Zwei Semester mehr zu Beginn des Studiums können zum Abschluss-Erfolg führen

„focus!ng – mein Studium im Mittelpunkt“ startet zum Wintersemester an der Frankfurt UAS mit Maschinenbau/gezielte Förderung soll Eintritt in die Hochschule erleichtern

Um den Einstieg ins Studium zu erleichtern, kann eine gezielte Förderung helfen. An der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) startet im Wintersemester 2022/23 deshalb das Projekt „focus!ng – mein Studium im Mittelpunkt". Zunächst können Studierende des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau davon profitieren. In den kommenden Semestern soll es auch auf andere Bachelor-Studiengänge ausgeweitet werden: erst Service Engineering sowie Produktentwicklung und Technisches Design, dann Elektro- und Informationstechnik. „focus!ng" ist Teil des Projekts „Studium angepasster Geschwindigkeit", das durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) im Rahmen des Programms „Hohe Qualität in Studium und Lehre, gute Rahmenbedingungen des Studiums" (QuiS) an allen fünf hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) gefördert wird.

Blick auf den Campus der Frankfurt University of Applied Sciences von der Nibelunenallee © Benedikt Bieber, Frankfurt UAS„Unsere Hochschule steht wie kaum eine andere für Chancen durch Bildung: Wir wissen, dass unsere Studierenden mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen starten, und möchten sie auf ihrem Weg bestmöglich unterstützen. Schon länger beobachten wir, dass sich einige Studienanfänger/-innen beim Start in ihr Studium überfordert fühlen – gerade, wenn sie nicht den klassischen Weg des Abiturs beschritten haben. Ihnen möchten wir mit dem Projekt focus!ng eine frühzeitige und gezielte Förderung anbieten, damit ihr Studium zum Erfolgserlebnis wird. Studierende können sich dank des Projekts besonders intensiv und strukturiert ihrem Studium widmen", so Prof. Dr.-Ing. René Thiele, geschäftsführender Präsident und Vizepräsident für Studium und Lehre an der Frankfurt UAS. Prof. Dr. Thordis Michalke, Studiendekanin des Fachbereichs Informatik und Ingenieurwissenschaften ergänzt: „Mit focus!ng bieten wir Studierenden, die Wissenslücken insbesondere in Mathematik haben eine Möglichkeit, diese zu schließen. Gerade Mathematik-Kenntnisse bilden eine wichtige und entscheidende Grundlage für die Ingenieurwissenschaften."

Grundidee des Projekts: 
Bei Studierenden, die sich für die Studienvariante focus!ng entscheiden, werden die ersten zwei Semester eines Studiengangs (Studieneingangsphase) auf vier Semester gestreckt, sodass die Regelstudienzeit bei einem sechs-semestrigen Bachelor-Studiengang insgesamt acht Semester beträgt. Zugleich belegen diese Studierenden neben den Fachmodulen verpflichtende Zusatzkurse, beispielsweise zur Orientierung im Hochschulsystem und in ihrem zukünftigen Berufsfeld – auch Exkursionen zu Unternehmen oder Vorträge von Unternehmensvertreter/-innen sind vorgesehen. Das Berufsbild Ingenieur/-in soll bereits in den ersten Semestern nähergebracht werden: beispielsweise indem die Studierenden schweißen, Motoren auseinander- und zusammenbauen oder mit entsprechender Software erste Maschinen am PC konstruieren. Zudem eignen sich die Studierenden Schlüsselkompetenzen für Studium und Beruf an: etwa Team-Arbeit, wertschätzende Kommunikation, Microsoft Office-Schulungen und Selbstreflektion.

Ziele des Projekts: 
Mit focus!ng sollen die Studienerfolge gesteigert und die Abbruchquoten verringert werden. Die Studieneingangsphase wird entzerrt, die Anzahl der Prüfungen pro Semester wird verringert – so soll der Übergang zwischen Schule bzw. Beruf und Studium erleichtert werden. Das Projekt steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme an der Studienvariante kann für Studieninteressierte relevant sein, die einen Fachoberschulabschluss haben (200 Stunden weniger Mathe im Vergleich zum Abitur), deren Schulzeit schon etwas länger zurückliegt, die mit einer beruflichen Qualifikation (z. B. im Rahmen eines Modellversuchs) ins Studium starten oder die das Gefühl haben, dass ihnen wichtige Grundlagen fehlen. Folgender Mehrwert wird für die Studierenden erreicht: feste Struktur und hilfreiche Zusatzangebote für ihre Studienorganisation und fachliche Orientierung. Zudem ist die Studienvariante BAföG-förderungsfähig. Darüber hinaus zeichnet sich focus!ng durch eine intensive Betreuung der Studierenden aus – die Projektkoordinatorin Nina Ansorg-Rülke begleitet die Studierenden durch ihr gesamtes Studium.

Einschreibung:
Wer Interesse an der Studienvariante focus!ng hat, schreibt sich zunächst in den regulären Studiengang Maschinenbau ein. Auch nach dem Vorlesungsbeginn können Studierende noch vier Wochen lang in die Studienvariante wechseln. Nach der Entscheidung für focus!ng nehmen die Studierenden Kontakt zur Ansprechperson Nina Ansorg-Rülke auf, die die Studierenden bei allen weiteren Schritten begleitet.
Maschinenbau-Studierende im zweiten Semester, die bisher keinen nennenswerten Studienfortschritt erzielt haben, können sich bis zwei Wochen nach Vorlesungsstart ebenfalls für focus!ng entscheiden.

 
Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften, Projektkoordinatorin focus!ng, Nina Ansorg-Rülke | nina.ruelke@fb2.fra-uas.de 

Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences

Gesellschaft | Bildung, 30.08.2022

     
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