Anzeige, Gesellschaft | Bildung, 26.08.2025

Global denken, nachhaltig handeln

Wie „Unternehmen FAIRändern 2.0“ Nachhaltigkeitskompetenzen stärkt

Der Wandel beginnt jetzt! Unternehmen, die heute global und nachhaltig handeln, sichern sich morgen nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern werden zu echten Gestaltern der Zukunft. Das Projekt „Unternehmen FAIRändern 2.0" unterstützt speziell kleine und mittlere Unternehmen dabei, Nachhaltigkeit vom Schlagwort zur gelebten Praxis zu machen – mit partizipativen Teams, interkulturellem Austausch und innovativen Lernformaten. Warum Mitmachen nicht nur sinnvoll, sondern strategisch klug ist, lesen Sie hier.

Informationen zur nachhaltigen Beschaffung in einem Unternehmen. © KATE Stuttgart
Was passiert, wenn Mitarbeitende nicht nur mitdenken, sondern auch aktiv mitgestalten? Wenn sie Lösungen für faire Lieferketten entwickeln, CO2-Emissionen im Alltag reduzieren oder sich mit Kolleg:innen aus dem Globalen Süden über nachhaltige Strategien austauschen? Dann entsteht mehr als ein gutes Gefühl – es entsteht ein echter Wandel im Unternehmen.

Das Projekt „Unternehmen FAIRändern 2.0" des Vereins KATE – Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V., welches durch das Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) von Engagement Global gefördert wird, setzt genau hier an: Es bringt Nachhaltigkeit direkt an den Ort, an dem sie am meisten bewirkt – ins Unternehmen selbst. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutet das: Sie gewinnen engagierte Mitarbeitende, stärken ihre Zukunftsfähigkeit und verankern die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ganz konkret im Betriebsalltag.

Bottom-up statt Top-down: Mitarbeitende als Motor für Nachhaltigkeit
Im Mittelpunkt von „Unternehmen FAIR­ändern 2.0" steht ein erprobter Ansatz: Nachhaltigkeit gelingt besser, wenn sie von innen heraus getragen wird. Daher setzt das Projekt auf die Bildung interdisziplinärer Nachhaltigkeitsteams, sogenannter Green Teams, in denen Mitarbeitende eigenverantwortlich Projekte entwickeln und umsetzen. Die Themen reichen von klimagerechtem Wirtschaften über faire Lieferketten bis hin zur Verankerung der Sustainable Development Goals (SDGs) im Unternehmensalltag.

„Diese Teams schaffen Räume, in denen Mitarbeitende aller Ebenen Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und konkrete Nachhaltigkeitsprojekte umsetzen können", berichtet die Projektleiterin Anne Portscheller. Die Umsetzung ist dabei so vielfältig wie die teilnehmenden Unternehmen: von Wurmkisten für Bio-Abfall über vegane Aktionswochen bis hin zu neuen Beschaffungsrichtlinien für faire Produkte – die Green Teams bringen frischen Wind in die Organisation.

Lernen mit Wirkung – praxisnah, interaktiv, international
„Unternehmen FAIRändern 2.0" bietet ein umfassendes Weiterbildungsprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten ist. In Impulsvorträgen, Workshops, Coachings und Webinaren erhalten die Teilnehmenden fundiertes Wissen zu globalen Nachhaltigkeitsthemen – mit besonderem Fokus auf die Perspektiven des Globalen Südens. Ein Highlight ist die Online-Reihe „Blick über den Tellerrand", in der sich Unternehmensvertretende mit Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden austauschen können.
 
Dieser interkulturelle Dialog eröffnet neue Perspektiven, inspiriert zu innovativen Lösungen und fördert ein tieferes Verständnis globaler Zusammenhänge. Ein weiterer Pluspunkt des Projekts ist die digitale SDG-Toolbox, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Sie bündelt Methoden, Praxisbeispiele und Bildungsmaterialien rund um nachhaltiges Wirtschaften und bietet wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit. Die Toolbox unterstützt Multiplikator:innen dabei, Nachhaltigkeitsbildung flexibel, wirksam und bedarfsgerecht in den Betrieb zu integrieren – auch über die Projektlaufzeit hinaus.
 
„Nachhaltige Transformation gelingt nur, wenn sie von allen Mitarbeitenden mitgetragen wird. Eine bottom-up Strategie nutzt dezentrale Kompetenzen und stärkt zugleich die emotionale Verbundenheit mit dem Prozess."
 
Prof. Dr. Fabian Christandl, Leiter der Professur Wirtschaftspsychologie (University of Sustainability Charlotte Fresenius

Erfolge, die für sich sprechen
Bereits die erste Projektphase zeigte eindrucksvoll, wie groß der Bedarf ist: Statt der geplanten 20 Unternehmen nahmen über 40 Organisationen teil – von kleinen Betrieben bis zu großen sozialwirtschaftlichen Trägern. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Viele berichteten von konkreten Fortschritten, etwa der Gründung interner Nachhaltigkeitsteams oder der Einführung fairer Beschaffungsrichtlinien", so Anne Portscheller.
 
Besonders geschätzt wurde der praxisnahe, niedrigschwellige Ansatz, der sich gut in den Arbeitsalltag integrieren ließ – etwa als Mittagsformat oder Onboarding-Modul.

Auch die Wissenschaft bestätigt den Mehrwert: Eine begleitende Evaluation durch zwei Hochschulen kam zu dem Ergebnis, dass die Teilnehmenden zentrale Zukunftskompetenzen wie Selbstwirksamkeit und Systemdenken stärken konnten. Über 80 Prozent fühlten sich durch das Projekt kompetenter im Umgang mit den SDGs.
 
„Die Begleitung durch das Projekt Unternehmen FAIRändern hilft uns als Pilotorganisation, Veränderungsprozesse zu starten und Klimaschutzmaßnahmen wissenschaftlich fundiert umzusetzen. In unserer Organisation wächst der Mut, sich ökologischen Fragen zu stellen und sozial gerechte Lösungen zu finden. Vielen Dank an KATE Umwelt & Entwicklung!" 
Kerstin Riester, Leitung Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit (Caritas Biberach-Saulgau)

Langfristiger Mehrwert für Unternehmen
Nachhaltigkeit ist kein kurzfristiges Ziel, sondern eine Investition in die Zukunft. Unternehmen, die sich mit ökologischen, sozialen und ethischen Fragen auseinandersetzen, positionieren sich nicht nur verantwortungsvoll, sondern auch zukunftsfähig auf dem Markt. Sie profitieren von motivierten Mitarbeitenden, einem positiven Unternehmensimage und stärken ihre Resilienz in einer zunehmend komplexen Welt.
 
Durch die Teilnahme an „Unternehmen FAIRändern 2.0" können KMU ein transformatorisches Unternehmertum entwickeln, das über gesetzliche Mindeststandards hinausgeht. Sie zeigen Haltung – und übernehmen Verantwortung. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen profitieren besonders, weil das Projekt skalierbar und praxisorientiert ist", unterstreicht die Projektverantwortliche.

Die Förderung des Projektes durch Engagement Global, der zentralen Anlaufstelle für entwicklungspolitisches Engagement, ist ein Garant für Qualität und Wirksamkeit. Für Unternehmen, die über das Projekt hinaus aktiv werden möchten, bietet zudem die Servicestelle Stiftungen und Philanthropie hilfreiche Informationen und Vernetzungsmöglichkeiten im Bereich gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit.

Jetzt FAIRändern – für eine nachhaltige Unternehmenszukunft
„Unternehmen FAIRändern 2.0" ist weit mehr als ein Weiterbildungsprogramm. Es ist ein Wegbereiter für Unternehmen, die Nachhaltigkeit wirklich leben wollen – mit Praxisnähe, Tiefgang und internationaler Perspektive. Wer als KMU heute Verantwortung übernimmt, gestaltet aktiv die Welt von morgen mit.

Nutzen Sie die Chance, Teil dieser Bewegung zu sein. Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft – nachhaltig, vernetzt und wirkungsvoll.
 
Weitere Informationen:

Quelle: Engagement Global gGmbH

Dieser Artikel ist in forum 04/2025 - Zukunft gestalten erschienen.



     
        
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