Umwelt | Klima, 07.06.2025
Nordsee im Frühjahr 2025 so warm wie nie zuvor
Branchencheck als Wegweiser für Bau- und Heimwerkermärkte
- Temperatur in Nordsee stieg auf durchschnittlich 8,7 Grad
- Teile der Ostsee ebenfalls so warm wie seit 1997 nicht mehr
- Längste marine Hitzewelle in Kiel gemessen
Das
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) verzeichnete im
März, April und Mai 2025 außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen in
Nordsee und Ostsee - ein weiteres Zeichen des fortschreitenden
Klimawandels. Die gesamte Nordsee erlebte das wärmste Frühjahr seit
Beginn der Auswertungen im Jahr 1997. Auch in der deutschen Ostsee
wurden Rekordtemperaturen gemessen. In Kiel dauerte eine marine
Hitzewelle so lange wie nie zuvor.
"Im Frühjahr stieg die Temperatur der Nordsee auf durchschnittlich 8,7
Grad - die höchste seit Beginn unserer aktuellen Daten in 1997. Das
liegt im Durchschnitt 0,9 Grad über dem langjährigen Mittel von 1997 bis
2021. Fast die gesamte Nordsee war an der Oberfläche mindestens 0,5
Grad wärmer als üblich, mit deutlichen Ausreißern nach oben", erklärt
Dr. Tim Kruschke, Leiter des Referats Marine Klimafragen beim BSH. Die größten Abweichungen traten in der östlichen Nordsee vor der norwegischen und dänischen Küste auf, wo die Temperaturen bis zu 2 Grad über dem langjährigen Mittel lagen. Dies sind die höchsten Frühlingstemperaturen, die das BSH für große Teile der nördlichen und zentralen Nordsee seit 1997 verzeichnete.
Im deutschen Teil der Nordsee lagen die Oberflächentemperaturen ebenfalls deutlich über dem langjährigen Mittel - zwischen 0,8 und 1,5 Grad. Je nach Ort war es dort das viert- bis sechstwärmste Frühjahr seit 1997.
Ostsee: Deutsche Gewässer mehr als 2 Grad wärmer
Die Ostsee erreichte im Frühjahr eine Durchschnittstemperatur von 5 Grad, das sechstwärmste Frühjahr seit 1997 mit 1 Grad über dem langjährigen Mittel. Regionale Unterschiede waren deutlich: Der äußerste Norden war etwas kälter als der Durchschnitt, während der Süden deutlich wärmer war.
Im südwestlichen Teil der Ostsee, der die deutschen Gewässer und die dänischen Inseln umfasst, lagen die Temperaturen mehr als 2 Grad über dem Langzeitmittel. Damit handelt es sich dort um das wärmste Frühjahr seit Beginn der aktuellen Daten in 1997.
Kiel: Marine Hitzewelle über 55 Tage langAm Leuchtturm Kiel registrierte die BSH-Messstation vom 28. März bis 21.
Mai 2025 in einer Wassertiefe von einem halben Meter eine marine
Hitzewelle. Dabei handelt es sich um Extremereignisse, bei denen die
Temperaturen mindestens fünf Tage lang zu den höchsten 10 Prozent der
über 30 Jahre gemessenen Werte am betreffenden Ort für die jeweilige
Jahreszeit gehören.
"Die marine Hitzewelle hielt 55 Tage an - die längste, die wir je an unserer Station in Kiel gemessen haben, wo wir seit 1989 kontinuierlich Daten erfassen. Die Temperaturen lagen während der marinen Hitzewelle durchschnittlich 2,6 Grad über dem Mittelwert von 1991 bis 2020, mit einem Höchstwert von 4,3 Grad über dem Durchschnitt", berichtet Dr. Claudia Hinrichs, Klimawissenschaftlerin beim BSH.
Klimawandel: Nordsee und Ostsee immer wärmer
Das BSH analysiert wöchentlich die Oberflächentemperaturen der Nordsee und Ostsee, indem es Satellitendaten mit Messungen von Stationen und Schiffen kombiniert. Anhand der Wochenmittel März, April und Mai wurde das Frühjahrsmittel 2025 berechnet und mit dem Frühjahrsmittel von 1997 bis 2021 verglichen.
Solche Analysen erstellt das BSH im Rahmen des DAS-Basisdienstes "Klima und Wasser", der zusammen mit anderen Bundesbehörden im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) betrieben wird, um verschiedene Akteure in Politik und Gesellschaft zu beraten.
Dr. Kerstin Jochumsen, Leiterin der Abteilung Meereskunde beim BSH verdeutlicht: "Unsere Daten zeigen, dass sich Nordsee und Ostsee kontinuierlich erwärmen. Das ist eine direkte Folge des Klimawandels und verändert die Meeresumwelt zunehmend. Langjährige Messreihen wie die unseres Meeresumweltmessnetzes MARNET sind die Voraussetzung, um diese Veränderungen einzuordnen."
Weitere Informationen:
Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr (BMV).
Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer.
"Die marine Hitzewelle hielt 55 Tage an - die längste, die wir je an unserer Station in Kiel gemessen haben, wo wir seit 1989 kontinuierlich Daten erfassen. Die Temperaturen lagen während der marinen Hitzewelle durchschnittlich 2,6 Grad über dem Mittelwert von 1991 bis 2020, mit einem Höchstwert von 4,3 Grad über dem Durchschnitt", berichtet Dr. Claudia Hinrichs, Klimawissenschaftlerin beim BSH.
Klimawandel: Nordsee und Ostsee immer wärmer
Das BSH analysiert wöchentlich die Oberflächentemperaturen der Nordsee und Ostsee, indem es Satellitendaten mit Messungen von Stationen und Schiffen kombiniert. Anhand der Wochenmittel März, April und Mai wurde das Frühjahrsmittel 2025 berechnet und mit dem Frühjahrsmittel von 1997 bis 2021 verglichen.
Solche Analysen erstellt das BSH im Rahmen des DAS-Basisdienstes "Klima und Wasser", der zusammen mit anderen Bundesbehörden im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) betrieben wird, um verschiedene Akteure in Politik und Gesellschaft zu beraten.
Dr. Kerstin Jochumsen, Leiterin der Abteilung Meereskunde beim BSH verdeutlicht: "Unsere Daten zeigen, dass sich Nordsee und Ostsee kontinuierlich erwärmen. Das ist eine direkte Folge des Klimawandels und verändert die Meeresumwelt zunehmend. Langjährige Messreihen wie die unseres Meeresumweltmessnetzes MARNET sind die Voraussetzung, um diese Veränderungen einzuordnen."
Weitere Informationen:
- zu aktuellen Wassertemperaturen vom Meeresumweltmessnetz MARNET
- zu den wöchentlichen Analysen der Meerestemperaturen beim BSH
- zur zukünftigen Entwicklung der Meerestemperaturen beim DAS-Basisdienst
Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr (BMV).
Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer.
Kontakt: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Dr. Tim Kruschke | tim.kruschke@bsh.de | www.bsh.de
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