Gesellschaft | Globalisierung, 03.05.2023
Zahl der hungernden Menschen um 65 Millionen gestiegen
"Ein Schandfleck für unsere kollektive Menschlichkeit"
Laut dem heute veröffentlichten "Global Report on Food Crises" des Food Security Information Network (FSIN) leiden derzeit 258 Millionen Menschen in 58 Ländern Hunger - das sind 65 Millionen Menschen (34 Prozent) mehr als im vergangenen Jahr. Lisa Korte, Teamleiterin Humanitäre Hilfe der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland, kommentiert:
"Dass der weltweite Hunger in einer Welt des Überflusses im fünften Jahr in Folge zunimmt, ist ein Schandfleck für unsere kollektive Menschlichkeit. Jahrzehntelange Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut und Hunger werden nun durch Konflikte, wirtschaftliche Schocks und die Klimakrise schnell wieder zunichte gemacht." "Allein in Ostafrika, einer der am stärksten betroffenen Regionen, haben klimabedingte Dürren und anhaltende Konflikte dazu geführt, dass mehr als 36 Millionen Menschen von einer extremen Hungerkrise betroffen sind - das entspricht fast der gesamten Bevölkerung Kanadas und ist ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Über 85.000 Menschen sind bereits vom Hungertod bedroht."
"Während die Pandemie und der Krieg in der Ukraine Lebensmittel und Energie für Millionen unerschwinglich gemacht haben, haben 95 Lebensmittel- und Energiekonzerne allein im letzten Jahr satte 306 Milliarden Dollar an unerwarteten Gewinnen eingefahren. Das illustriert die Unmenschlichkeit unseres aktuellen Wirtschaftssystems."
"Wir brauchen dringend einen grundlegenden Wandel des Wirtschaftssystems, wenn wir die Hungerkrise bremsen wollen. Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Ländern des Globalen Südens müssen bei der Bewältigung der Klimakrise angemessen unterstützt werden. Als Hauptverantwortliche der Klimakrise müssen Industrieländer, Konzerne und Superreiche für die im Globalen Süden angerichteten Schäden und Zerstörungen bezahlen, und sie müssen sofort Geld bereitstellen, um den Finanzierungsaufrufen der Vereinten Nationen nachzukommen. Dazu eignen sich Instrumente wie Übergewinn- und Vermögenssteuern."
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