66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Zukunft Mobilität

Alpine Pearls wegweisende Kooperation

Alpine Pearls feierte Anfang 2021 sein 15-jähriges Bestehen. 19 Urlaubsorte entlang des Alpenbogens haben ein gemeinsames Ziel: Nachhaltige Urlaubserlebnisse mit umweltfreundlicher Mobilität zu schaffen, mit dem Verein Alpine Pearls als Vernetzungsplattform.  15 Jahre alpenweit zu kooperieren ist ein Grund zu feiern. Und es ist Anlass, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken: es wird nach der Pandemie wieder bergauf gehen mit dem Reisen. Jede Kooperation ist gemeinsam mit seinen Partnern stärker als das Individuum. Alpine Pearls treibt deshalb unermüdlich Projekte und Imagearbeit für die Sanfte Mobilität voran. Und stellt die Weichen für eine zukunftsfähigere Welt– gemeinsam mit unseren Mitgliedsorten.

Der Verein Alpine Pearls ist eine Vernetzungsplattform für umweltfreundliche Mobilität. © Alpine Pearls
Sanfte Mobilität auf dem Prüfstand
Aufgrund der Pandemie ist die umweltfreundliche Urlaubermobilität (Anreise mit Bahn und Bus, Transferservices) extrem ins Hintertreffen geraten. Die derzeitige Änderung im Mobilitätsverhalten der Gäste (stärkere Autonutzung für Tagesausfluegler, keine bahn-anreisenden Nächtigungsgäste) stellt die auf sanften Tourismus ausgerichteten Urlauberregionen vor eine gewaltige Herausforderung. Corona untergräbt schlichtweg nachhaltige Mobilitaetsinitiativen. Und das ist wiederum schlecht für Umwelt und Klima. 

Naherholung gewinnt
Freizeit-Angebote für die Naherholung im ländlichen Raum wurden in den letzten 12 Monaten sehr wichtig: den hier gibt es genug Sicherheitsabstand, viel frische Luft, die Möglichkeit für Outdoor-Aktivitäten, man findet Versorger mit regionalen Produkten und man gewinnt schlichtweg ein Stück persönliche Freiheit. In den Mitgliedsorten von Alpine Pearls ist man im ganzen Alpenraum gut gerüstet für den Frischluft-hungrigen Gast.

Ein Blick in die Kristallkugel
Laut aktuellen Studien glauben bis zu 80% aller Befragten, dass Covid-19 zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus führt. Diese Prognosen stimmen uns positiv: alles wird nachhaltig nachhaltiger werden, nachher! Aber werden die Menschen nach Corona wirklich bewusster leben, Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren und auch im Urlaub auf sanftes Reisen setzen? Durch den derzeitigen "Reiserückstau” werden die Menschen – sobald es ihnen erlaubt und möglich ist – intensiv reisen, soviel ist sicher. Hier gibt es zwei grundsätzliche Voraussagen für die zukünftigen Reiseentscheidungen: Die Erwartung ist, dass einerseits die Ferndestinationen wieder einen starken Zulauf haben werden und andererseits nachhaltiges Reisen in terrane – erdgebundene - Reiseziele einer der großen Gewinner sein wird. Tatsächlich langfristige Zuwachsraten werden Tourismusregionen wie die der Alpine Pearls verzeichnen können: man setzt hier auf ehrliche Regionalität, alpine Authentizität der Unterkunftsbetriebe und ein umsichtiges Gestalten von Freizeitmobilität.

Rahmenbedingungen der Politik
In aller Munde ist "die Pandemie als Chance”. Damit dies nicht ein Wunschtraum bleibt und tatsächlich das darin liegende Potenzial gehoben werden kann, müssen politische und finanzielle Rahmenbedingungen dementsprechend gesetzt werden. Zwei Schwerpunkte sind hier immens wichtig: Einerseits der Fokus auf eine qualitätsvolle Tourismusentwicklung anstatt Massentourismus sowie andererseits das Vorantreiben eines umfassenden Mobilitätswandels. Zu diesem gehörten u.a. die Nutzung erneuerbarer Energien, der Einsatz innovativer Technologien im Fahrzeugbereich sowie KI-gestützte Anwendungen zur Lenkung von Besucherströmen. Und nicht zuletzt steht die Weiterentwicklung integrierter, praktischer Mobilitätsinformationssysteme an. Weiters von zentraler Wichtigkeit ist, dass der Öffentliche Verkehr umfassend attraktiviert und ausgebaut wird. Wird dieser dann noch kostengünstig angeboten, sind steigender Bedarf und zufriedene Nutzer garantiert.  

Die „letzte Meile" für eine lückenlose Anreise per Bahn 
Im Zentrum einer erfolgreichen „letzten Meile" steht, den Transfer vom Öffentlichen Hauptverkehrsmittel zum Hotel sicherzustellen. Hier gilt es, die Verantwortung zu teilen! Es beginnt mit den Bahnen, die ihren Kunden kommunizieren müssen, dass die „letzte Meile" vor Ort funktioniert. Sie sind die Multiplikatoren für diese Zusatzleistung der Tourismusorte. Im Tourismusort selbst gilt es ebenfalls, gemeinsam an einen Strang zu ziehen: Das Land, die Region und die Gemeinden sind gefordert, Mikro-ÖV-Projekte zu entwickeln und zu ko-finanzieren, beispielsweise Anruftaxis und Abholshuttles. Zu guter Letzt ist der Gastgeber gefragt, die „letzte Meile" tatsächlich zu garantieren, beispielsweise, wenn andere Glieder dieser Mobilitätskette ausfallen. Alpine Pearls vergibt die Auszeichnung „Alpine Pearls Gastgeber" für Unterkünfte, die diese „letzte Meile" dem Gast rund um die Uhr garantieren. Wer hier Urlaub macht, wird bestens auf die Anreise und den Urlaub ohne eigenes Auto vorbereitet und unterstützt. Mit 95 Gastgebern hat Alpine Pearls ein großes Netzwerk von Beherbergungsbetrieben mit dem speziellen „grünen Etwas" ausgezeichnet. 

Alpine Pearls als qualitätsvolles Reiseziel 
Nachhaltiger Konsum und damit grünes Reisen bedeutet keinen Verzicht oder Qualitätseinbußen, im Gegenteil! Eine sichere und komfortable Bahnanreise, innovative Kundenerlebnisse in der Natur und der Genuss von regionalem Kulinarium wird auch in Zukunft ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Denn auch Reisende, die nicht ausdrücklich klimaneutrale Angebote suchen, genießen die Qualität der alpinen Küche, schätzen persönlichen Service und die intakte Natur und spüren die bewusst gebotene Achtsamkeit von Seiten der Gastgeber. Nachhaltigkeit wird damit zum Qualitätsmerkmal im Urlaub und steigert die Lebensqualität von Einheimischen und Gästen gleichermaßen.
 
Mehr Infos zu Alpine Pearls und alle Links zu den sanft-mobilen Tourismusdestinationen:

Kontakt: Alpine Pearls, Karmen Mentil info@alpine-pearls.com www.alpine-pearls.com


     
        
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