BIOFACH 2023 into organic - Paving the path - Nürnberg, 14.-17.02.2023

Die ökologischen Fußabdrücke von Servietten

Nachhaltigkeit in der Serviettenherstellung – geht das?

Durch die Industrialisierung der Textilproduktion, die Intensivierung der Landwirtschaft und den weltweiten Handel mit Rohstoffen ist die Produktion von Servietten heutzutage ein komplexer Prozess. Daher ist es wichtig zu wissen, welche ökologischen Fußabdrücke diese Produkte hinterlassen.

Rohstoffverbrauch von Papierservietten
© congerdesign, pixabay.comDie Herstellung von einem Kilogramm Papier für Servietten erfordert etwa 750 Liter Wasser. Die meisten Servietten bestehen aus Holzfasern, daher müssen für deren Gewinnung Bäume gefällt werden. Je nachdem, woher das Holz stammt und unter welchen Umständen es angebaut oder geerntet wurde, werden unterschiedliche Mengen an CO2 bei der Produktion einer Serviette ausgestoßen.

Vorteile von Bio-Produkten
Bio-Servietten und -Tischprodukte von zum Beispiel Sovieshop haben gegenüber konventionellen Produkten einige entscheidende Vorteile. Zum einen werden Bio-Servietten überwiegend aus hochwertigeren Materialien hergestellt, die umweltschonender angebaut werden. Dadurch sind sie in der Regel langlebiger als herkömmliche Produkte. Bio-Servietten sind außerdem fairer produziert, was bedeutet, dass die Arbeiter*innen unter besseren Bedingungen arbeiten und besser bezahlt werden. Auch die Transparenz der Herstellung ist bei vielen Bio-Marken höher.

Den Recyclingkreislauf stärken
Zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks sollten daher möglichst Recyclingpapiere verwendet werden. Diese bestehen mehrheitlich aus Altpapier und enthalten somit keine neuen Holzfasern. Die Recyclingrate in Deutschland liegt bei 70 Prozent, sodass hier schon viel getan wird, um den Ressourceneinsatz zu minimieren. 

Natürlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um den ökologischen Fußabdruck von Servietten zu reduzieren: Zum Beispiel kann man Mehrwegservietten nutzen oder auf ganz Papierservietten verzichten und stattdessen Stoffservietten verwenden. Mittlerweile gibt es viele stilvolle und klimafreundliche Alternativen.

Produkte aus Baumwolle
Eine Serviette aus Baumwolle ist sehr weich und saugfähig. Daher eignet sie sich hervorragend für den Gebrauch zuhause und auch in der Gastronomie. Sie kann in vielen verschiedenen Farben erworben werden und ist auch in verschiedenen Größen erhältlich. Um Servietten aus Baumwolle oder Tischsets herzustellen, werden viele Rohstoffe und auch viel Energie für die Produktion benötigt. 

Das klingt im ersten Moment nicht so gut. Der Verbrauch ist im Vergleich zur Produktion von Papierservietten ungleich höher. Was man jedoch bedenken sollte, ist, dass Produkte aus Baumwolle mehrfach verwendet werden können. Sie sind waschbar. Das spart wiederum Ressourcen und schont die Umwelt.

Graspapier - eine beliebte Alternative
Servietten aus Graspapier sind die perfekte Wahl für eine umweltfreundliche Alternative zu Papierservietten. Sie sind stilvoll, elegant und dennoch nachhaltig und recyclebar. Außerdem sind sie leicht und hygienisch, was sie zur idealen Wahl für den täglichen Gebrauch macht. Graspapierservietten sind entweder als Einweg- oder Mehrwegservietten erhältlich und bieten eine große Auswahl an Möglichkeiten für diejenigen, die nach einer umweltfreundlichen Alternative suchen.

Bio-Tischbedarf dank Lebensmittelresten
© dorothe, pixabay.comIn der Lebensmittelindustrie fallen bei der Produktion von Nahrungsmitteln jeden Tag enorme Mengen an Abfall an. Dieser wird meist einfach entsorgt. Einige Hersteller verwenden diese Reste für die Herstellung ihrer Bio-Servietten. Bei den Servietten Produktionsabfälle aus der Saftherstellung wie Zitronenschalen zum Einsatz, aber auch weitere Nebenprodukte des Anbaus von Weizen oder Mais. Das Bindemittel kann man aus der Kartoffelherstellung gewinnen und es ebenfalls für die Produktion nutzen. Dann erhält man ein 100 Prozent biobasiertes Produkt, das kompostierbar und auch nachhaltig ist.

Bio-Siegel: genauer hinschauen
Nicht alle Bio-Siegel sind gleich - es gibt nämlich viele unterschiedliche Organisationen, die ihr eigenes Siegel vergeben. In Deutschland ist das "Blaue Engel"-Siegel am weitesten verbreitet und gilt als besonders streng. Um dieses Siegel zu bekommen, müssen die Produkte bestimmte Kriterien erfüllen - im Vergleich zu anderen Siegeln oft sehr viel strengere Kriterien. Das "Blaue Engel"-Siegel ist also ein guter Anhaltspunkt, um sicherzugehen, dass man ein hochwertiges und umweltschonendes Produkt kauft.

Lifestyle | Einrichten & Wohnen, 17.10.2022
     
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