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Porsche pilotiert Recyclingprozesse für Hochvoltbatterien

Perspektive: Recyclingnetzwerk für Hochvoltbatterien

Mit einem Pilotprojekt möchte Porsche wertvolle Rohstoffe aus Hochvoltbatterien nach ihrer Nutzung im Fahrzeug zurückgewinnen und einen möglichst geschlossenen Rohstoffkreislauf erproben. Damit möchte sich der Sportwagenhersteller unter anderem der wachsenden Bedeutung von recycelten Batterierohstoffen annehmen und so einen verantwortungsvollen Umgang mit Hochvoltbatterien fördern. Perspektivisch soll gemeinsam mit externen Partnern ein Recyclingnetzwerk für Hochvoltbatterien etabliert werden.

Recyclingprozess für Hochvoltbatterien, Bedienung einer Anlage zur mechanischen Separation, 2025, Porsche AG © NRW.BANK / Lokomotiv
„Mit Hilfe von innovativen Recyclingverfahren wollen wir unsere Unabhängigkeit von volatilen und geopolitisch instabilen Rohstoffmärkten steigern", sagt Barbara Frenkel, Vorständin für Beschaffung bei Porsche. „Kreislaufwirtschaft ist ein fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und mit diesem Pilotprojekt wollen wir unsere Ambitionen unterstreichen."

Schritt für Schritt zur Kreislaufwirtschaft
Um einen möglichst seriennahen Prozess erproben zu können, ist das Pilotprojekt in drei Phasen untergliedert.

Granulatgemisch, 2025, Porsche AG © Jann Höfer / cylib
In der ersten Projektphase werden Hochvoltbatterien aus Entwicklungsfahrzeugen nach Ende ihrer Nutzungsdauer mechanisch zerkleinert und zu sogenannter Schwarzmasse verarbeitet. Das entstandene Granulatgemisch enthält wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, Mangan und Lithium. Auf diese Weise konnten bereits rund 65 Tonnen Schwarzmasse produziert werden.
 
Anschließend soll die Masse weiter veredelt und in die essenziellen Rohstoffe für die Hochvoltbatterieproduktion separiert werden. Um hochwertige Batterien für Elektrofahrzeuge herzustellen zu können, ist die Qualität und Reinheit der recycelten Materialien für Porsche besonders wichtig.
 
In der dritten Pilotphase sollen Hochvoltbatteriezellen mit einem definierten Anteil an recycelten Materialien hergestellt und ihre potenzielle Verwendung in Porsche-Fahrzeugen getestet werden. Das Pilotprojekt zeigt Porsches ganzheitliches Verständnis von Kreislaufwirtschaft: Wertvolle Rohstoffe ausgedienter Hochvoltbatterien werden zurückgewonnen, aufbereitet und in neuen Produkten wiederverwendet. Dadurch lässt sich der Lebenszyklus ausgewählter Ressourcen verlängern und die Umweltbelastung der Batterieproduktion weiter verringern.

Porsche als ein Innovationstreiber
Aluminium, Kupfer und feinkörnige Schwarzmasse, 2025, Porsche AG © Jann Höfer / cylib
Mit diesem Ansatz strebt Porsche eine tragende Rolle in der Entwicklung geschlossener Batterierohstoffkreisläufe an und bekräftigt die eigenen Ambitionen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das Engagement soll zudem aufzeigen, wie sich Porsche auf anstehende regulatorische Veränderungen einstellt – beispielsweise auf die voraussichtlich ab 2031 geltenden Rezyklatvorgaben für Batterien in der Europäischen Union. Durch den frühzeitigen Einsatz recycelter Materialien will Porsche einen aktiven Beitrag leisten und gleichzeitig die Umweltauswirkungen weiter reduzieren.
 
Kreislaufwirtschaft bei Porsche
Porsche strebt einen verantwortungsvollen und ressourcenerhaltenden Umgang mit Rohstoffen sowie eine langanhaltende Nutzung der Fahrzeuge und der darin verwendeten Materialien an. Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsstrategiefelds „Kreislaufwirtschaft" möchte Porsche unter anderem die Verwendung ökologisch nachhaltigerer Materialien sowie kreislauffähige Konzepte entlang der Wertschöpfungskette seiner Fahrzeuge fördern. Dazu gehören Projekte wie z. B. Kreislaufkonzepte für Hochvoltbatterien, der Einsatz zirkulärer Materialien, die Vermeidung von Abfällen und die Wiederaufbereitung von Fahrzeugkomponenten.

Kontakt: Porsche AG, Maximilian Steiner | maximilian.steiner@porsche.de | newsroom.porsche.com


Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG



     
        
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