Gemeinsam sichtbar werden

2026 ist das Internationale Jahr der Bäuerin

Das Internationale Jahr der Bäuerin bietet die Chance, die Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und ihre Stimme in gesellschaftlichen Debatten zu stärken.

Bäuerin Siegried Stocker Lintner, Wöserhof Aldein © Armin Huber
Die Vereinten Nationen haben das kommende Jahr zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt. Damit rückt die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft weltweit in den Fokus – von Südtirol bis Sambia, von Familienbetrieben bis zu wandernden Hirtinnen. Für uns als Bäuerinnenorganisation ist dies eine Gelegenheit, ihre Arbeit sichtbar zu machen, sich zu vernetzen und für bessere Rahmenbedingungen einzutreten. Denn obwohl die Bäuerinnen täglich Verantwortung für Hof, Familie, Tiere und Natur tragen, werden ihre Anliegen oft kaum wahrgenommen.

In Südtirol zeigt sich die Situation deutlich: Von rund 16.300 landwirtschaftlichen Betrieben werden nur etwa 15,3 % von Frauen geführt – ein geringer Anteil. In den Entscheidungsgremien der landwirtschaftlichen Genossenschaften ist die Präsenz noch schwächer: Lediglich 5 % der Mitglieder in Verwaltungs-, Aufsichts- und Kontrollausschüssen sind Frauen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie begrenzt die Einflussmöglichkeiten von Frauen in der Branche sind.

Das Internationale Jahr der Bäuerin lädt dazu ein, Fragen zu stellen: Wie leben Bäuerinnen? Was brauchen sie, um ihre Arbeit ausüben zu können? Welche Perspektiven bringen sie ein? Es ist ein Anlass, hinzuschauen, zuzuhören und gemeinsam neue Wege zu gestalten – für mehr Sichtbarkeit, Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft.

Mit „gemeinsam" sind alle Frauen in der Landwirtschaft gemeint: Voll- und Nebenerwerbsbäuerinnen, Jung- und Altbäuerinnen, Frauen, die auf den Höfen mitarbeiten, Innovationen vorantreiben, Wissen weitergeben, regionale Kreisläufe stärken oder soziale Landwirtschaft gestalten. Sie bewahren Traditionen und entwickeln gleichzeitig Zukunft.

Bäuerinnen-Portraits
Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation zeigt im Laufe des Jahres anhand von zwölf Portraits, wie vielfältig und engagiert Frauen in der Landwirtschaft wirken – mit ihren Persönlichkeiten, Tätigkeiten und Leidenschaften. Sie gestalten, wirtschaften, bewahren, entwickeln und schaffen Neues. Es geht um Lebensqualität, um die Weitergabe von Werten und um eine Landwirtschaft, die Zukunft hat. Bäuerinnen prägen diese Entwicklung aktiv – mit Weitblick, Kreativität und Mut.

Gemeinsam mit dem Frauenmuseum Meran und der Arbeitsgruppe „Frauen in der Landwirtschaft" werden im Laufe des Jahres Veranstaltungen organisiert – ganz im Sinne des Mottos: Gemeinsam sichtbar werden!

Kontakt: Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Dr. Ulrike Tonner | ulrike.tonner@baeuerinnen.it | www.baeuerinnen.it



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Ein Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Überlegen ist, wer Neues wagt
Christoph Quarch empfiehlt "Anfänge auf Abruf" als Schritt zu mehr gesellschaftlicher Expermentierfreudigkeit
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Aufbruch in Santa Marta

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Agroforst als Schlüssel für Wasserhaushalt, Klimaanpassung und die Zukunft der Landwirtschaft

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Indigene Demonstrierende verknüpfen italienische Lederindustrie mit der Zerstörung der Wälder ihrer unkontaktierten Verwandten

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Circular Economy stärkt Wettbewerbsfähigkeit

  • WWF Deutschland
  • 66 seconds for the future
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • ZamWirken e.V.
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • NOW Partners Foundation
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • circulee GmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)