82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

"Atlas der Zerstörung" durch Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte

Deutsche Umwelthilfe dokumentiert Bedrohung für Natur, Klima und Menschen weltweit

  • DUH dokumentiert globale Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen durch Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte entlang gesamter Wertschöpfungskette
  • Bisher unveröffentlichte Daten zur Herkunft deutscher Ölimporte und konkrete Fallbeispiele erhöhen Druck auf die Bundesregierung
  • DUH fordert Absage an neue fossile Langfristverträge, Abbau klimaschädlicher Subventionen und klare Ausstiegsdaten für Öl und Gas
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erstmals die verheerenden Folgen deutscher fossiler Geschäfte umfassend systematisiert: Der neue „Atlas der Zerstörung" illustriert, wie der deutsche Öl- und Gasverbrauch weltweit Ökosysteme zerstört und die Klimakrise verschärft. Konkrete Fallbeispiele legen die Verstrickungen deutscher Unternehmen, Finanzakteure und staatlicher Entscheidungen offen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Förderung über Transport und Verarbeitung bis hin zu Langzeitlieferverträgen.

© DUH / Lana Bragin
Die DUH erhöht so den Druck auf die Bundesregierung, neuen fossilen Langfristverträge eine Absage zu erteilen. Die DUH fordert von der Bundesregierung stattdessen, einen konkreten Fahrplan zum Ausstieg aus fossilem Öl und Gas vorzulegen, klimaschädliche Subventionen unverzüglich zu beenden und sich auch international für einen Stopp immer neuer Förderlizenzen für Öl und Gas einzusetzen. Das ist umso dringender, nachdem dies auf der Klimakonferenz in Brasilien nicht durchgesetzt wurde.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir machen sichtbar, welchen Preis andere Menschen und Ökosysteme für Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte zahlen. Gerade erst haben wir auf der Klimakonferenz in Brasilien erlebt, wie mächtige Ölstaaten Fortschritt verhindern. Dass Deutschland mit Ländern wie Oman, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue langfristige Öl- und Gasverträge abschließt, zementiert fossile Wertschöpfungsketten. Wer heute noch auf fossiles Öl und Gas setzt, handelt klimapolitisch verantwortungslos."

Der Atlas enthält außerdem bisher unveröffentlichte Informationen zu Deutschlands Ölimporten: Deutschland bezieht demnach sein Öl vermehrt auch per Schiff aus Ländern wie Nigeria, Saudi-Arabien und Guyana. Dort kommt es durch Ölunfälle zu Vergiftungen des Grundwassers und durch Abfackeln ungenutzten Gases (Flaring) zu unumkehrbaren Gesundheitsschäden lokaler Gemeinschaften.

Constantin Zerger, DUH-Leiter Energie und Klimaschutz: „Unser Atlas liefert die Fakten, Orte und Verantwortlichkeiten, die wir für politischen Druck brauchen. Als einer der größten Öl- und Gasimporteure der Welt muss Deutschland vorangehen und die Abhängigkeit von fossiler Energie beenden. Das wäre nicht nur international ein wichtiges Signal, sondern würde zudem die Versorgungssicherheit erhöhen. Jedes Jahr gibt Deutschland rund 80 Milliarden Euro für den Import von fossilem Öl und Gas aus – diese enorme Geldverschwendung muss so schnell wie möglich beendet werden."

Zum "Atlas der Zerstörung"

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Sascha Müller-Kraenner | mueller-kraenner@duh.de | www.duh.de



     
        
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