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Technik | Energie, 26.01.2026

„Wer die Nordsee für die europäische Energieversorgung nutzen will, muss sie schützen“

DUH zum Nordseegipfel

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert angesichts der ambitionierten Pläne zum Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee konsequente Maßnahmen für ein resilientes Meeresökosystem. Zum dritten Mal trafen sich auf dem Nordseegipfel europäische Staatsoberhäupter und Energieministerinnen und -minister, um über den Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee zu verhandeln. Neben den über 100 Teilnehmenden aus der Wirtschaft war nur eine Handvoll Stimmen für den Naturschutz vertreten.

© PTNorbert; Pixabay.comAls einziger Vertreter einer deutschen Naturschutzorganisation war DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner zum Gipfel geladen:
„Der Nordseegipfel setzt ein wichtiges Signal: Europa will den Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee konsequent vorantreiben. Wir unterstützen ausdrücklich die Planung der neu angekündigten grenzüberschreitenden Kooperationsprojekte, denn die ambitionierten Ausbauziele der Bundesregierung passen nicht in die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone allein. Nur durch eine enge Kooperation aller Nordseestaaten kann der für den Kampf gegen den Klimawandel notwendige Ausbau auch innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen des Nordsee-Ökosystems geplant werden. Klar ist aber auch: Wer die Nordsee stärker für die europäische Energieversorgung nutzen will, muss sie konsequent schützen. Versorgungssicherheit gibt es nur mit einem resilienten Meeresökosystem. Dafür braucht es dringend eine seebeckenweite, grenzüberschreitende und ökosystembasierte Meeresraumplanung für die gesamte Nordsee. Energieministerin Katherina Reiche verlässt den Nordseegipfel mit einem klaren Auftrag: Noch 2026 muss sie die Weichen für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie auf See stellen."

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Sascha Müller-Kraenner | mueller-kraenner@duh.de | www.duh.de



     
        
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