Technik | Energie, 16.01.2020

Moderne Stromnetze sind essentiell für die Energiewende

Netzausbau ist wesentliche Basis für den Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht den Netzausbau als zentralen Grundpfeiler der Energiewende. Um Wind- und Solarenergie effizient nutzen zu können, muss das Stromnetz um- und ausgebaut werden. Ein gut ausgebautes Stromnetz kann die schwankende Erzeugung von Wind- und Solarstrom leichter mit dem Verbrauch in Einklang bringen. Der Bedarf an Speicher- und Flexibilitätsoptionen sinkt.
 
Moderne Stromnetze sind essentiell für die Energiewende. © code83, pixabay.comVermeintliche Alternativen zum Netzausbau konnten bisher nicht überzeugen. Im Gegenteil: Die überwiegende Mehrheit der Studien unterstreicht immer wieder, dass der im Netzentwicklungsplan verankerte Netzausbau für die Energiewende notwendig ist. Eine rein regionale Energieversorgung benötigt insgesamt mehr Erzeugungs- und Speicheranlagen. Dies verursacht höhere Kosten. Zudem müssten mehr Standorte mit geringeren Stromerträgen genutzt werden. Des Weiteren erhöht sich der Flächenverbrauch, den eventuelle Einsparungen beim Netzausbau nicht ausgleichen.
 
Dazu Nadine Bethge, Stellvertretende Bereichsleiterin Energie und Klimaschutz der DUH: „Die Stromnetzplanung muss Kosten, Flächenverbrauch und weitere Faktoren abwägen. Deshalb werden sie mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten intensiv diskutiert. Diese Beteiligung ist eine wesentliche Grundlage für einen zügigen Netzausbau. Nur im Dialog mit den Betroffenen vor Ort kann es gelingen, die Planungsentscheidungen nachvollziehbar zu machen. Wir fordern Bundes- und Landespolitik auf, den Dialog zu Szenariorahmen und Netzentwicklungsplan zu unterstützen und die Notwendigkeit des Netzausbaus vor Ort zu erläutern."
 
Zudem muss es weitere Dialoge zu anderen Bereichen der Energiewende geben, um die Netzentwicklungsplanung nicht weiter zu überfrachten. Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Chance bekommen, ihre Ideen einzubringen und ihre Belange zu adressieren.
Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) | presse@duh.dewww.duh.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Der Zauber von Olympia - und Geschichten von Hass und Hetze
Christoph Quarch wünscht sich einen Fokuswechsel in der Berichterstattung von den Olympischen Spielen
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • NOW Partners Foundation
  • TÜV SÜD Akademie
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • circulee GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • 66 seconds for the future