Gesellschaft | Politik, 13.01.2025
"Nur wer redet, wird gehört - Warum Nicht-Einmischen keine Lösung ist"
Policy Paper zur Wahlkampf-Kommunikation für Unternehmen und Verbände veröffentlicht
Der Expertenkreis "Public Affairs" der Deutschen Public Relations
Gesellschaft (DPRG) hat anlässlich der Neuwahlen für den Deutschen
Bundestag, ein Policy Paper zur Wahlkampf-Kommunikation von Unternehmen
und Verbänden erarbeitet, Titel: "Nur wer redet, wird gehört - Warum
Nicht-Einmischen keine Lösung ist. Wahlkampf-Kommunikation für
Unternehmen und Verbände". Es ist eine Handreichung zum politischen
Einmischen.
Mund aufmachen, mitreden und die zukünftigen Rahmenbedingungen aktiv
mitgestalten. Das ist die dringende Empfehlung des Expertenkreises
Public Affairs der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) an
deutsche Unternehmen und Verbände. Denn wer nicht redet, wird auch nicht
gehört und muss dann damit leben, was Dritte für ihn entscheiden. Denn Politik entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist auf den Input aus der Gesellschaft - und damit auch aus der Wirtschaft - angewiesen. Nur so können Innovationen und Veränderungen vorangetrieben, das demokratische Gemeinwohl gestärkt und Populismus geschwächt werden.
In fünf Kapiteln werden im zweiten Policy Paper des Expertenkreises, die klassischen Mittel der Wahlkampfkommunikation und ihre Wirkung vorgestellt: Wahlprüfsteine, Forderungskataloge, Positionspapiere sowie Wahlkampf-Kommunikation über Verbände und Formate der persönlichen Begegnung mit Politikern.
Die wichtigsten Take-Aways sind:
- Wahlkampf-Kommunikation ist immer Chefsache (CEO-Kommunikation).
- Wahlkampf-Kommunikation ist auch eine Langfrist-Investition
in Themen für vier Jahre, und nicht nur für den kurzfristigen Erfolg.
- Wahlkampf-Kommunikation ist eine
Unternehmens-Positionierung mit Fakten, keine Haltungs-Kommunikation mit
moralischer Gesinnung.
- Mit aktiver Wahlkampf-Kommunikation übernehmen Unternehmen
als Corporate Citizen Mitverantwortung für die Gestaltung zukünftiger
politischer Rahmenbedingungen.
- Der Wahlkampf-Kommunikations-Zyklus durchläuft von Anfang
bis Ende vier verschiedene Phasen, die der Public
Affairs-Verantwortliche kennen und entsprechend handeln muss: Vom
gesuchten Gesprächspartner als Experte zum Treiber und Kritiker im
Wahlkampf. Dann zum Mitgestalter in den Koalitionsgesprächen, und nach
der Wahl wieder zum Experten.
- Wahlkampf-Kommunikation ist thematisch eine Pain-Point-Kommunikation (Wo drückt dem Unternehmen der Schuh?), keine Erfolgs-Kommunikation.
Hier kann das Policy Paper II kostenlos bestellt werden.
Autorinnen und Autoren: Isabella Pfaff (Leiterin Expertenkreis Public Affairs), Dr. Olaf Kaltenborn (stellv. Leiter), Boris Barth, Stephan Becker-Sonnenschein, Mara Hancker, Johannes Richardt, Christian P. Krohne, und Mitwirkende des Expertenkreises Public Affairs.
Die DPRG vernetzt Kommunikatoren
Die Deutsche Public Relations Gesellschaft e. V. (DPRG) vereint alle Berufsgruppen der PR. Was diese Menschen, die Kommunikation als Beruf betreiben, verbindet, sind ihr professionelles Verständnis von Meinungsbildung und der Wunsch, Erfahrung kollegial miteinander zu teilen. Die DPRG fördert den Branchennachwuchs und setzt ethische wie professionelle Standards für ihre Mitglieder und den gesamten Berufsstand.
Kontakt: Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG), Isabella Pfaff | isabella.Pfaff@dprg.de | www.dprg.de
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