Biologische Vielfalt berücksichtigen

Empfehlungen für biodiversitätsfreundlichen Bananen- und Ananasanbau

Bananen und Ananas gehören zum beliebtesten Obst hierzulande. Allerdings läuft ihre Produktion oft alles andere als biodiversitätsverträglich ab. In einer aktuellen Publikation geben der Global Nature Fund (GNF) und die Bodensee-Stiftung Empfehlungen, wie sich die biologische Vielfalt im Zusammenhang mit den Südfrüchten schützen lässt - von der Erzeugung bis zum Verkauf. 
 
Über 11 Kilogramm Bananen konsumieren wir Deutsche jedes Jahr pro Kopf. GNF und Bodensee-Stiftung zeigen, dass ihr Anbau und der Erhalt biologischer Vielfalt kein Widerspruch sein müssen. Foto © Rajesh Balouria / Pixabay"Del Campo al Plato": Der Global Nature Fund und die Bodensee-Stiftung veröffentlichen Empfehlungen, wie sich biologische Vielfalt in der Produktion von Südfrüchten schützen lässt.
 
Wir Deutsche essen gerne Bananen. Nach Äpfeln sind sie das am häufigsten konsumierte Obst, 11,4 Kilogramm verzehrte davon 2019 jede*r im Durchschnitt. Und auch Ananas erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein wesentlicher Teil des Imports stammt aus Costa Rica und der Dominikanischen Republik - wo die Früchte für den europäischen und deutschen Markt produziert werden, ohne dass auf allen Plantagen wirksame Kriterien für den Schutz biologischer Vielfalt berücksichtigt würden.
 
Das möchten der GNF und die Bodensee-Stiftung im Rahmen der Internationalen Klimainitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ändern: Das Projekt "Del Campo al Plato" entwickelt Lösungen für einen biodiversitätsverträglichen Anbau von Bananen und Ananas und will Handel und Konsumenten dafür gewinnen, den Schutz der Biologischen Vielfalt zu unterstützen.
 
Aktuell wenden sich der GNF und die Bodensee-Stiftung mit einer gemeinsamen Publikation an Lebensmittelstandards und -unternehmen, Landwirtschaftsverbände und Erzeugergemeinschaften: Die "Recommendations for effective criteria for biodiversity protection in food standards and sourcing requirements of food companies in the banana and pineapple sector" geben konkrete Hinweise zur Umsetzung von Maßnahmen zum Management von Biodiversität und zu Anbaupraktiken, mit denen sich biologische Vielfalt erhalten lässt.
 
"Unsere Empfehlungen zeigen Wege auf gegen die Zerstörung von Ökosystemen, den Raubbau an natürlichen Ressourcen, gegen invasive Arten sowie Wasser- und Bodenverschmutzung", so Stefan Hörmann, Stellvertretender Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Unternehmen und Biodiversität beim GNF. Marion Hammerl, Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung, ergänzt: "Mit dem Biodiversity Check Agrícola unterstützt das Projekt Produzenten von Bananen und Ananas, die aktuelle Situation der Biodiversität auf ihren Farmen und in der Umgebung zu erfassen. So lassen sich maßgeschneiderte Biodiversity-Action-Pläne für einzelne Plantagen entwickeln."
 
Für weitere Informationen und den Download der Empfehlungen klicken Sie hier.
 
Über den Global Nature Fund
Engagierte Umweltschützer*innen haben den Global Nature Fund (GNF) 1998 in Radolfzell am Bodensee mit der Mission gegründet, die Seen und Feuchtgebiete der Welt zu bewahren. Seitdem kamen weitere Arbeitsbereiche dazu, so Unternehmen und Biodiversität: Darin setzt sich der GNF für einen gerechten Handel ein, der biologische Vielfalt berücksichtigt und schützt, z.B. in Initiativen für Biodiversitätskriterien in Standards und Labels der Lebensmittelbranche.
 
Über die Bodensee-Stiftung
Die Bodensee-Stiftung setzt sich seit 26 Jahren für Nachhaltigkeit und Naturschutz in der internationalen Bodenseeregion ein. In den Handlungsfeldern Landwirtschaft und Klima, Energiewende, Natur- und Gewässerschutz, Unternehmen & Biologische Vielfalt sowie Umweltbildung hat sie bereits in über 40 Modellprojekten gezeigt, dass nachhaltige Entwicklung keine Worthülse bleiben muss, sondern konkret umgesetzt werden kann. Erfahren Sie mehr über die Projekte des Global Nature Fund
 
Kontakt: Global Nature Fund | hoermann@globalnature.orgwww.globalnature.org

Quelle: Global Nature Fund (GNF)



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Der Zauber von Olympia - und Geschichten von Hass und Hetze
Christoph Quarch wünscht sich einen Fokuswechsel in der Berichterstattung von den Olympischen Spielen
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • WWF Deutschland
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • NOW Partners Foundation
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • circulee GmbH