Der Gewinner des Leuchtturm-Wettbewerbs für nachhaltige Kompensationsprojekte 2025 steht fest

Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima prämiert das Projekt "Hifadhi Livelihoods Cookstoves"

Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima prämiert das Projekt „Hifadhi Livelihoods Cookstoves" als Gewinner des diesjährigen Leuchtturm-Wettbewerbs. Das Projekt in Kenia leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele und zeigt, wie Entwicklungswirkungen und Klimaschutz im globalen Süden erfolgreich erreicht werden.
Der von der Stiftung in diesem Jahr erstmalig ausgelobte Leuchtturm-Wettbewerb würdigt herausragende Projekte im globalen Süden, die nachweislich zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur nachhaltigen Entwicklung im Gastland beitragen. „Wir freuen uns, mit dem Leuchtturm-Wettbewerb ein Projekt sichtbar zu machen, das zum Klimaschutz beiträgt und zudem die Lebensbedingungen vor Ort verbessert", so Peter Renner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima. Dr. Olivia Henke, Vorständin der Stiftung, ergänzt: „Wir danken allen Teilnehmenden des Wettbewerbs für ihr Engagement. Dies zeigt, wie Maßnahmen im globalen Süden Wirkung entfalten und sozialen und ökologischen Nutzen im Sinne der Agenda 2030 entfalten."

Das prämierte Projekt „Hifadhi Livelihoods Cookstoves" in Kenia von EcoAct, Teil von Schneider Electric, und finanziert durch den Livelihoods Funds, erfüllt die Ziele in ausgesprochener Weise. Neben nachgewiesenen Emissionsminderungen laut aktuellem Zertifizierungsstandard leistet das Kochherde-Projekt insbesondere Beiträge zu den folgenden Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs):
  • SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen": Verbesserung der Innenraumluftqualität
  • SDG 5 „Geschlechtergerechtigkeit": Zeitersparnis beim Kochen und Brennholzsammeln
  • SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie": Zugang zu verbesserten, sauberen Kochherdtechnologien und reduzierter Feuerholzbedarf
  • SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum": Schaffung lokaler Arbeitsplätze
Über das Projekt 
Ergänzend zu den energieeffizienten Kochherden erhalten Nutzer:innen Setzlinge für Obst- (Avocado, Mango), Holz- und Heilbäume (z. B. Neem). Diese Maßnahmen unterstützen die Regeneration des fragilen kenianischen Ökosystems Wald, stärken das Bewusstsein der lokalen Gemeinschaften für die Bedeutung ihrer Wälder und schaffen nachhaltige Einkommensquellen durch die Bewirtschaftungsmöglichkeiten sowie Zugang zu nachhaltig angebautem Brennholz. Die ländliche Bevölkerung, insbesondere Frauen und Kinder, profitiert somit vielfältig von diesem Projekt.
 
Die Dauerhaftigkeit des Projekts wird durch verschiedene Aktivitäten gestärkt. Hierzu gehört beispielsweise die Schulung lokaler Handwerker:innen, die Kochherde nach Projektende eigenständig zu reparieren. Während der Projektlaufzeit wird den Nutzer:innen die kostenlose Reparatur der Kochherde angeboten. Beides zusammen sichert die Langlebigkeit der Kochherde, auch über die Projektlaufzeit hinaus, was stark zur Ressourceneffizienz des Projektes beiträgt. Zudem arbeitet das Projekt eng mit den lokalen Gemeinden zusammen, um sicherzustellen, dass sie die Verantwortung für die Instandhaltung ihrer Kochherde übernehmen, sobald keine Kohlenstofffinanzierung durch das Projekt mehr besteht. 

Das Projekt zeichnet sich durch seine sehr hohe Qualität aus. Es ist zertifiziert mit dem Gold Standard 4 the Global Goals (GS4GG), der strengste Anforderungen an soziale und ökologische Rahmenbedingungen stellt. Dieser vom Climate Change Project (CCP) zugelassene Standard gewährleistet zudem die weitgehende Erfüllung der IFC-Kriterien, die die Stiftung zu Grunde legt, um die sozialen und ökologischen Wirkungen der Projekte einzuschätzen. Mehr Informationen zu Standards befinden sich in der von der Stiftung veröffentlichten GAP-ANALYSE
 
Über den Leuchtturm-Wettbewerb
In der erstmaligen Durchführung des Wettbewerbs waren exklusiv die Partner:innen für Entwicklung und Klima der Stiftung zur Teilnahme eingeladen. Bis Ende April 2025 konnten Projekte eingereicht werden, die nachweisbare Entwicklungswirkungen erzielen. Die Auszeichnung erfolgt am 1. und 2. Oktober im Rahmen des Sustainable Development Future Forums 2025, der Jahreskonferenz der Stiftung, in Form einer Würdigung des Projektes. Ein professionell produziertes Projekt-Video begleitet die Verleihung des Gewinner-Projektes.
 
Bei der Bewertung der eingereichten Projekte galten folgende Kriterien:
  • Nachhaltige Entwicklung vor Ort: Wie trägt das Projekt zur nachhaltigen Entwicklung bei? Beiträge zu den Sustainable Development Goals der Agenda 2030 sind wichtige Benefits hochqualitativer Projekte im freiwilligen Kohlenstoffmarkt. Wir wollten erfahren, welche positiven Beiträge durch das Projekt in der Region oder im Land des globalen Südens gefördert werden. Deswegen war es uns zudem wichtig, dass es eine Partnerorganisation im Durchführungsland gibt.
  • Innovationsgrad: Werden innovative Technologien oder Methoden eingesetzt? Dabei interessierte uns besonders, welche positiven Veränderungen das Projekt auf Klima und Gesellschaft im Projektland ermöglicht. Es musste sich dabei nicht um innovative Technologien handeln, auch neue Strategien der Implementierung oder eine innovative und langfristige Einbindung der lokalen Bevölkerung wurden honoriert.
  • Ganzheitlichkeit: Wie integriert sich das Projekt in nationale und internationale Strategien? Wir wollten wissen, inwieweit ein Austausch zum Projekt mit dem Gastland oder der regionalen Verwaltung stattfindet.
  • Due Diligence: Um Projektwirkungen und -erfolge einschätzen und nachvollziehen zu können, bedarf es einer transparenten und nachvollziehbaren Berichterstattung. Damit auch wir uns ein umfassendes Bild des Projektes machen konnten, baten wir um die Einreichung von Projektdokumenten. Die Antworten auf den Fragebogen und die Projektdokumente wurden in mehreren Stufen von unterschiedlichen Expert:innen geprüft. Hierzu wurde ein Punktesystem angewandt, das aus mehreren Frage-Blöcken bestand. Die Nachweise der Angaben flossen in die Bewertung ein. Das potenzielle Gewinnerprojekt wurde zudem als Teil der Prüfung vor Ort besucht.

Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima setzt sich dafür ein, nachhaltige Entwicklung und globalen Klimaschutz über das Mittel der freiwilligen Kompensation zusammen zu bringen. Hervorgegangen aus der gleichnamigen Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tritt die Stiftung an, zusätzliche Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zu mobilisieren. Sie schärft das Bewusstsein für die große Wirkung, die der freiwillige Ausgleich zuletzt nicht vermeidbarer Treibhausgas-Emissionen über hochqualitative Klimaschutzprojekte in Ländern des globalen Südens hat. Denn zusätzliche, freiwillige Ausgleichsbeiträge, die gleichermaßen der Entwicklungsförderung und dem Klimaschutz in Ländern des globalen Südens dienen, leisten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimagerechten Transformation.

Kontakt: Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, Vera Bünte | media@allianz-entwicklung-klima.de | www.allianz-entwicklung-klima.de



     
        
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