Horst Hamm
Umwelt | Biodiversität, 12.02.2021
Think Big
Biologische Vielfalt im Industriegebiet
Das Projekt „BIG: Blühende Industriegebiete" zeigt: Industrie und Gewerbe haben ein enormes Potenzial, den Erhalt der biologischen Vielfalt zu fördern.
Seit Sommer 2018 hat die Freiburger Innovation Academy das Projekt „BIG: Blühende Industriegebiete" durchgeführt und mit 58 Auszubildenden aus vier Unternehmen im Industriegebiet Freiburg Nord nach Möglichkeiten gesucht, auf dem jeweiligen Firmengelände die Artenvielfalt zu verbessern. Die Ergebnisse sind sehr ermutigend: „Wir haben gesehen, dass die Industrie grundsätzlich ein enormes Potenzial hat, den Erhalt unserer Biodiversität zu fördern", sagt Hans-Jörg Schwander, Projektleiter und Gründer der Innovation Academy.
Unternehmen sind gefordert
Angesichts der Tatsache, dass hierzulande selbst in Schutzgebieten die Masse an Insekten in den vergangenen Jahrzehnten um fast 80 Prozent zurückgegangen ist und drei Viertel aller Singvögel auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, sind auch Unternehmen gefordert, ihre Flächen insekten- und artenfreundlicher zu gestalten. „Das von uns geförderte Projekt hat gezeigt, dass Artenschutz und Unternehmensalltag kein Widerspruch sind", betont DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Das Gegenteil ist der Fall: Ich bin überzeugt, dass jedes Unternehmen in diesem Bereich aktiv werden kann. Denn eine Blumenwiese anzulegen oder heimische Sträucher anstelle von Bambusgräsern oder Thujahecken zu pflanzen, ist weder kostspielig noch aufwändig – dazu braucht es vor allem Anregungen."
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg, der Energieversorger badenova, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH und der Autozulieferer TDK-Micronas haben ihren Unternehmensnachwuchs im Rahmen der Projektarbeit das machen lassen, was letztlich jede Firma in Deutschland machen könnte: Sie haben auf den vorhandenen Freiräumen Wohlfühlinseln geschaffen, die nicht nur Bienen und Schmetterlingen zugutekommen, sondern allen Mitarbeitern. Die einen haben ihren Kantinenfreisitz mit Motiven zur biologischen Vielfalt verschönert und anstelle einer Bambusmonokultur Blütenstauden und heimische Sträucher gepflanzt, andere haben mit Hochbeeten Urban Gardening auf dem Betriebsgelände verwirklicht, wieder andere den englischen Rasen in eine blühende Wiese verwandelt und Vogelnistkästen angebracht, in denen in diesem Jahr erstmals Meisen gebrütet haben.
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