Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.

Das Lieferkettengesetz erfolgreich umsetzen!

Arbeitspapier präsentiert Ansätze für wirksame Beschwerde- und Abhilfesysteme

Wenige Wochen bevor das Lieferkettengesetz in Deutschland in Kraft tritt, sind wirksame Mechanismen für Beschwerde und Abhilfe in vielen Unternehmen noch immer eine Großbaustelle. Konkrete Empfehlungen für die wirksame Umsetzung gibt das neue INKOTA-Arbeitspapier. Im Fokus stehen dabei Lieferketten für Leder, Lederprodukte und Schuhe. 

© Tom Fisk, pexels.com„Es ist höchste Zeit, dass die Leder- und Schuhbranche mit der ambitionierten Umsetzung des Lieferkettengesetzes beginnt! Dazu gehören auch die Entwicklung und Umsetzung eines wirksamen Beschwerdemechanismus. Nur so können Arbeiterinnen und Arbeiter entlang internationaler Lieferketten wirklich vor Menschenrechtsverletzungen geschützt werden!", erklärte Berndt Hinzmann von INKOTA. 

Beschwerdemechanismen wirksam gestalten
Prof. Dr. Ulla Gläßer und Helene Bond von der Europa-Universität Viadrina haben im Auftrag von INKOTA das Arbeitspapier erstellt. Sie präsentieren außergerichtliche Beschwerdemechanismen und geben konkrete Empfehlungen für den Aufbau effektiver und UN-Leitprinzipien konformer Systeme. Zusätzlich identifizieren sie branchenspezifische Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Das Arbeitspapier soll mit wissenschaftlicher Expertise die Diskussion zur ambitionierten Umsetzung des Due Diligence-Ansatzes im Kontext der Ausgestaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) voranbringen.

Gerade in der Schuh- und Lederbranche kommt es entlang der Lieferketten immer wieder zu massiven Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung. Im Januar 2023 tritt das deutsche Lieferkettengesetz in Kraft. Unternehmen sind dann erstmals gesetzlich verpflichtet, Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte in ihrer gesamten Lieferkette zu übernehmen. „Viel zu oft sind die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Leder- und Schuhproduktion giftigen Chemikalien und unwürdigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt – aber bisher fehlen wirksame Mechanismen, damit die Beschäftigten die Missstände melden können. Die Unternehmen sind hier noch weit hinter den Vorgaben des Sorgfaltspflichtgesetzes zurück" kritisiert Berndt Hinzmann. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat eine Handreichung zur Risikoanalyse veröffentlicht. Diese benennt Beschwerdemechanismen als wichtiges Instrument der Risikoanalyse. 

Unternehmensbefragung: Branche kennt die Risiken ihrer Lieferkette nicht
INKOTA hat zehn Unternehmen zu Sorgfaltspflichten und Beschwerdesystemen befragt. Das Fazit: Keines der Unternehmen hat ein OECD- und UN-Leitprinzipen konformes System der Beschwerde und Abhilfe. Nachvollziehbare Angaben zu Abhilfemaßnahmen und Konsequenzen zu Art und Umfang beigelegter Beschwerden werden nicht gegeben. Gewerkschaften oder Interessensvertretungen der Arbeitnehmer*innen werden nicht bei allen befragten Unternehmen im Beschwerdeverfahren einbezogen. Auch bei Initiativen wie dem Textilbündnis oder amfori BSCI bestehen Defizite. 

„Rechteinhaber*innen müssen in die Umsetzung von Beschwerde- und Abhilfemechanismen einbezogen werden. Nur so können diese Mechanismen Wirkung haben!", erklärte Berndt Hinzmann. INKOTA sieht hier Diskussions- und Handlungsbedarf - besonders bei der Produktgruppe Lederwaren und Schuhe.

Weitere Informationen:
Kontakt: INKOTA-netzwerk, Berndt Hinzmann | hinzmann@inkota.de | inkota.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Der Rummelplatz als Kulturgut
Christoph Quarchs Gedanken zur Volksfestzeit
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege. Der Podcast von Engagement Global

Hiroshima und Nagasaki: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Das nachhaltigste Gebäude steht schon

Hitzegipfel jetzt!

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Wie KI, Nachhaltigkeit und menschliche Kompetenz die Branche verändern

B.A.U.M. Insights
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • 66 seconds for the future
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • SUSTAYNR GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Engagement Global gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • ZamWirken e.V.
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland