Naturnah gestaltete PikoParks als Geschäftsmodell

Stiftung für Mensch und Umwelt mit Award ausgezeichnet

Am 11. September 2025 wurde die gemeinnützige Stiftung für Mensch und Umwelt in der Kategorie "Geschäftsmodell-Innovation NPOs" mit einem BIG BANG INNOVATION Award 2025 prämiert. Die von ihrem Naturgarten-Team geplanten Mini(N)aturparks überzeugten die Jury auch im Hinblick auf ihren sozialen Aspekt.
 
Die Stiftungsleitung Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer (4.+5. v. l.) bei der Verleihung eines BIG BANG INNOVATION Awards 2025 © Christian Schlenker / DISQ / DUP
Das Deutsche Institut für Service-Qualität und das DUP UNTERNEHMER-Magazin ehrten die Stiftung für Mensch und Umwelt als einen von insgesamt 24 Preisträgern. „Die Jury bewertet den PikoPark als überzeugendes Beispiel für wirkungsvolle, niedrigschwellige Stadtbegrünung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus ökologischer Wirksamkeit, sozialer Partizipation und Flächeneffizienz", lautet es in der Bewertung.
 

Die Stiftungsleitung freut sich. Müsste sie ihr Geschäftsmodell zusammenfassen, würde sie es wie folgt auf den Punkt bringen: „Auf Grundlage des Konzeptes des Wissenschaftsladens Bonn e.V. für den neuen Grünflächentyp 'PikoPark' hat unsere Stiftung für Mensch und Umwelt einen echten Business-Case entwickelt. Dabei agiert die Stiftung als Allrounder: Unser zertifizierter Naturgarten-Fachbetrieb plant die naturnahen Kleinparks komplett, setzt die eigenen Pflanzkonzepte um und betreut die GaLaBau-Betriebe. Unsere Stiftung macht starke Öffentlichkeitsarbeit für die PikoParks insgesamt und führt viele unterschiedliche Umweltbildungsaktionen während und nach der Entstehung ihrer PikoParks durch – gemeinsam mit den Flächeneigentümern, die meist Wohnungsbaugenossenschaften sind."

Naturnahes Grün für mehr Vielfalt im Quartier
PikoPark im Schollenhof (erster Berliner PikoPark) © Stiftung für Mensch und Umwelt, Peter MüllerDer PikoPark im Schollenhof ist der erste Berliner PikoPark, den die Stiftung für Mensch und Umwelt realisierte. Das war im Jahr 2021. In den nachfolgenden Jahren etablierte sie sechs Weitere. Ein PikoPark ist ein neuer Grünflächentyp für den urbanen Bereich: ein kleiner (300 bis 500 Quadratmeter), naturnaher Park. Er ist weitestgehend mit heimischen Blühpflanzen gestaltet und bietet vielen Tieren naturnahe Strukturen wie stehendes und liegendes Totholz, Natursteinmauern oder Lesesteinhaufen. Nach Möglichkeit ist auch eine kleine Wasserstelle für Tiere integriert. Als grüne Oase lädt er zum Erholen und Erleben von Natur(zusammenhängen) ein; und zwar täglich, auf unaufgeregte, sympathische Weise. Wo vorher ein ungepflegtes „Niemandsland" aus Rasen und fremdländischen Gehölzen stand, oder eine wohnungsnahe Freifläche sogar versiegelt war, blüht und summt es fortan. Das Konzept zum PikoPark hat der Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) mit seinem Projekt „PikoPark" mit Geldern des Bundesumweltministeriums entwickelt.

Hintergrund
Naturnahe Lebensräume werden immer wichtiger. Die Ursachen für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegen in der Zerstörung ihrer Nistplätze und in der Vernichtung oder Verminderung ihrer Nahrung. Wildbienen und andere Insekten spielen eine wichtige Rolle in fast allen Ökosystemen. Nimmt ihr Bestand weiter drastisch ab, droht der Schwund von Vögeln, Igeln & Co. Das alles hat auch für uns Folgen.

Über die Stiftung für Mensch und Umwelt
Die Stiftung für Mensch und Umwelt mit Sitz in Berlin und Bad Essen ist gemeinnützig und bundesweit tätig. Mit ihren acht Mitarbeiter*innen realisiert sie eigene Projekte, die naturnahes Grün in urbane Räume bringen. Damit möchte sie die biologische Vielfalt fördern. Mit ihrem mittlerweile zertifizierten Naturgartenfachbetrieb hat sich die Stiftung einen Namen in der naturnahen Gestaltung von Freiflächen im Wohnungsbau gemacht. 
 

Kontakt: Stiftung für Mensch und Umwelt, Ann-Kathrin Scheuerle | scheuerle@stiftung-mensch-umwelt.de | www.stiftung-mensch-umwelt.de



     
        
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