Deutsche Zivilgesellschaft kritisiert Unterzeichnung des umstrittenen EU-Mercosur-Abkommens scharf
Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hat dem umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur zugestimmt
"Darüber hinaus stellt die intransparente Art und Weise, wie dieses Abkommen zustande gekommen ist, eine ernsthafte Bedrohung für die demokratische Teilhabe der Bevölkerung und selbst nationaler Parlamente bei wichtigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen dar. Auch reichen die vorgeschlagenen „Schutzmaßnahmen" für die Landwirtschaft nicht aus, um Schäden für kleine landwirtschaftliche Betriebe zu verhindern; sie stehen bereits aufgrund bestehender Freihandelsabkommen unter starkem Druck."
Nach der Abstimmung im EU-Rat sind jetzt die Abgeordneten des Europäischen Parlaments gefragt, EU-Mercosur noch zu verhindern.
Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft schützen Landwirte nicht:
Die von der Kommission vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft – selbst mit Änderungen – schützen Landwirte nicht, sondern dienen stattdessen als Kommunikationsinstrument, um ein schlechtes Abkommen zu verkaufen. Die Maßnahmen greifen zu spät und sind zu gering: Sie treten erst in einem sehr späten Stadium in Kraft, wenn bereits „erheblicher Schaden” entstanden ist. Die Schutzmaßnahmen gehen nicht auf strukturelle Asymmetrien ein und können daher keinen wirksamen Schutz vor unlauterem Wettbewerb bieten. Aufgrund ihres kurzfristigen Charakters bleiben ihre Auswirkungen sehr begrenzt, während das Abkommen die Europäische Union langfristig bindet.
Kontakt: Netzwerk gerechter Welthandel, Ludwig Essig | essig@forumue.de | www.forumue.de
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