66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Mit diesen Projekten will Hamburg grüner und nachhaltiger werden

Mehr Nachhaltigkeit für Hamburg

Wir stellen Ihnen drei Projekte vor, die das Leben in der Hansestadt grüner und damit besser machen sollen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Seeleuten eine gewisse Abenteuer- und Entdeckerlust nachgesagt wird. Vielleicht ist es also nur folgerichtig, dass die Seefahrer-Stadt Hamburg mit ihrem berühmten Hafen auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit neue Wege beschreiten möchte. Wir stellen Ihnen drei Projekte vor, die das Leben in der Hansestadt grüner und damit besser machen sollen. 

© liggraphy, pixabay.com
Mehr Nachhaltigkeit wagen
Auch abseits von aufsehenerregenden Projekten kann jedes Unternehmen im Kleinen versuchen, sich nachhaltiger aufzustellen. Konkrete Maßnahmen können dabei das Geschäftsmodell an sich, aber auch viele einzelne Prozesse im Unternehmensalltag betreffen. 

Unter anderem bietet der IT-Bereich viel grünes Optimierungspotential. Man denke nur an die Vision vom papierlosen Büro oder die Nutzung von Servern, die ausschließlich mit Ökostrom betrieben werden. Externe Dienstleister wie die Webagentur - elbephant.com können bei dieser digitalen Transformation wertvolle Hilfe leisten. 

Wie wird eine Stadt nachhaltiger und grüner?
Städte können ihre Nachhaltigkeit vor allem durch Maßnahmen in diesen Bereichen verbessern:
  • Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs
  • Unökologische Verhaltensweisen der Einwohner auf sanfte Weise ändern
  • Möglichst effektive Wiederverwertung von Energie- und Materialabfällen
  • Ein effizientes Verkehrssystem mittels Förderung des Radverkehrs und des ÖPNV
  • Mehr Strom aus erneuerbaren Energien
  • Nachverdichtung bei gleichzeitiger Erhaltung von Grünflächen und Erholungsanlagen

Nachhaltiges Hamburg?

Hamburg gilt als die grünste unter den vier deutschen Millionenstädten. Die rund 1,8 Millionen Einwohner des Stadtstaates profitieren bereits jetzt von den Wasserwegen und den zahlreichen Parkanlagen. Diese Projekte will die Hansestadt noch grüner werden lassen:

Grünanlage auf dem Autobahn-Deckel
Die Verbreiterung der Autobahn A7 machte Verbesserungen der Lärmschutzanlagen in den Bezirken Altona und Eimsbüttel erforderlich. Zudem wurden die alten Lärmschutzwände von Fachleuten teilweise als nicht mehr ausreichend beurteilt. Als prägnanteste Maßnahme wurde über der Autobahn daher der sogenannte Hamburger Deckel erbaut, der aus drei voneinander getrennten Tunneln besteht. 

Zwischen 2015 und Anfang 2020 wurde der kürzeste Abschnitt im Stadtteil Schnelsen fertiggestellt. Im September dieses Jahres wurde auf dem Lärmschutzdeckel im Beisein von Bürgermeister Peter Tschentscher Dorothea-Buck-Park eröffnet. Damit der Park und eine Kleingartenanlage entstehen konnten, mussten rund 45.000 Tonnen Erde bewegt werden.

Autofreier Spieltag beim FC St. Pauli
Der FC St. Pauli setzt sich schon seit langem für Werte wie Antirassismus, Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit ein. Aber auch Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit und Fairtrade werden für den Zweitligisten immer wichtiger. 

In Kooperation mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wurde im September das Heimspiel gegen den SV Sandhausen als autofreier Spieltag ausgerufen. Zuschauer, Sponsoren und Mitarbeiter wurden gebeten, mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Millerntor-Stadion zu kommen. Zudem reisten beide Mannschaften im HVV-Elektrobus an. Verkehrsbetrieb und Verein zogen hinterher eine positive Bilanz. 
 
Dachgarten für den Bunker
Auf dem Heiligengeistfeld, nur einen Steinwurf vom Millerntor-Stadion entfernt, befindet sich der Feldstraßenbunker. Der im Zweiten Weltkrieg errichtete Hochbunker prägt mit seiner Betonoptik und einer Höhe von über 40 Metern das Bild des Stadtteils. Seine dicken Mauern beheimaten unter anderem Werbeagenturen, die Studios einer Medienhochschule und den berühmten Club Uebel & Gefährlich.

Seit Anfang November entsteht auf dem ehemaligen Flakbunker IV Deutschlands wohl spektakulärster Dachgarten. Dafür wurde der Betonbunker um fünf Stockwerke auf 58 Meter aufgestockt. Auf der pyramidenartigen Erhöhung sollen 4.700 Pflanzen und Bäume für ein besseres Klima in der City sorgen. Zudem wird ein Teil der Fassade begrünt. Nach Fertigstellung soll der grüne Bunker Anfang 2023 offiziell eröffnet werden.

Fazit: Mehr Nachhaltigkeit für Hamburg

In Hamburg zeigen Stadt und verschiedene Initiativen, dass grüne Visionen Realität werden können. Die Entwicklung des Bunkers wird in den kommenden Jahren wissenschaftlich evaluiert und könnte somit Vorbild für grüne Architektur im Kampf gegen Hitzeinseln werden. Wichtig ist, dass es nicht nur bei grünen Leuchtturm-Projekten bleibt. Nachhaltiges Denken muss auch in das Bewusstsein der Einwohner übergehen. 


     
        
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