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Ökologisch-nachhaltige Investmentfonds legen zu

Eignet sich "grünes" Investment auch für die betriebliche Altersvorsorge?


Sven Enger
Allein in den letzten fünf Jahren hat sich das Volumen ökologisch-nachhaltig gemanagter Fonds in Deutschland auf über 25 Milliarden Euro verachtfacht. Wir fragten Vertriebs- und Marketingvorstand der Skandia AG, Sven Enger, welche Rolle "grünes" Investment im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Zukunft spielen wird.

Ein Interview mit Sven Enger, Vertriebs- und Marketingvorstand Skandia Lebensversicherung AG, Berlin

Seit wann bieten Sie Produkte für die bAV an?

SE: Wir haben schon seit längerem viel Wert auf eine attraktive nachhaltige Fondsauswahl gelegt. Seit 2008 haben wir jedoch die Anzahl an unseren "grünen" Fonds mehr als verdoppelt: Mittlerweile bieten wir über 20 ökologisch-nachhaltige Fonds an, die sowohl in der betrieblichen als auch in der privaten Altersvorsorge angewählt werden können.

Sind grüne Investments überhaupt geeignet für die bAV? Bzw. scheitern nachhaltiges Investments nicht an den Sicherheitsauflagen die für die BAV gelten?

SE: Selbstverständlich sind ökologisch-nachhaltige Fonds auch für die betriebliche Altersvorsorge geeignet. Die Chancen für ökologische Anlagen sind hier sogar groß. Dennoch, und in diese Richtung zielt Ihre Frage, verlangt der Gesetzgeber Sicherheiten für die Kapitalanlage. Das bedeutet konkret, dass wir als Anbieter für den Arbeitgeber aus arbeitsrechtlicher Sicht eine Mindestbeitragsgarantie abbilden müssen. Parallel hierzu kann jedoch bei entsprechend unterstellter Wertentwicklung ein durchaus großer Teil der Beiträge in die freie Anlage und somit in die grüne Vorsorge fließen.

Gibt es für den Arbeitgeber Vorteile bei der Entscheidung für nachhaltiges Investment in der bAV für Arbeitnehmer/Arbeitgeber?

SE: Viele Unternehmen sind heute im ökologischen Bereich tätig - ob direkt oder als Zulieferer. Für diese Unternehmen ist es attraktiv, das Thema Nachhaltigkeit auch auf die betriebliche Altersvorsorge zu übertragen. Andere Firmen folgen mit der Entscheidung für die "Grüne bAV" schlicht ihrem Gewissen. Der Vorteil für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Sie setzen mit der Grünen Rente auf einen wachsenden Markt mit zum Teil attraktiven Wertzuwächsen.

Welche Vorteile hat der Arbeitgeber/ Arbeitnehmer wenn er sich bei der bAV für nachhaltige anstatt für konventionelle Anlageprodukte entscheidet?

SE: Der Arbeitgeber erhält gegenüber dem Arbeitnehmer eine Chance, für sich zu werben, indem er auf seine soziale und ökologische Verantwortung verweist. Mit Sicherheit ist das für das Unternehmensimage nur förderlich. Ich persönlich halte das Thema Ökologie und soziale Nachhaltigkeit für sehr wichtig - und damit stehe ich nicht allein.

Den vollständigen Artikel zum Thema: "Nachhaltiges Investment im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge" lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe von Forum Nachhaltiges Wirtschaften: "Unternehmen im Gesundheitscheck".

Das Interview führte Christopher Schipprack


Im Profil
Sven Enger, 43, ist seit 1. August 2005 Vertriebs- und Marketingvorstand der
Skandia Lebensversicherung AG. In dieser Funktion ist der gebürtige Hamburger verantwortlich für das Geschäft mit Altersvorsorge- und Investmentprodukten der Skandia Deutschland. Sein strategischer Fokus ist die Weiterentwicklung der Produktpalette sowie der Ausbau und die Qualitätssicherung des Geschäfts mit unabhängigen Maklern, Beratern und Vertriebsgesellschaften.

Kontakt:
Skandia Lebensversicherung AG
Martin Gosen
Leiter Unternehmenskommunikation
Kaiserin-Augusta-Allee 108
10553 Berlin
Telefon: +49 30 31007-2266
Fax: +49 30 31007-2700
E-Mail: mgosen@skandia.de
Homepage: www.skandia.de



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