Wirtschaft | Lieferkette & Produktion, 29.06.2018
Das Grauen der Langstreckentransporte endlich beenden
Die viel zu lasche Transport-Verordnung muss überarbeitet werden
Zum Tag gegen Tiertransporte am 1. Juli erklärte Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
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Jeden Tag werden Tiere auf LKWs geladen und kreuz und quer durch Deutschland, durch die EU und darüber hinaus gekarrt. Allein 2017 wurden 700.000 lebende Rinder aus der EU exportiert, 81.000 davon kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts aus deutschen Ställen. Und es werden jedes Jahr mehr. Die Tiere auf diesen Transporten leiden oftmals unter den klimatischen Bedingungen, unter unerträglicher Hitze bei Fahrten in südliche Länder, unter Durst, Enge und Angst. Kontrollen auf der Straße, die leider viel zu selten stattfinden, weisen eine sehr hohe Beanstandungsquote auf. In einer Anhörung, die am vergangenen Montag im Bundestag zu diesem Thema stattgefunden hat, sprach ein Experte von einer Beanstandungsquote von bis zu 75 Prozent.
Wir fordern eine Begrenzung der Dauer von Tiertransporten auf vier Stunden innerhalb Deutschlands und acht Stunden bei internationalen Transporten. Lebendexporte in außereuropäische Länder müssen verboten werden. Die viel zu lasche Transport-Verordnung muss überarbeitet werden. Schon innerhalb der EU ist die Einhaltung eines Mindestmaßes an Tierschutz nicht gewährleistet. Und beim Verlassen der EU sind die Transporte eine grausame Blackbox. Dieses hunderttausendfache Leid wollen wir beenden. Es gibt keinen vernünftigen Grund, der diese Tortur rechtfertigt. Deshalb fordern wir alle demokratischen Fraktionen und vor allem die Regierungsfraktionen auf, unserem aktuellen Antrag zuzustimmen.Hier finden Sie unseren Antrag "Moratorium für Tiertransporte in außereuropäische Länder aussprechen".
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