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Technik | Energie, 18.08.2025

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie kontert Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in einem offenem Brief

Die DGS hat elf zentrale Aussagen der Ministerin analysiert und faktenbasierte Antworten formuliert

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie analysiert elf Aussagen zur Photovoltaik von Bundesministerin Reiche und stellt klare Forderungen an die Bundesregierung für den notwendigen Ausbau der Photovoltaik zum Erreichen der Klimaziele. 

© Sebastian Ganso, pixabay.comMit einem offenen Brief reagiert die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. auf die in den vergangenen Wochen öffentlich getätigten Äußerungen von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zur Photovoltaik. Die DGS hat elf zentrale Aussagen der Ministerin analysiert und faktenbasierte Antworten formuliert. Diverse Aussagen wurden widerlegt. 

Hinter dem Schlagwort Photovoltaik stehen Millionen Anlagenbetreiber:innen, ein ganzer Wirtschaftszweig und die beliebteste Form der regenerativen Energieerzeugung in Deutschland, betont die DGS. Wer diese Technologie kleinredet oder durch Kürzungen ausbremst, gefährdet nicht nur den Klimaschutz, sondern auch Investitionen, Arbeitsplätze und die technologische Zukunftsfähigkeit des Landes.

Die DGS stellt klar, dass die Photovoltaik bereits heute rund 14 Prozent zum Bruttostromverbrauch beiträgt und damit eine tragende Säule der Energiewende darstellt. Rund 150.000 Beschäftigte in tausenden Unternehmen sichern den Betrieb, Ausbau und die Weiterentwicklung dieser Technologie. Viele PV-Anlagen leisten zudem auch heute schon einen Beitrag zur Stabilität der Stromnetze, da ihre Anlagen in die Steuerung und Regelung des Energiesystems eingebunden sind. Strom aus Photovoltaik-Dachanlagen ist zudem deutlich günstiger als Netzstrom und stärkt die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten – ein Aspekt, der auch die wirtschaftliche Resilienz Deutschlands erhöht.

Keine Streichung oder Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom
Die wichtigste Forderung der DGS in dem offenen Brief lautet daher unmissverständlich: Eine Streichung oder Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom darf es nicht geben. Sie ist insbesondere für kleine Photovoltaik-Anlagen weiterhin notwendig, um Investitionen und Teilhabe zu sichern. Darüber hinaus fordert die DGS ein klares politisches Bekenntnis zu den Ausbauzielen für Photovoltaik und Speicher, die konsequente Umsetzung der Pariser Klimaziele, verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und den Abbau bürokratischer Hürden. Statt neuer fossiler Kraftwerke brauche es Speicher, Flexibilitätslösungen und einen entschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien.

„Die Energiewende duldet keinen Aufschub. Extreme Wetterereignisse und steigende CO2-Emissionen zeigen: Wir müssen jetzt handeln", betont Jörg Sutter, Photovoltaik-Experte der DGS. „Deutschland braucht mehr Solarenergie, nicht weniger. Das Bundeswirtschaftsministerium ist gefordert, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende zu schaffen."

Der offene Brief steht unter diesem Link zur Verfügung: 
https://www.dgs.de/politik-braucht-realitaetssinn-photovoltaik-ist-unverzichtbar/  

Über die DGS: 
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. wurde 1975 gegründet und ist die deutsche Sektion der International Solar Energy Society (ISES). Sie vertritt bundesweit Verbraucher:innen und Anwender:innen im Bereich Solarenergie und Erneuerbare Energien und setzt sich für 100 Prozent Erneuerbare Energien und eine höhere Energieeffizienz ein. 

 

Kontakt: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V., Jörg Sutter | sutter@dgs.de | www.dgs.de/



     
        
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