
2026
20
JUN
2026
JUN
2026
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Megatrends
Deutsche wünschen starke FührungChristoph Quarch analysiert die neue Sehnsucht nach Macht und Herrschaft
Jetzt auf forum:
Heizen mit Flusswärme gut für Klima UND Flussbiotope
Strafanzeige gegen Ministerin Reiche
make-a-thek Bus Tour launches this week!
Bundestag beschließt: Auch ehrenamtlich Reparierende sind „fachlich kompetent“
Weichenstellung für den Klimaschutz
Carlo Petrini: Das Herz, das Slow Food verbunden hat
City of Stockholm becomes the world’s fifth largest buyer of permanent carbon removals




















