10. Internationaler Cradle to Cradle Congress 2026

Menschen vor Profite! Verbindliches UN-Abkommen zu Unternehmensverantwortung

EU und die österreichische Ratspräsidentschaft müssen sich konstruktiv einbringen

Kommende Woche von 15. bis 19. Oktober 2018 findet in Genf die vierte Verhandlungsrunde zum UN-Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte, das sogenannte TNC Treaty, statt. Dabei geht es um die Frage, ob internationale Konzerne in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zur Verantwortung gezogen werden können. Ja, fordern das EU-Parlament, ArbeiternehmerInnenvertretungen, die europäischen Bischofskonferenz und ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die zuständige EU-Ratsarbeitsgruppe COHOM beschloss gestern, dass die EU zwar an der Verhandlungsrunde teilnehmen, sich aber nicht inhaltlich einbringen wird.
 
Sollen internationale Konzerne in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zur Verantwortung gezogen werden? © Südwind„Der Profit von Konzernen wird ermöglicht durch die Ausbeutung von Mensch und Umwelt. Mit den ‘Kosten‘ dieser Gewinnmaximierung, wie dem Tod oder der ruinierten Gesundheit von Arbeiterinnen und Arbeitern werden Konzerne bis dato kaum belastet", kritisiert Matthias Haberl von der Menschenrechtsorganisation Südwind. So waren beispielsweise ArbeiterInnen in Chip-Fabriken von Samsung in Südkorea gesundheitsgefährdenden Chemikalien ausgesetzt. Mehr als 200 schwere Erkrankungen wie Leukämie oder Multiple Sklerose wurden von der Betroffenen-Gruppe SHARPS dokumentiert. Rund ein Drittel der erkrankten ArbeiterInnen ist bereits verstorben.
 
„Dieses Abkommen bietet eine historische Chance. Menschen, die von den negativen Auswirkungen transnationaler Konzerne betroffen sind und waren, müssen endlich die Möglichkeit erhalten sich zu wehren und ihre Menschenrechte einzuklagen. Menschen müssen endlich vor Profite gestellt werden. Daher fordern wir die EU und Österreich zu einer konstruktiven Teilnahme an den Verhandlungen in Genf auf!", sagt Stefan Grasgruber-Kerl Kampagnen-Bereichsleiter bei Südwind.
 
Österreich hat besondere Verantwortung
Österreich fällt durch die EU-Ratspräsidentschaft eine besondere Vorreiterrolle zu. Außerdem wird Österreich voraussichtlich am Freitag für die Periode 2019-2021 als Mitglied in den UN-Menschenrechtsrat gewählt.
 
Hintergrundinformationen
 
Südwind setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit fast 40 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des Südwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt. 
 
Kontakt: Michaela Königshofer, Südwind | michaela.koenigshofer@suedwind.atwww.suedwind.at


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
14
SEP
2026
BMW auf dem Prüfstand
Tut der Konzern genug beim Klimaschutz?
80336 München und online
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Urlaub machen, wo die Feuerwehr im Dauereinsatz ist?
Christoph Quarchs philosophischer Blick auf die verheerenden Brände in Südeuropa und jetzt auch Schottland
Munich Climate Week 2026
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.

Jetzt auf forum:

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

Hitzeschutz muss verbindlicher Bestandteil von Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Schulen werden

Zendure auf der IFA 2026

Der Kanzler will den Klimawandel zurückdrängen

Sei kein NPC!

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

Immer gut informiert mit forum future economy

Bildung braucht Demokratie. Demokratie braucht Bildung.

B.A.U.M. Insights
  • WWF Deutschland
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Zendure DE GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • 66 seconds for the future
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • SUSTAYNR GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Engagement Global gGmbH