BIOFACH 2023 into organic - Paving the path - Nürnberg, 14.-17.02.2023

Ein Jahr öffentliches Insektensterben – und weiter?

Insektenbiomasse nahm in den vergangenen 30 Jahren um 76 Prozent ab

Laut der Studie nahm die Insektenbiomasse in den vergangenen 30 Jahren um 76% ab. Es wurde belegt, dass es sich beim bis dato vereinzelt lokal wahrgenommenen Insektensterben in Deutschland um ein ernstzunehmendes, großflächiges Problem handelt. Das Insektensterben hat große Auswirkungen auf die Artenvielfalt auf unserer Erde. Der mediale und politische Aufschrei war groß. Absichtserklärungen aus Politik und Landwirtschaft reichen jedoch nicht aus, dem rasanten Insektensterben Einhalt zu gebieten. „Manche Bereiche der Landwirtschaft, die allgemeine Pflege öffentlicher Grünflächen und privater Gärten wurden im vergangenen Jahr sogar noch insektenfeindlicher", so Dr. Matthias Wucherer, Leiter des Netzwerks Blühende Landschaft. „der Pflanzenschutzmitteleinsatz ist unverändert hoch mit ca. 2,8 kg Wirkstoff je Hektar Anbaufläche und das bei 12,1 Millionen Hektar Ackerland. Der für die Artenvielfalt schädliche Stickstoffeintrag in die Landschaft ist sogar weiter gestiegen!".
 
Die Studie belegte, dass es sich beim bis dato vereinzelt lokal wahrgenommenen Insektensterben in Deutschland um ein ernstzunehmendes, großflächiges Problem handelt. © Mellifera e. V.Das Netzwerk setzt sich seit 15 Jahren für die Förderung der Insekten über die Landschaftsveränderung ein. „Wir brauchen in allen Bereichen ein Umdenken zu mehr Natur in unserer Kulturlandschaft", so Wucherer. Das Netzwerk Blühende Landschaft stellt zu diesem Zweck kostenlos Informationen und Anleitungen zur Verfügung und berät Landwirte, Privatleute, Kommunen und Unternehmen bei Blühmaßnahmen. Wucherer: „Oftmals kosten die Maßnahmen, die eine Erholung der Insektenpopulationen ermöglichen würden, nicht einmal mehr Geld als die bisherigen Methoden, in vielen Fällen könnte man damit sogar Geld einsparen. Die Bereitschaft umzudenken und neue Wege zu gehen ist jedoch der limitierende Faktor."
 
Das Netzwerk Blühende Landschaft will nicht abwarten, sondern ermöglicht es jedermann sofort etwas für bestäubende Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge zu tun: nämlich durch Patenschaften für beispielhafte Blühflächen in ganz Deutschland. Wie genau das geht, wird in einem Clip auf Youtube erklärt.
 
Über das Netzwerk Blühende Landschaft
Das 2003 auf Initiative von Mellifera e. V. gegründete "Netzwerk Blühende Landschaft" hat sich zum Ziel gesetzt unsere Landschaft und die Siedlungen wieder zum Blühen zu bringen, damit Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co. wieder mehr Nahrung finden. Dabei arbeiten Imker mit Landwirten, Naturschützern, Jägern, Gärtnern und Wissenschaftlern zusammen. Sie entwickeln Konzepte und Projekte für mehr Blütenvielfalt und bessere Lebensräume für Blüten bestäubende Insekten. www.bluehendelandschaft.de
 
Kontakt: Sarah Bude, Mellifera e. V. | sarah.bude@mellifera.de | www.mellifera.de

Umwelt | Naturschutz, 18.10.2018
     
Cover des aktuellen Hefts

Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln?

forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz

  • Ukrainekrieg und Hunger auf der Welt
  • Doppelte Dividende durch Nachhaltigkeit
  • Green Chefs
  • Die Brücke zur Natur
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
02
FEB
2023
Konferenz des guten Wirtschaftens 2023
Würdigung | Impulse & Austausch | Vernetzung
81737 München
09
FEB
2023
Treibhausgas-Bilanzierung meistern mit ecozoom
Lernen Sie, wie die Softwarelösung ecozoom Sie bei Ihrer Klima-Bilanzierung unterstützen kann.
Online-Demo
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Politik

Macht die Reform des Einwanderungsrechts die deutsche Staatsangehörigkeit zum Ramschartikel?
Christoph Quarch sieht eine Gefährdung unserer Kultur nicht von außen, sondern von innen.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Wird 2023 das Jahr des Modulbaus?

Verbraucher wollen umweltfreundliche Verpackungen

Mehr Sonnenkilometer mit dem Elektroauto: ADAC und Zolar starten Photovoltaik-Offensive

Neumarkter Lammsbräu vergibt 2023 erneut Nachhaltigkeitspreise

Friede, Würde und Menschenrechte gedeihen nur in einer Kultur des Miteinander

Nachhaltigkeits-Siegel der GfaW im neuen Design

DFGE und MINT:

#GREENTEAM – die Nachhaltigkeitsinitiative der team energie

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • TourCert gGmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig