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Startschuss für das dritte Container-Klassenzimmer von Sawabona Africa und PYMA

Ohne After-School-Programme keine Bildung

Die Non-Profit-Organisation Sawabona Africa hat gemeinsam mit der Phakamani Young Minds Academy (PYMA), einer After-School-Einrichtung für benachteiligte Kinder in Soweto, ein drittes Container-Klassenzimmer in Betrieb genommen. Container sind eine schnelle und einfache Lösung, um mehr Mädchen und Jungen ein besseres Leben durch Bildung zu ermöglichen. 

In dem 3. Container-Klassenzimmer finden 50 weitere Schülerinnen und Schüler ab 2024 Platz zum Lernen © Sawabona AfricaWährend in Deutschland bei steigenden Schülerzahlen oder während Umbauphasen Container als kurzfristige, aber unbeliebte Lösung zum Einsatz kommen, sind diese „mobilen Klassenzimmern" in anderen Regionen der Welt die einzige Möglichkeit, relativ schnell und unkompliziert zusätzlichen Raum für das Lernen zu schaffen. Mit Hilfe von Spendengeldern haben Sawabona Africa und PYMA ein neues Container-Klassenzimmer inklusive Einrichtung in Betrieb genommen. Für die Menschen in Soweto, dem größten Township Südafrikas, hat der „Neubau" eine große Bedeutung: Pünktlich zum letzten Semester und damit den Abschlussprüfungen bietet es den von PYMA unterstützten Kindern mehr Platz, um sich vorzubereiten. Außerdem können sich jetzt 50 Mädchen und Jungen neu für das Schuljahr 2024 anmelden. Auch die Zahl der Tutoren, bei denen es sich um Absolventen des Programms oder Studenten der Universität Johannesburg handelt und die für die Nachhilfe ein bezahltes Stipendium erhalten, wird sich erhöhen.

Ohne After-School-Programme keine Bildung
Tshidi Januarie, Schülerin bei PYMA © PYMAIn Südafrika wird heute fast jedes Mädchen und jeder Junge eingeschult. Doch jedes zweite Kind bricht die Schule vor der 12. Klasse ohne Abschluss ab. Die Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse sind im internationalen Vergleich erschreckend niedrig, was an den katastrophalen Lernbedingungen liegt: Völlig überfüllte Klassenzimmer, fehlendes Material und schlecht ausgebildetes Lehrpersonal sind in den öffentlichen Einrichtungen an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass viele Kinder aus einem Elternhaus kommen, in dem sie keine schulische Unterstützung erhalten.

Vor diesem Hintergrund ist die Erwartung, dass eine gute Bildung allein durch die öffentlichen Schulen erreicht werden kann, unrealistisch. Sogenannte After School Programs (ASPs) schließen die Lücke: Sie ergänzen die staatliche Schulbildung durch akademische sowie psychosoziale Förderung und bieten den Kindern einen sicheren Ort zum Lernen und Spielen. Die Phakamani Young Minds Academy (PYMA) richtet sich mit ihren Angeboten an benachteiligte Kinder im südafrikanischen Soweto. Mädchen und Jungen aller Klassenstufen erhalten zusätzlich zur staatlichen Bildung Nachhilfe mit den Schwerpunkten Schreiben, Lesen und Mathematik, werden bei den Hausaufgaben betreut und bekommen Mentoren zur Seite gestellt. Auch die parallele Unterstützung der Eltern spielt eine wichtige Rolle, um so den schulischen Erfolg der Kinder zu fördern.

„Das neue Klassenzimmer wird die Zukunft der Schülerinnen und Schüler in unserem außerschulischen Programm verbessern. Es wird ihr Wissen und ihre Träume freisetzen. Und wir können die Zahl der Kinder, die davon profitieren, weiter erhöhen", betont Mthandazo Khumalo, Geschäftsführer von PYMA. „Wir freuen uns auf eine wunderbare Reise, die uns dieses Klassenzimmer ermöglichen wird. Wir sind Sawabona Africa für die Unterstützung sehr dankbar."

Zilla Stekhoven, Gründerin von Sawabona Africa e. V. und Mthandazo Khumalo, Geschäftsführer von Phakamani Young Minds Academy (PYMA)© Sawabona Africa„Kinder zu sehen, die mit Begeisterung lernen und ihre Chance nutzen, hat uns fasziniert. Eine Investition in den ASP-Sektor ist eine Investition in die Zukunft, um Ungleichheiten zu beseitigen und soziale Gerechtigkeit zu fördern", ergänzt Zilla Stekhoven, Gründerin von Sawabona Africa e.V. Die in Südafrika ausgebildete Juristin hat international in vielen Bereichen gearbeitet, unter anderem als Direktorin bei adidas in Deutschland, bevor sie 2021 Sawabona Africa gegründet hat. „Vor zwei Jahren haben wir mit Spendengeldern ein Klassenzimmer für PYMA finanziert. Der Platz wurde aber schnell zu eng, mit dem neuen Container haben wir nun mehr Raum geschaffen. Unser Ziel ist damit aber noch nicht erreicht – wir sammeln bereits für ein weiteres Klassenzimmer, um allen Kindern auf der Warteliste eine gute Schulbildung zu ermöglichen."

Weitere Eindrücke von Schülern, Tutoren und Mitarbeitern
  • Tshidi Januarie (Schülerin): „Dieses neue Klassenzimmer ist eine echte Veränderung – vor allem für uns Schülerinnen und Schüler, die vom PYMA-Programm profitieren. Es wird unsere Lernumgebung verbessern und uns die Möglichkeit geben, effizient mit unseren Lehrern zusammenzuarbeiten."

  • Ntokozo Fakude (Schüler): „Dieses Klassenzimmer bedeutet mir sehr viel, weil es uns eine zusätzliche Möglichkeit gibt, unsere Bildungschancen zu verbessern. Auch andere Kinder, die gern an den Programmen von PYMA teilnehmen möchten, haben jetzt die Chance dazu."

  • Koketso Poo (Tutor): „Die jungen Menschen haben jetzt genügend Platz zum Lernen, vorher fand der Unterricht auf engstem Raum statt."

  • Khanyisa Dokolwane (Tutor): „Das neue Klassenzimmer erleichtert es uns, eine hochwertige Lernumgebung zu schaffen. Die Kinder haben genügend Platz, um zusammenzuarbeiten und sich sowohl akademisch also auch sozial zu entwickeln."

  • Luthando Ntantiso (Mitarbeiter): „Mit dem neuen Klassenzimmer erreichen wir jetzt noch mehr junge Menschen, die unsere Unterstützung brauchen. An diesem Ort des Lernens, der Kreativität und der Inspiration können die Kinder ihren Leidenschaften nachgehen, erhalten schulische Förderung und entwickeln so wichtige Kompetenzen für ihre Zukunft."

  • Khotso Ramushu (Mitarbeiter): „Mit diesem neuen Klassenzimmer wollen wir eine inspirierende Umgebung schaffen, die Kreativität und die Liebe zum Lernen fördert."
Über Sawabona Africa
„Bildung ist der Zugang zu Freiheit, Demokratie und Entwicklung." Dieser Vision von Nelson Mandela, ehemaliger südafrikanischer Präsident, fühlt sich Sawabona Africa e. V. verpflichtet. Die Non-Profit-Organisation setzt sich dafür ein, möglichst vielen benachteiligten Kinder und Jugendlichen in Südafrika und Lesotho eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Auf Grundlage eines Due-Diligence-Verfahrens sucht, prüft und genehmigt Sawabona Africa zertifizierte und vor Ort ansässige Wohltätigkeitsorganisationen, sammelt Spenden und vermittelt Patenschaften. Zu den unterstützten Einrichtungen gehören Bright Start, PYMA, Help Lesotho und Uthando (Love) Südafrika. Sawabona Africa agiert dabei unabhängig und transparent – die gesammelten Spendengelder kommen unmittelbar den Organisationen und ihren Projekten zugute. Der Verein mit Sitz in München wurde 2021 von Zilla Stekhoven gegründet, die selbst in Südafrika aufgewachsen ist. - LinkedIn

Kontakt: PR-COM GmbH, Natalie Burkhart | natalie.burkhart@pr-com.de | sawabona-africa.com/de


Gesellschaft | Bildung, 08.11.2023

     
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