Umwelt | Klima, 15.07.2023
Energiewende: Die grüne Transformation braucht gesamtgesellschaftliches Commitment
CEOs FOR FUTURE setzt konkrete Impulse zur Dekarbonisierung des Energiesystems.
Eine sichere Energieversorgung ist einer der wesentlichsten Standortfaktoren für Industrie und Wirtschaft. Die Klimakrise schreitet rasant voran. Es braucht rasche und klare Entscheidungen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 umzusetzen. Dazu präsentiert CEOs FOR FUTURE, zusammen mit den Wiener Stadtwerken und Holcim, das mit weiteren Mitgliedsunternehmen gemeinsam erarbeitete Positionspapier „Energiewende: Impulse zur Dekarbonisierung des Energiesystems" – das von 22 Unternehmen unterstützt wird.
„Wir haben die Technologien, das Geld und das Know-how. Was wir nicht haben, ist Zeit", betont Christiane Brunner, CEOs FOR FUTURE Vorständin. „Nur mit verstärktem Fokus auf das Gesamtkonzert der Energiewende können wir uns von der Abhängigkeit von Fossilen Energieträgern befreien und die Klimawende umsetzen", setzt Peter Weinelt, designierter Generaldirektor der Wiener Stadtwerke, fort. Berthold Kren, CEO Holcim Central Europe ergänzt: „Sichere Energieversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor und unabdingbar, damit die Industrie in Österreich und Europa wettbewerbsfähig bleibt."Energiewende ist Systemwende: Es braucht Erneuerbaren-Ausbau, Wärmewende und die nötige Infrastruktur
Für eine vollständige Versorgung mit Erneuerbarer Energie, müssen alle Effizienzpotenziale – zum Beispiel durch die energetische Sanierung im Gebäudesektor – genutzt werden. Allein der Strombedarf wird sich bis 2040 auf 140 TWh (Terawattstunden) verdoppeln. „Die Energiewende wird man sehen können: Wir investieren in Erneuerbare Energien, wo wir können; wir bauen Windkraft- und PV-Anlagen. Gleichzeitig treiben wir den Netzausbau voran. Denn der Erneuerbaren-Ausbau hilft uns nur, wenn wir die Energie auch transportieren und speichern können", so Peter Weinelt. Es brauche daher unbedingt auch einen Systemumbau, also ausreichend Netzkapazitäten sowie die Entwicklung neuer Speicherpotenziale und die Implementierung neuer Technologien und Flexibilitätsoptionen. Für CEOs FOR FUTURE und Weinelt ist die Wärmewende ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Energiewende. „Wir investieren in den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme, die Umstellung auf Wärmepumpen und wollen die Potenziale der Tiefengeothermie nutzen", so Peter Weinelt. Und weiter: „Eine sektorenübergreifende Planung ist dabei entscheidend, denn die Energiewende kann nur ganzheitlich umgesetzt werden."
Eine wirtschaftliche Chance
CEOs FOR FUTURE sieht die Energiewende als eine wirtschaftliche Chance und Notwendigkeit. „Die Industrie benötigt eine verlässliche Energieversorgung. Und diese wird mittel- und langfristig nur mit Erneuerbaren Energien möglich sein. Der Zugang zu grünem Strom ist für uns in Zukunft wettbewerbsentscheidend", betont Berthold Kren, CEO Holcim Central Europe. „Wir investieren in Produktionsanlagen für unsere Energieversorgung. Als einer der Top 20 Energieverbraucher in Österreich übersteigt unser Jahresverbrauch aber unsere Möglichkeiten der Selbstversorgung, daher ist die Zusammenarbeit mit anderen Branchen und die Umsetzung der Energiewende als gesamtgesellschaftliches Projekt für uns essenziell", erläutert Kren die Bedeutung der Energiewende für den Industriestandort. Wichtig für die Industrie sei auch, dass es eine klare Prioritätensetzung beim Einsatz von knappen Rohstoffen und Energieträgern sowie bei erneuerbaren Gasen und Wasserstoff gibt. „Erneuerbare Gase sollen dort eingesetzt werden, wo es keine anderen Optionen gibt – eben in der Industrie", so Berthold Kren. Auch hier müssen die nötigen Mengen gesichert und Infrastruktur bereitgestellt werden.
Es braucht gesamtgesellschaftliches Commitment
„Die Energiewende stiftet Nutzen für die gesamte Gesellschaft, sie muss daher ein gesamtgesellschaftliches Projekt werden. Es geht um Akzeptanz und Teilhabe, aber wir müssen auch einen gewissen Zug zum Tor entwickeln. Dafür braucht es Commitment und Verantwortung auf allen Ebenen", appelliert Christiane Brunner. Klimaneutralität 2040 müsse zum übergeordneten Ziel werden, auf dem alle Entscheidung basieren. Die Zielsetzungen des Bundes sollten für die einzelnen Bundesländer verbindlich festgeschrieben werden. Es braucht ganzheitliche und verbindliche Energieraumplanung mit effizienten Genehmigungsverfahren. „Die Bevölkerung braucht verständliche Zielbilder und klare Kommunikation über die Größenordnung der Aufgabe. CEOs FOR FUTURE will Notwendigkeiten für die Umsetzung der Energiewende aufzeigen, aber auch Begeisterung für die vielen Chancen entfachen", so Christiane Brunner abschließend.
Das Positionspapier zur Energiewende wird unterstützt von:
Erarbeitet von: ASFINAG I Holcim Österreich GmbH I oekostrom AG I PÜSPÖK I Rexel Austria I Salzburg AG I Wiener Stadtwerke
Unterstützt von: Austrian Power Grid AG I Blün I CellCube – Enerox GmbH I Coca-Cola HBC Österreich I Collective Energy I Energie Steiermark AG I GREEMER I KPPK Ziviltechniker GmbH I Michaela Mischek Bauträger GmbH I ÖBB Holding AG I PwC Österreich I Sanofi I StepsAhead I WEB Windenergie AG I VBV-Vorsorgekasse AG
Erarbeitet von: ASFINAG I Holcim Österreich GmbH I oekostrom AG I PÜSPÖK I Rexel Austria I Salzburg AG I Wiener Stadtwerke
Unterstützt von: Austrian Power Grid AG I Blün I CellCube – Enerox GmbH I Coca-Cola HBC Österreich I Collective Energy I Energie Steiermark AG I GREEMER I KPPK Ziviltechniker GmbH I Michaela Mischek Bauträger GmbH I ÖBB Holding AG I PwC Österreich I Sanofi I StepsAhead I WEB Windenergie AG I VBV-Vorsorgekasse AG
Über CEOs FOR FUTURE
CEOs FOR FUTURE ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung und Beschleunigung der nachhaltigen Transformation zu einer fossilfreien, umwelt- und rohstoffschonenden Wirtschaft und Gesellschaft – mit rund 65 Topmanager:innen und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen als Unterstützer:innen. Botschafter der C4F Wirtschaftsplattform ist Wolfgang Anzengruber. Im Fokus der C4F Generationenplattform, mit Botschafterin Doris Schmidauer, stehen der Dialog und Austausch mit der Jugend – Lehrlingen, Mitarbeiter:innen, Jugendorganisationen – auf Augenhöhe.
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