Anzeige, Umwelt | Wasser & Boden, 08.09.2025

Abwasser-Ranking 2025

Das sind die größten Wasserverschmutzer in Deutschlands Haushalten

  • Das deutsche Abwasser wird durch Stoffeinträge aus Haushalten belastet, die nicht immer vollständig von Kläranlagen gefiltert werden können.
  • Besonders unterschätzt: Salz aus Wasserenthärtungsanlagen – aber auch Toilettenpapier, Waschmittel und Körperpflegeprodukte landen in großen Mengen im Abwasser.
  • Deutsche Gewässer werden durch diese Einträge zunehmend belastet. Hierzulande sind nur 9% der Gewässer ökologisch intakt.
© AQONPUREWenn es um die Verschmutzung von Flüssen und Seen geht, denken viele Menschen zunächst an Industrie oder Landwirtschaft. Doch auch Privathaushalte spielen eine zentrale Rolle. Das aktuelle Abwasser-Ranking 2025 des Wasseraufbereitungsspezialisten Aqon Pure listet erstmals die zehn größten Stoffeinträge aus deutschen Haushalten in Kilogramm pro Kopf und Jahr auf. Das Ranking basiert auf einer Meta-Studie von Aqon Pure, in der offizielle Verbrauchsdaten und wissenschaftliche Studien ausgewertet wurden.

Salz aus Enthärtungsanlagen vor Toilettenpapier und Waschmitteln
Den ersten Platz im Ranking belegt Salz aus klassischen Wasserenthärtungsanlagen auf Basis des Ionenaustauschs. Pro Kopf können hier bis zu 50 Kilogramm Salz pro Jahr in das Abwasser gelangen. Das Problem: Chlorid, der schädliche Bestandteil des Salzes, kann in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden und fließt ungehindert in Flüsse und Seen. Die Belastung durch Enthärtungsanlagen ist mengenmäßig deutlich höher als durch Toilettenpapier, Waschmittel oder Körperpflegeprodukte, die die Plätze 2 bis 4 des Rankings belegen.
 
„Die Versalzung unserer Gewässer ist ein zunehmendes ökologisches Problem. Neben Industrie und Landwirtschaft leisten auch private Haushalte dazu einen Beitrag – oft ohne es zu wissen. Besonders in Regionen mit hartem Wasser, wo rund 40 Prozent der Haushalte leben, können Wasserenthärtungsanlagen mit Salz spürbare Mengen ins Abwasser eintragen. Diese Belastung liegt deutlich über dem, was man bei typischen Einträgen wie Waschmitteln oder Shampoo erwartet – ein Faktor, der in der öffentlichen Wahrnehmung bislang kaum eine Rolle spielt", erklärt Maximilian Wilk, Geschäftsführer von Aqon Pure.

Kläranlagen können nicht alles filtern
Während Toilettenpapier als vergleichsweise unproblematisch gilt, können nicht alle Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln, Körperpflegeprodukten oder Spülmitteln von Kläranlagen gefiltert werden und gelangen direkt in Flüsse und Seen. Öle und Fette, die oft über den Abfluss entsorgt werden, können zusätzlich Rohre verstopfen und Kläranlagen belasten.

Die Zahlen machen deutlich: Der alltägliche Umgang mit Produkten im Haushalt entscheidet mit über die Qualität der deutschen Gewässer. „Viele kleine Einträge aus den Haushalten summieren sich zu einer massiven Belastung", erklärt Wilk. „Trotzdem geht es nicht darum, radikal auf Kernseife umzusteigen, das Geschirr ausschließlich von Hand zu spülen oder nur einmal pro Woche zu duschen. Entscheidend ist, ein Bewusstsein für das Problem zu entwickeln und mit kleinen Veränderungen im Alltag gegenzusteuern."

Das kann gegen die Verschmutzung im Haushalt getan werden
Mit einfachen Maßnahmen können Haushalte ihre Belastung bereits reduzieren.
Unter anderem:
  • Sparsam dosieren und auf zertifizierte Wasch- und Reinigungsmittel zurückgreifen
  • Vermehrt feste Seifen und Shampoos verwenden, um Überdosierung zu vermeiden
  • Chemische Abflussreiniger meiden, stattdessen mechanische Hilfsmittel nutzen
  • Speiseöle und Fette über den Rest- oder Biomüll entsorgen – nicht über den Abfluss
  • Salzfreie Kalkschutzsysteme statt Enthärtungsanlagen mit Ionenaustausch nutzen
Wasserressource in Deutschland zunehmend unter Druck
Deutschland gilt zwar als wasserreich, doch schon heute herrscht in der Hälfte aller Landkreise Grundwasserstress. Gleichzeitig sind nur 9 Prozent der Oberflächengewässer ökologisch intakt – im EU-Vergleich reicht das nur für Platz 16. Wilk betont: „Das Wasserproblem lässt sich natürlich nicht allein durch Haushalte lösen. Industrie, Landwirtschaft und Kommunen müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Am Ende braucht es viele einzelne Maßnahmen, die zusammen eine nachhaltige Verbesserung ermöglichen."

Über AQON PURE
Aqon Pure ist Spezialist für umweltschonende Wasseraufbereitung. Das 2004 gegründete Familienunternehmen aus Südhessen entwickelt nachhaltige Lösungen für Haushalte und Unternehmen. Für sein Engagement zählt Aqon Pure zu den Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2025.

Kontakt: BETTERTRUST GmbH, Kathrin Feit | k.feit@bettertrust.de | www.bettertrust.de



     
        
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