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Technik | Energie, 14.01.2020

Energiemanagement in Unternehmen spart Geld und Treibhausgase

Neu aufgelegter Leitfaden gibt praktische Empfehlungen, wie die Einführung gelingt

Klimaneutralität und Halbierung des Primärenergieverbrauchs bis 2050: Ohne eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz wird das für Deutschland nicht möglich sein. Mit einem Energiemanagementsystem können Organisationen ihre Energieverbräuche senken, Treibhausgasemissionen vermeiden und Kosten sparen. Ein neu aufgelegter Leitfaden gibt praktische Empfehlungen, wie die Einführung gelingt. 
 
Mit einem Energiemanagementsystem können Organisationen ihre Energieverbräuche senken, Treibhausgasemissionen vermeiden und Kosten sparen. © x3, pixabay.comBis Dezember 2019 waren zum zweiten Mal rund 50.000 Unternehmen in Deutschland gesetzlich aufgefordert, ein Energieaudit durchzuführen. Die Unternehmen sollen so ihre Verbräuche von Strom, Wärme, Kälte und Brennstoffen unter die Lupe nehmen und Einsparmöglichkeiten ausfindig machen. Damit die Ergebnisse nicht in der Schublade landen, sondern auch umgesetzt werden, bietet es sich an, ein Energiemanagementsystem einzuführen. Mit einem Managementsystem integrieren Unternehmen das Thema Energieeffizienz in ihre Betriebsabläufe und können auch langfristig Einsparungen erzielen. Das verbessert nicht nur die Finanz-, sondern auch die Klimabilanz. Wird das betriebliche Energiemanagement als Einstieg in ein weiterführendes Klima - und Umweltmanagement verstanden, sind die Potenziale noch größer, etwa durch den Umstieg auf erneuerbare Energien und die Berücksichtigung nicht energiebedingter Treibhausgasemissionen.
 
Der neu aufgelegte Leitfaden "Energiemanagementsysteme in der Praxis" des Umweltbundesamtes (UBA ) und Bundesumweltministeriums (BMU ) zeigt, dass mit dem Energieaudit bereits der erste Schritt in ein systematisches Energiemanagement getan ist. Neben guten Argumenten für ein Managementsystem, enthält der Leitfaden einen "Probedurchlauf". Damit können Unternehmen mit überschaubarem Aufwand prüfen, ob sich ein Energiemanagementsystem für sie lohnt. Anschließend wird Schritt für Schritt wird erklärt, was zu tun ist, um die Anforderungen der internationalen Energiemanagement-Norm ISO 50001 zu erfüllen.
 
Gleichzeitig bietet der Leitfaden auch den rund 8.000 bereits nach ISO 50001 zertifizierten Organisationen eine Hilfestellung, denn die Norm wurde im Jahr 2018 umfassend novelliert. Der Leitfaden greift diese Änderungen auf und macht sie kenntlich. Viele Praxisbeispiele und -tipps zeigen zudem, wie Organisationen Effizienzpotenziale identifizieren, bewerten und umsetzen und damit einhergehende Kosteneinsparungen realisieren können.
 
Weiterführende Informationen finden Sie auf der UBA-Website.
 
Kontakt:
Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt | buergerservice@uba.de | www.umweltbundesamt.de


     
        
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