Umwelt | Klima, 05.11.2025

Verschollen - dieser Film wird wie eine Bombe einschlagen

Thriller und Dokumentation über Verbrechen im Namen des Klimaschutzes

„Verschollen" erzählt von einer verzweifelten Suche und deckt die dunklen Machenschaften hinter scheinbar grünen Projekten auf. Begleitet wird der Film von einer aufrüttelnden Dokumentation, die zeigt, wie Klimaschutz zur globalen Machtfrage wird.

 © Greg Montani, Pixabay.comEin packender Thriller über die dunklen Seiten des Klimaschutzes: In „Verschollen" von Daniel Harrich verschwindet ein junger Umweltwissenschaftler spurlos in den Wäldern Brasiliens. Sein Vater, Klemens Stadler (Axel Milberg), macht sich auf die Suche – und stößt dabei auf ein Netz aus Korruption, Vertreibung und Gewalt.
 
Jans Arbeitgeber, die Firma TreePlanet, betreibt ehrgeizige Aufforstungsprojekte zur CO2-Zertifizierung, die ganze Dörfer entwurzeln und indigene Gemeinschaften von ihrem Land verdrängen. Während Klemens versucht, das Schicksal seines Sohnes aufzuklären, wird er in die Abgründe einer Industrie gezogen, die vorgibt, die Welt zu retten – und dabei Existenzen zerstört.

Neben Axel Milberg und Max Hubacher sind u. a. Elisa Schlott, Julia Koschitz, Benjamin Sadler und Jürgen Hartmann zu sehen. Autor und Regisseur ist Daniel Harrich. Produziert wurde „Verschollen" von diwafilm für die ARD.
 
Im Anschluss an den Film beleuchtet die Dokumentation „Verschollen – Die Doku" die realen Hintergründe: Sie zeigt, wie Aufforstungsprojekte und der Handel mit CO2-Zertifikaten weltweit zu Enteignung, Vertreibung und Missbrauch führen – ein investigativer Blick auf die Schattenseiten scheinbar nachhaltiger Klimaschutzstrategien.

Der Thriller zur richtigen Zeit: „Verschollen" erscheint pünktlich zur Weltklimakonferenz COP30 mit brisanter Aktualität. Während sich die Staats- und Regierungschefs in Belém wohl erneut schwer tun werden, die wirklich entscheidenden Schritte im Klimaschutz zu gehen, zeigt die ARD-Produktion schonungslos, was auf dem Spiel steht.

Der Film ist ab dem 6. November in der ARD Mediathek verfügbar, die Dokumentation ab dem 10. November. Beide Produktionen sind unbedingt sehenswert für alle, die verstehen wollen, wie Klimaschutz zum Spielball wirtschaftlicher Interessen werden kann. 


     
        
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