1,5°C Ziel muss bei allen politischen Entscheidungen oberste Priorität haben.

Appell des Bürgerrats Klima an die Politik

Deutscher Feuerwehrverband, Stiftung 2°, Brot für die Welt und WWF Deutschland begrüßen den Aufruf der Bürgerinnen und Bürger für konsequente Klimapolitik. Am Vormittag wird der Appell des Bürgerrat Klima an die zukünftige Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP veröffentlicht. In dem Schreiben fordern die Bürgerinnen und Bürger ein ambitioniertes Handeln: "Die Mehrheit der Bevölkerung ist bereit, Dinge zu verändern. Wir haben keine Zeit mehr, der Ball liegt in Ihrem Spielfeld und Sie als Politiker:innen müssen JETZT liefern. Wir fordern Sie auf: Das 1,5 Grad Ziel muss bei allen politischen Entscheidungen oberste Priorität haben. Es geht nicht mehr darum, OB wir handeln, sondern WIE wir schnellstmöglich mit den geeigneten Maßnahmen das Schlimmste verhindern."

Teilnehmende vor dem Bundestag © Manoel Eisenbacher
Stimmen zum Appell des Bürgerrat Klima
Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands: "Wir sehen bei unserer täglichen Arbeit, dass effektive Klimaschutzpolitik dringend notwendig ist. Die Empfehlungen des Bürgerrat Klima bieten für die zukünftige Regierung eine Chance, Lösungen anzubieten, die einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung finden."

Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°: "Wir begrüßen den Appell der Bürgerinnen und Bürger, denn er unterstreicht eindrucksvoll, dass eine neue Bundesregierung eine Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität starten muss. Große Teile der Wirtschaft sind bereit, um Klimaschutz zum Geschäftsmodell und Klimaneutralität zum international beachteten und exportfähigen Markenzeichen des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu machen. Es ist jetzt an der Politik, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Transformation zur Klimaneutralität muss das zentrale wirtschaftspolitische Projekt der neuen Legislaturperiode werden." Die Stiftung 2° verweist auch auf die Forderungen aus der Wirtschaft nach ambitionierter Klimapolitik, die sie kürzlich veröffentlicht hat.

Dr. Joachim Fünfgelt, Referatsleiter Wirtschaft und Nachhaltigkeit bei Brot für die Welt: "Klimagerechtigkeit muss das Ziel jeder Klimapolitik sein. Die Empfehlungen des Bürgerrat Klima berücksichtigen, dass alle Aspekte der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland aber auch der globalen Gerechtigkeit mit Blick auf den Globalen Süden im Zentrum der Klimapolitik stehen müssen."
 
Viviane Raddatz, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland: "Die Klimakrise ist längst vor unserer Haustür angekommen, sie betrifft uns alle. Umso wichtiger ist, dass wir ihr alle entschlossen entgegentreten. Der Bürgerrat Klima hat Politik & Wirtschaft wichtige Empfehlungen mit auf den Weg gegeben. Jetzt müssen sie umgesetzt werden. Das wäre Klimaschutz aus der Mitte der Gesellschaft, mit dem wir eine der größten Krisen unserer Zeit bewältigen können."

Über den Bürgerrat Klima
Der Bürgerrat Klima wird von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis aus allen Bereichen der Gesellschaft unterstützt. Hier finden Sie eine Übersicht über die Mitglieder des Beirats und des Unterstützerkreises.

Der Bürgerrat Klima ist erst der dritte bundesweite Bürgerrat. 160 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger - eine Art Mini-Deutschland - haben über Monate hinweg und unter wissenschaftlicher Begleitung Empfehlungen erarbeitet, wie das Pariser Klimaschutzabkommen in Deutschland eingehalten werden kann. Das im September veröffentlichte Bürgergutachten enthält neben allgemeinen Leitsätzen konkrete Handlungsempfehlungen für die Bereiche Energie, Mobilität, Ernährung sowie Gebäude und Wärme, die unter anderem Bestandteil eines Klimaschutz-Sofortprogrammes der nächsten Bundesregierung werden könnten. Die im Bürgerrat Klima erarbeiteten Empfehlungen haben den Vorteil, dass Sie schon einen Prozess der Bürgerbeteiligung durchlaufen haben, wie es die zukünftige Koalition selbst fordert.

Mehr Informationen zum Bürgerrat und das Bürgergutachten finden sie unter: www.buergerrat-klima.de/presse.


Gesellschaft | Politik, 02.11.2021
     
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