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Olaf Kuhnt

Der neue WiloPark

Klimaschutz durch Konzentration

Diesen Beitrag von Olaf Kuhnt und Carolin Casper, Wilo SE, finden sie im B.A.U.M.-Jahrbuch 2020 - Nachhaltige Stadt. Unternehmen als Akteure im urbanen Raum
 
Seit 2016 baut die Wilo Gruppe am Standort in Dortmund auf einer Gesamtfläche von 194.000 m² einen neuen Stammsitz, den WiloPark – derzeit das größte Industrie-Bauprojekt in Nordrhein-Westfalen. Nach 36 Monaten Bauzeit begann im Herbst 2019 der Umzug in die hochmoderne Produktionsstätte und somit die Aufnahme des Betriebs der digitalisierten Fabrik.
Der WiloPark besteht aus mehreren Gebäuden, die über einen zentralen Platz miteinander verbunden sind. © WILO
 
2015 hatte Wilo den Entschluss gefasst, die im Stadtgebiet verteilten Unternehmensbereiche bis zum 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2022 wieder am Stammsitz Dortmund zusammenzuführen. Dabei sollte der Traditionsstandort nicht nur ausgebaut, sondern auch in digitaler und nachhaltiger Hinsicht neu ausgerichtet werden. Durch die Zusammenführung der Standorte werden Prozesse verschlankt, deren Komplexität aufgrund der Verteilung der einzelnen Fachabteilungen auf verschiedene Standorte in den vergangenen Jahren zugenommen hatte. Sowohl die Verwaltung als auch die Factory sind im neuen Konzept so konstruiert, dass sie schnell und flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren können. Die Kommunikation und Zusammenarbeit wird durch die Umsetzung des „Future Office Concepts" mit einer hoch flexiblen Arbeitsplatzwahl gestärkt. Kurze Wege und der Wegfall der Shuttleverkehre zwischen den Standorten tragen gleichermaßen zu Zeitersparnis und Reduzierung des CO-Ausstoßes bei. Klimaschutz ist Teil des Wilo-Geschäftsmodells. Der verantwortungsvolle Umgang mit den kostbaren Ressourcen Wasser und Energie spielt dabei eine besondere Rolle. Denn alle Produktionsstandorte sind gefordert, durch intelligente Betriebs- und Produktionsabläufe zur Reduktion der Energieverbräuche beizutragen. Dazu werden natürlich auch die hocheffizienten Produkte und Systemlösungen der WILO-Gruppe genutzt, die weltweit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten.

Bekenntnis zur Region
Mit einer Gesamtflache von 194.000 m2 ist der WiloPark derzeit das größte Industrie-Bauprojekt in Nordrhein-Westfalen. Die integrierte Smart Factory ist eine Produktions-und Entwicklungsstätte mit Industrie4.0-Standard. © WILO
Produzierende Unternehmen haben in den letzten Jahren eher das Ruhrgebiet verlassen, als Standorte auszubauen. Mit der Entscheidung für den etablierten Standort in Dortmund-Hörde zeigt Wilo ein klares Bekenntnis für die Region: Dortmund ist seit der Unternehmensgründung 1872 die Heimat von Wilo. Mit dem kompletten Neubau des WiloParks wird die historisch gewachsene Verbundenheit zur Stadt und den hier lebenden Menschen deutlich. Wilo investiert damit in seine eigene wie in Dortmunds Zukunft gleichermaßen und schafft damit einen eigenen, digitalen Stadtteil innerhalb Dortmunds. Durch diese Investition setzt Wilo ein eindeutiges Zeichen, welches als Signalwirkung an andere Akteure in der Region wahrgenommen wird. Der Hauptproduktions- und Verwaltungsstandort nimmt nicht nur für Wilo selbst eine herausragende Bedeutung ein, sondern stellt auch den Beitrag zu einer sich entwickelnden „Smart Urban Area" – Ruhrgebiet dar. Diese bildet bereits heute mit ihren 70 Hochschulen und 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen eine bundesweit einmalige Bildungslandschaft und mit zusätzlich 60 Technologieparks sowie einem starken Mittelstand einen großen Innovationstreiber der Region NRW.

Smart Factory
Mit der Smart Factory eröffnet das Dortmunder Unternehmen auf einer Bruttogrundfläche von über 55.000 m2 eine Produktions- und Entwicklungsstätte mit Industrie 4.0-Standard. Die smarte Produktion vernetzt nicht nur Maschinen und Arbeitsplätze, als Sinnbild für unternehmerischen Pioniergeist bietet sie auch ein ideales Umfeld für Kreativität, zukunftsorientiertes Arbeiten und neue Ideen. Neben den Produktionsprozessen und der digitalen Logistik entsprechen auch die Fert00igungsanlagen modernsten Standards. So wurde z.B. in eine vollautomatische Aluminium-Lackieranlage investiert, deren Steuerung direkt mit dem MES (Manufacturing Execution System) vernetzt ist. Fahrerlose Transportsysteme ermöglichen effiziente Warentransporte, und ergonomische Montagemöglichkeiten erleichtern die tägliche Arbeit der Mitarbeiter. Mit diesen und zahlreichen weiteren Investitionen in moderne Technologien bietet der Standort hochmoderne Arbeitsplätze und wird damit auch zukünftig das Flaggschiff für die Innovationen des Technologiespezialisten sein.

Olaf Kuhnt leitet bei Wilo den Bereich Campus Management Governance mit den Schwerpunkten Energy- und Building Management.

Carolin Casper ist Mitarbeiterin des Nachhaltigkeitsmanagements bei Wilo.

Quelle: BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften



     
        
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