Wirtschaft | Branchen & Verbände, 25.01.2026
Bauen mit Holz im urbanen Raum
7. Deutscher Holzbau Kongress 2026 (DHK) am 14./15. April 2026 in Berlin
Bei der Vorstellung der Baukonjunkturzahlen 2025 und der Prognose für 2026 erklärte Wolfgang Schubert-Raab, der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) am 11. Dezember: „Nach Jahren rückläufiger Zahlen kehrt in der Bauwirtschaft erstmals wieder Zuversicht zurück." Impulse kämen vor allem aus dem Tiefbau, der aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) gestärkt werde.

Immerhin - auch der Wohnungsbau sende, so der ZDB-Präsident, wieder Lebenszeichen. Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre sei gestoppt. Nach drei Jahren Investitionsstillstand würden Projekte wieder angeschoben. „Investoren scheinen die veränderten Rahmenbedingungen zu akzeptieren", so Schubert-Raab. Dennoch: Bei den Fertigstellungen wird für 2026 nur noch mit 215.000 bis 220.000 Wohnungen gerechnet. Der Rückgang sei eine direkte Folge des massiven Genehmigungseinbruchs 2023 (–27%) und 2024 (–17%). Steigende Fertigungsstellungszahlen erwartet der ZDB aufgrund des langen Vorlaufs im Wohnungsbau erst ab 2027. Im öffentlichen Bau sei die Nachfrage von Großprojekten geprägt. Die Bundesmittel wirkten hier zwar, so der ZDB, die Kommunen stünden jedoch weiterhin unter erheblichem Druck. Trotz der den Kommunen zugesagten 60 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen seien in den kommenden Jahren Investitionsrückgänge unvermeidlich.
Deswegen richtete der Baugewerbepräsident klare Forderungen an die Politik: „Deutschland braucht umfassende Reformen – sofort und spürbar: Steuern runter, Abgaben runter, Energiepreise runter. Und vor allem: Bürokratie entschlacken, konsequent und dauerhaft." Im Wohnungsbau sei besonders dringlich, den „Gebäudetyp E" schnell aufzusetzen. Ein Gesetz Ende 2026 sei zu spät, Bauherren bräuchten jetzt Klarheit – und die Baufirmen ebenso.
Der Holzbau konnte sich auch in der aktuellen Transformationskrise wie in den vorangegangenen Zeiten des Abschwungs erneut besser behaupten als der Bau insgesamt, aber eben auch nicht völlig vom Abwärtstrend abkoppeln. Vor dem Hintergrund eines insgesamt doch recht zähen Baugeschehens lädt FORUM HOLZBAU alle im Hoch- und Wohnungsbau engagierten und am Holzbau interessierten Fachleute zum Austausch beim 7. Deutschen Holzbaukongress (DHK) im Veranstaltungszentrum MOA Berlin ein.
Mit dem 14. und 15. April 2026 liegt der Termin diesmal einen Monat früher im Jahr als im Vorjahr. Zum DHK-Auftakt ist ein Impulsvortrag von Bundesbauministerin Verena Hubertz mit anschließender Diskussion über die „Holzbauoffensive Deutschland" geplant. Anschließend stellen zwei Unternehmensberatungen (PwC und Porsche Consulting) ihre Sicht auf Entwicklungen in Bauindustrie und Immobilienwirtschaft in der Transformation und auf die Reaktionsmöglichkeiten vor. Ab dem späten Vormittag wird der DHK wie gewohnt in zwei parallelen Vortragssträngen A und B fortgesetzt. Um die Perspektiven der Immobilienwirtschaft geht es auch im Block A1. In den Vorträgen im Block A2 wird der Blick auf die Wirtschaftlichkeit von Holzbauprojekten gelenkt. In den Referaten im parallelen Vortragsstrang B geht es um den Umgang mit Feuchte auf der Baustelle (B1) und um das Raumklima in Gebäuden (B2).
Ein wichtiger Programmpunkt am frühen Abend des ersten Kongresstages (Di. 14. April) ist die Verleihung der Preise im Bundeswettbewerb „Holzbau Plus 2025 / 2026". Prämiert und vorgestellt werden herausragende Projekte, bei denen Holz und andere nachwachsende Baustoffe beispielhaft eingesetzt wurden. Der Wettbewerb ist Bestandteil der Holzbauinitiative des Bundes und in das Förderprogramm „Nachhaltige erneuerbare Ressourcen" eingebettet.
Zum Start des zweiten Kongresstages (Mi. 15. April) werden beim DHK Berlin bis Mittag Hochhausprojekte (Block A3) in Sydney, Rotterdam, Helsinki und Karlsruhe sowie Revitalisierungen im Bestand (Block A4) präsentiert. In den parallelen Vorträgen geht es um die Wiederverwendung von Holzbauteilen (Block B3) und die Vorstellung von Holzbauprojekten, die sich durch niedrige THG-Emissionen auszeichnen (Block B4). Der DHK schließt am Mittwochnachmittag mit der Vorstellung von Holzbauten mit besonderer Ausstrahlung.
Wie in den Vorjahren rechnet FORUM HOLZBAU zum 7. Deutschen Holzbaukongress mit 700 Teilnehmenden. Die kongressbegleitende Ausstellung wird von 65 Fachfirmen beschickt.
Mehr Informationen zu Kongress und Programmdetails
Über das FORUM HOLZBAU
FORUM HOLZBAU bzw. FORUM HOLZ ist eine gemeinsame Plattform der Aalto University School of Science and Technology Helsinki (FI), der Berner Fachhochschule (CH), der Technische Hochschule Rosenheim (DE), der Technischen Universität München (DE), der Technischen Universität Wien (AT) und der University of Northern British Columbia (CA). In Italien kooperiert man eng mit der Università di Trento. Ziel und Aufgabe des Vereins ist die Förderung des Einsatzes von Holz im Bauwesen, überschüssige Mittel werden im Sinne der Holzwirtschaft für die Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten von Studierenden eingesetzt.
Kontakt: FORUM HOLZBAU, Simone Burri | presse@forum-holzbau.com | www.forum-holzbau.com
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