Evangelische Bank verleiht Nachhaltigkeitspreis 2025

"Brücken bauen: Was unsere Gesellschaft zusammenhält"

Die Evangelische Bank (EB) hat am Abend des 18. September 2025 zum siebten Mal ihren mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis verliehen. Unter dem Motto „Brücken bauen: Was unsere Gesellschaft zusammenhält" zeichnete die Bank Projekte aus, die Menschen unterschiedlicher (sozialer) Herkunft auf innovative Weise zusammenbringen und Begegnungsräume schaffen, in denen Vorurteile abgebaut, Chancen eröffnet und positive Verbindungen geschaffen werden.

Die Preisträger:innen und Juror:innen des diesjährigen EB-Nachhaltigkeitspreises. © Sascha Mannel
Gewonnen haben eine gemeinnützige Ausbildungsstätte für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene (Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück e.V.), eine Tagesaufenthaltsstelle für wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen (Teestube Wiesbaden der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus) sowie ein innovatives Format der politischen Bildung ("Demokratiezug" des Kulturzentrums Schlachthof in Kassel). 

Um der hohen Qualität und Vielfalt der insgesamt 172 eingegangenen Bewerbungen gerecht zu werden, hat die unabhängige Jury des EB-Nachhaltigkeitspreises – bestehend aus Prof. Dr. Julia Hartmann (EBS-Universität, EB-Aufsichtsrat), Kathrin Klinkusch (Diakonie Deutschland), Jörg Weber (EcoReporter) und Dr. Astrid Herrmann (EB) – aber nicht nur drei Gewinnerprojekte ausgewählt, sondern darüber hinaus auch zwölf weitere Initiativen für einen in diesem Jahr erstmals ausgelobten Publikumspreis nominiert. Diesen gewann mit den meisten Stimmen „Die Brücke", die zweisprachige Gemeindezeitung der Jüdischen Gemeinde Kassel. 

Neue Formen des Miteinanders
Joachim Fröhlich, Mitglied des Vorstands der Evangelischen Bank und einer der Juror:innen des diesjährigen EB-Nachhaltigkeitspreises. © Sascha Mannel„Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen einander helfen und Verantwortung füreinander übernehmen", sagt Joachim Fröhlich, Mitglied des Vorstands der EB. „Wenn dies dann auch noch auf originelle Weise geschieht, werden solche Initiativen zu einer Inspiration für uns alle, Brücken zu bauen und neue Formen des Miteinanders zu gestalten."

Prof. Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Schirmherrin des diesjährigen EB-Nachhaltigkeitspreises, ergänzt: „Noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik war unser Land so stark von Entsolidarisierung und von Ellbogendenken bedroht. In dieser Situation will uns der EB-Nachhaltigkeitspreis Mut machen: Weil er zeigt, dass es viele Projekte gibt, die Menschen zusammenbringen und dazu beitragen, gesellschaftliche Gräben zu überwinden."

Detaillierte Informationen über die Gewinnerprojekte

Platz 1
Den ersten Platz erreichte der Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück e.V. (VBS). Der Verein wurde 1984 gegründet und betreibt eine gemeinnützige Ausbildungsstätte im Tischlerhandwerk. Ziel ist es, benachteiligten Jugendlichen, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder über keinen formalen Bildungsabschluss verfügen, eine praxisnahe Ausbildung zu bieten, die durch soziales Lernen und persönliche Betreuung ergänzt wird. Auch an junge Erwachsene aus Strafvollzug, Drogentherapie, Rehabilitation und Geflüchtete richtet sich das Angebot. Bis heute wurden insgesamt 174 Jugendliche erfolgreich ausgebildet, von denen über 96 Prozent die Gesellenprüfung im ersten Versuch bestanden haben.

Platz 2
Die Teestube Wiesbaden kam auf den zweiten Platz. Seit fast 40 Jahren bietet diese Einrichtung der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus eine Tagesaufenthaltsstelle für wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen. Neben einem Mittagessen haben sie hier die Möglichkeit, zu duschen, Wäsche zu waschen, in der Kleiderkammer gespendete Kleidung zu erhalten und/oder soziale Kontakte zu pflegen. Darüber hinaus können sich die Hilfesuchenden eine Postadresse einrichten lassen, mit der sie Sozialleistungen beantragen, ein Basiskonto einrichten oder Versicherungen abschließen können. Zudem bleiben sie für Familie, Freunde und Behörden erreichbar. Allein 2024 wurden 650 neue Postadressen eingerichtet und 11.100 mal haben Klient:innen nach ihrer Post gefragt.

Platz 3
Den dritten Platz belegte der "Demokratiezug" des Kulturzentrums Schlachthof in Kassel. Dabei handelt es sich um ein innovatives Format der politischen Bildung: Geschulte Diskursbegleiter:innen laden Fahrgäste der Kasseler Straßenbahn- und Buslinien dazu ein, sich auszutauschen – über das, was sie bewegt, beschäftigt, trennt und verbindet. So entstehen Räume des Dialogs, der Vielfalt und der Verständigung. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen und mit Migrationsgeschichte. Anhand der Erfahrungen aus den Fahrten wird das Schulungskonzept kontinuierlich weiterentwickelt, mittlerweile haben sich mehr als 70 Personen in ganztätigen Workshops zu ehrenamtlichen Diskursbegleiter:innen ausbilden lassen.

Publikumspreis
Den Publikumspreis gewann "Die Brücke", die zweisprachige Gemeindezeitung der Jüdischen Gemeinde Kassel. Seit 2006 informiert sie viermal jährlich über das Gemeindeleben, jüdische Traditionen, religiöse Feste und gesellschaftliche Entwicklungen. Darüber hinaus bietet sie Raum für interreligiösen Dialog, Erinnerungskultur und zivilgesellschaftliches Engagement. Die Brücke richtet sich an Mitglieder der Gemeinde ebenso wie an interessierte Leser:innen aus der Stadtgesellschaft, aus anderen Regionen Deutschlands und dem Ausland. Die Beiträge der vollständig ehrenamtlich produzierten Zeitung sprechen Menschen aller Altersgruppen an und fördern den Austausch über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. Ein weiteres Merkmal ist die enge Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden.

Videos, Fotos und Projektbeschreibungen
Von allen drei Siegerprojekten hat die EB professionelle Filme produzieren lassen, die im Rahmen der festlichen Preisverleihung zum ersten Mal gezeigt wurden. Die Filme sind unter www.eb.de/nachhaltigkeitspreis zu finden. 

Über die Evangelische Bank 
Die Evangelische Bank ist ein werteorientierter Finanzpartner mit christlichen Wurzeln. Sie gestaltet gemeinsam mit ihren Kunden in Kirche und Diakonie sowie der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft. Um das zu erreichen, setzt die Bank auf ihr exzellentes Branchen-Know-how und bietet umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 8,71 Mrd. Euro gehört die Evangelische Bank zu den größten Kirchenbanken und Genossenschaftsinstituten in Deutschland. 

Im Kerngeschäft finanziert die Evangelische Bank Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Bildung, bezahlbarer Wohnraum sowie privater Wohnbau und investiert in Vorhaben, Unternehmen und Institutionen, die für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten.

Die Evangelische Bank richtet ihr unternehmerisches Handeln nach den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) und nach den anspruchsvollen EMASplus-Kriterien aus. 

Kontakt: Evangelische Bank eG, Andreas Köster | andreas.koester@eb.de | www.eb.de



     
        
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