Umwelt | Klima, 26.03.2025

Petersberger Klimadialog

40 Länder bekräftigen Engagement für internationalen Klimaschutz

Als Gastgeber des Klimadialogs haben Deutschland und Brasilien gemeinsam mit etwa 40 Staaten ein wichtiges Signal für engagierten Klimaschutz auch ohne die USA gesendet - bis zur Weltklimakonferenz geht es nun darum, konkreter zu werden.

© diema, pixabay.comDer Petersberger Klimadialog hat nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein wichtiges Signal für den internationalen Klimaschutz gesendet: Trotz des Rückzugs der USA bekräftigten die teilnehmenden Staaten ihr Engagement für die Umsetzung des Pariser Abkommens und ambitionierte Klimaziele. Insbesondere Deutschland und Brasilien haben als Gastgeber manche Impulse gesetzt und den Weg für die Weltklimakonferenz in Brasilien (COP 30) geebnet. Allerdings bleibt in einigen Bereichen noch viel zu tun.

Christoph Bals, Politik-Vorstand bei Germanwatch, erklärt: "Der Dialog hat gezeigt, dass der internationale Klimaschutz auch ohne die USA weiter voranschreiten kann. Es ist positiv, dass viele Staaten ihre Ambitionen bekräftigt haben. Auch aus hochrangigen Kreisen der CDU kam ein deutliches, allerdings noch nicht sehr konkret gefülltes Versprechen für ein starkes internationales Klimaengagement Deutschlands. Es wurden jedoch noch zu wenige konkrete Maßnahmen vorgestellt, um die Lücke zwischen den aktuellen Klimazielen der Staaten und den Erfordernissen der Klimawissenschaft zu schließen."

Petter Lydén, Bereichsleiter für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, ergänzt: "Die Qualität der meisten eingereichten Klimaziele der Staaten (NDCs), etwa was Ziele für Erneuerbare Energien angeht, hat sich deutlich verbessert. Aber bisher sind erst gut 20 eingereicht, darunter nur fünf von G20-Staaten. Es ist jedoch ermutigend zu sehen, dass immerhin viele Länder ihr NDC vor der COP30 einreichen wollen, unter anderem China und die EU. An diesen Zielen wird sich ablesen lassen, ob die Welt dem Erreichen der Pariser Klimaziele entscheidend näher kommt."

Lydén weiter: "Die gestern vorgestellten ersten Kernaussagen aus einer kommenden Studie der OECD und UNDP machen klar: Ambitionierte NDCs sind wirtschaftlich vorteilhaft und bieten die Sicherheit, die die Märkte brauchen. Jetzt erwarten wir, entsprechende NDCs bis spätestens September zu sehen."

Ermutigende Worte des scheidenden Kanzlers zur Klimafinanzierung
Der scheidende Bundeskanzler Scholz bestätigte, dass Deutschland weiterhin voll hinter den Beschlüssen zur internationalen Klimafinanzierung der jüngsten Weltklimakonferenz steht. "Deutschlands volle Unterstützung der Ergebnisse des letzten Weltklimagipfels bedeutet, dass der deutsche Beitrag zur Klimafinanzierung nach 2025 weiter steigen muss. Ein Anstieg wäre auch notwendig, um den fairen Beitrag Deutschlands zu leisten - so wie ihn die kommende Koalition erbringen will. Zeitnah sollte die neue Bundesregierung sich Gedanken um ein Klimafinanzierungsziel für 2030 machen", sagt David Ryfisch, Bereichsleiter für zukunftsfähige Finanzflüsse bei Germanwatch.

Laura Schäfer, Bereichsleiterin Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, ergänzt: "Die beim Petersberger Klimadialog erzielten Fortschritte sind ermutigend, doch sie haben Lücken und reichen nicht aus, um der Klimakrise mit der nötigen Entschlossenheit zu begegnen. Besonders die Unterstützung von Entwicklungsländern bei der Bewältigung von Klimawandelfolgen muss mit der gleichen politischen Priorität wie der Klimaschutz behandelt werden. Jetzt liegt es an den Verhandlerinnen und Verhandlern der COP 30 in Brasilien, aus den in Petersberg diskutierten Ansätzen konkrete Verpflichtungen zu machen. Auch die internationale Finanzierung für Klimaanpassung und den Umgang mit Verlusten und Schäden muss in Belém langfristig gesichert werden." 

Kontakt: Germanwatch e.V., Stefan Küper | kueper@germanwatch.org | www.germanwatch.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
28
APR
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Köln
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Ein Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Gesundheit & Wellness

Krankheit und Gesundheit
Christoph Quarch empfiehlt die Stärkung der Resilienz als Weg zur Reduzierung der Krankenstände
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Neues Buch "Enkelfähigkeit® & ihre Perspektiven"

Earth Day 2026: Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft

Volvox by ecotec

Biodiversität und die Logik der Kreisläufe

Neue Umfrage zum Welttag des Buches: Nachhaltigkeit wird für Kochbuchfans zum Kaufkriterium

Pro Minute werden 100 Bäume gefällt

Earth Day 2026: 26% Rabatt auf nachhaltige Wirkung

3Q4U - 3 Questions for you

  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Engagement Global gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • SUSTAYNR GmbH
  • circulee GmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • 66 seconds for the future
  • NOW Partners Foundation