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Zertifizierungen, die eine Online-Druckerei in 2021 haben sollte

Der digitale Print-Markt ist hart umkämpft. Die Zertifizierung von Online-Druckereien ist ein Qualitätsmerkmal, das einen Wettbewerbsvorteil verspricht. Je nach Gütesiegel und Prüfinstitut wird dabei nicht nur auf die Prozesse, sondern auch auf den Klimaschutz ein Augenmerk gelegt. Mittlerweile gibt es eine beachtliche Anzahl an Zertifikaten. Doch welche sind für eine Online-Druckerei in 2021 sinnvoll?

Überblick über den Druckmarkt in Deutschland
© Jochen Haltern, Pixabay.comLaut einer Erfassung von statista.de aus dem Jahr 2019 existierten damals 7.490 Druckbetriebe in der Bundesrepublik. Der kleinste Anteil von 189 Druckereien waren für die Zeitungsproduktion verantwortlich. 463 Betriebe kümmerten sich um die Druckweiterverarbeitung. 1.293 Anbieter sind für die Druck- und Medienvorstufe zuständig. Der größte Teil – mit 5.539 Betrieben – kümmert sich um die Herstellung anderer Druckerzeugnisse. Darunter fallen Büroartikel genauso wie T-Shirts, Autoaufkleber und Postkarten. Immer mehr Druckereien bedienen den Online-Markt.

Bei dieser großen Anbieterzahl ist es wichtig, sich Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. Nur so kann der Einzelnen bestehen. Hilfreich können in diesem Zusammenhang die Zertifizierungen von Online-Druckereien sein. 

Zertifizierungen von Online-Druckereien 
Die nachfolgenden Zertifizierungen sind bei zahlreichen Online-Druckereien gängig.
 
PSO nach ISO 12647
Hinter der Abkürzung PSO verbirgt sich der Begriff ProzessStandard Offsetdruck. Diese Bezeichnung beschreibt schon sehr genau, was sich hinter der Zertifizierung verbirgt. Es wird der komplette Ablauf in Druckereien auf den Prüfstand gestellt. Läuft alles rund, erhält das Unternehmen das Prüfsiegel.
Bei PSO bedeutet das: Nur wenn von der Druckvorstufe über CtP bis zum Druck alle Einzelschritte optimal passieren, ist ein perfektes Ergebnis garantiert. 
Denn völlig egal in welcher Stufe Unstimmigkeiten auftreten, bedeutet dies Mehraufwand. Unternehmen, deren Prozesse nicht optimal ineinandergreifen, produzieren auf lange Sicht mehr Rückläufer, Fehlzeiten und Neudrucke. Mit Fehlern gehen sowohl Imageverlust als auch Mitarbeiterunzufriedenheit und höhere Kosten einher. 

Bei der PSO-Zertifizierung werden verschiedene Kriterien einbezogen. In der Vorstufe wird unter anderem die Verarbeitung der eingehenden Daten überprüft. Nimmt der Anbieter notwendige Korrekturen und Maßnahmen vor, um die Dateien perfekt für den Druck vorzubereiten?

Außerdem muss die Druckerei in der Druckvorstufenzertifizierung nachweisen, dass sie geübt im Umgang mit ICC-Farbprofilen ist. Nur so können konstante Ergebnisse gewährleistet werden. 

Hinter der Abkürzung CtP versteht der Fachmann die Druckformherstellung sowie Belichtung. Für diesem Schritt sollte das Unternehmen Kontrollmechanismen besitzen und regelmäßig nutzen. Dabei kann es sich um technische Messgeräte, aber auch die visuelle Überprüfung handeln. Beide Komponenten gewährleisten eine hohe Qualität der Druckerzeugnisse. 

Um die PSO-Zertifizierung zu erhalten, müssen sich die Drucke innerhalb der Abweichungstoleranz der DIN-Norm ISO 12647 bewegen. Werden alle Bereiche von einer unabhängigen Prüfinstanz erfolgreich abgenommen, gilt die Zertifizierung normalerweise für einen Zeitraum von zwölf Monaten. 

PSD-Zertifizierung
Auch dieses Zertifikat besitzen zahlreiche Online-Druckereien. Es handelt sich dabei um den ProzessStandard Digitaldruck. Im Rahmen der Zertifizierung prüft ein externes Auditteam die Arbeitsabläufe in der Druckerei. Alle Schnittstellen müssen klar definiert werden. Es ist eindeutig festzulegen, wer wann und wo welche Aufgaben übernimmt. Entscheidend für die Erlangung der PSD-Zertifizierung ist allerdings auch, dass der Drucker seine Produkte farbgetreu anfertigen kann. Es dürfen keine größeren Abweichungen der Töne entstehen, unabhängig davon, welches Material bedruckt wird. 

Das garantiert dem Kunden, dass die gewünschten Farben immer gleich aussehen. Egal ob beispielsweise das Logo auf einem Plakat, der Visitenkarte oder einem Lkw-Aufdruck auftaucht. 

FSC (Forest Stewardship Council)
Die FSC-Zertifizierung bezieht sich unter anderem auf die verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Produkte und Verpackungen, deren Rohstoffe aus Wäldern stammen, lassen sich FSC-zertifizieren. Um das Kennzeichen zu erhalten, müssen die Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Zeitgleich wird auch die Holzhandelskette unter die Lupe genommen. Faire Bedingungen für Mensch und Natur sind die Grundvoraussetzung für die FSC-Zertifizierung. In den Druckereien kommt das Material Papier sehr häufig zum Einsatz. Viele nutzen entsprechende Materialien mit FSC-Kennzeichen. 

Das FSC-Siegel präsentiert nach außen hin, dass sich die Druckerei für den Erhalt der Natur engagiert. Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz bedacht sind, können ihren Beitrag auf verschiedene Weise leisten. 

Es gibt drei unterschiedliche Siegel des FSC  (fsc-deutschland.de):
• FSC MIX: Produkte bestehen aus einem Mix aus recycelten Materialien und Material aus FSC-zertifizierten Wäldern. 
• FSC Recycling: Die Produkte bestehen nur aus recycelten Stoffen.
• FSC 100%: Das Ausgangsmaterial stammt vollständig aus FSC-zertifizierten Wäldern. 

Je nachdem, auf welche Materialzusammensetzung sich die Online-Druckereien festlegen, erhalten sie eine andere FSC-Kennzeichnung. Vorausgesetzt natürlich sie lassen sich zertifizieren. 

Climate-Partner
Ein weiteres Gütesiegel, das für Umwelt- bzw. Klimaschutz steht, ist Climate-Partner (climatepartner.com). Online-Druckereien, die dieses Label besitzen, stehen für Klimaneutralität. 

Allerdings lässt aktuell selbst die teuerste Umrüstung keine emissionslose Produktion zu. Climate-Partner bietet eine einfache Lösung. Es wird der individuelle CO2-Ausstoß der Druckerei berechnet. Dieser Betrag wird dann ausgeglichen. Das geschieht durch die Investition in ausgewählte und nachverfolgbare Klimaschutzprojekte. 

Sowohl die zertifizierte Online-Druckerei als auch ihre Kunden leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Dabei fallen nur geringe Mehrkosten für den Produzenten an. Als Ausgleich kann er mit dem Gütesiegel Climate-Partner werben. 

Klimaneutrales Drucken mit natureOffice
Ganz ähnlich wie Climate Partner funktioniert auch das Zertifikat für klimaneutrales Drucken mit dem natureOffice-Verfahren. Die Digital-Print-Group.de hat sich für diese Option entschieden, weil hier neben dem eigentlichen Druck auch der komplette Prozess berücksichtigt wird. 

Bei der Berechnung des Emissionsausstoßes fließen auch die Werte aus der Materialproduktion bis hin zur Auslieferung der Druckerzeugnisse ein. Das produzierte CO? wird kalkuliert und ebenfalls über anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. 

ISO-Zertifizierungen
Branchenunabhängig werden in Deutschland die Zertifizierungen nach ISO 14001 und ISO 9001 angeboten. Diese beiden Normen sind die bekanntesten Zertifikate in der Bundesrepublik sowie im internationalen Raum. Selbstverständlich dürfen auch Druckunternehmer ihre Qualitätsprozesse mittels ISO 9001 oder ihr Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifizieren lassen. 

Gerade wenn auch Kunden im Ausland bedient werden, kann eine ISO-Zertifizierung sinnvoll sein. Internationale Abnehmer erkennen die Wertigkeit dieser Zertifikate an. 

Wie präsentieren Online-Druckereien ihre Zertifikate?
Kein Unternehmen versteckt seine Zertifizierungen. Natürlich werden sie einerseits gemacht, um eine gleichbleibende Qualität der Güter und Dienstleistungen zu gewährleisten. Andererseits liefern die Zertifikate aber auch einen Wettbewerbsvorteil. Viele Kunden wünschen sich einen Partner, dessen Betriebsabläufe standardisiert sind und der sich für die Umwelt engagiert. Besteht die Auswahl zwischen zwei oder mehreren Online-Druckereien, hat ein zertifiziertes Unternehmen die Nase vorne. 

Deshalb präsentieren die Digital-Druckereien ihre Zertifikate gerne an prominenter Stelle auf den Webseiten. Oftmals finden Seitenbesucher einen eigenen Reiter mit den Dokumenten. Dort können sie sich genau erkunden, welche Gütesiegel das Unternehmen besitzt. 

Weitere Qualitätsmerkmale für Online-Druckereien
Dadurch, dass viele Printer mittlerweile Zertifikate besitzen, sehen sich Kunden auch nach anderen Qualitätsfaktoren um. Hierbei spielen insbesondere die Bewertungen der bisherigen Käufer eine große Rolle. Je mehr zufriedene Feedbacks auf der Drucker-Webseite und auch auf neutralen Internetseiten zu finden sind, desto besser. 

Was ist Rezensionen und Zertifikaten gemein? Die Grundlage von guten Bewertungen und erfolgreicher Zertifizierung ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Druckerzeugnisse. Diese ist ein ausschlaggebender Beitrag für positives Kundenfeedback sowie die Erlangung der Gütesiegel.
 
Druckereien, die von ihrer Leistung überzeugt sind, sollten mindestens die Prozesse zertifizieren lassen und für eine klimaneutrale Produktion sorgen. Dadurch liefern sie sich selbst und ihren Kunden eine gewisse Qualitäts- und Umweltsicherheit. 

Wirtschaft | Recht & Normen, 06.09.2021
     
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