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SEKEM veröffentlicht Vision 2057 zum ersten Todestag des Gründers

Wie wird die Welt in den vier Dimensionen Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur 2057 aussehen?

Am 15. Juni vor einem Jahr, am 15. Juni 2017, ist Ibrahim Abouleish, der Gründer der SEKEM Initiative, verstorben – im selben Jahr feierte SEKEM 40-jähriges Bestehen. Diesen internen Wandel und das Jubiläum hat sich die SEKEM Gemeinschaft zum Anlass genommen, die Gründungsvision weiterzuentwickeln und eine Vision, Mission und Ziele für 2057 zu formulieren.
 
Ibrahim Abouleish © SEKEMIbrahim Abouleish entwickelte die SEKEM Vision 1977 mit Blick auf die Herausforderungen, die er in Ägypten zu jener Zeit und in der Zukunft sah. Mit einem ganzheitlichen Ansatz gründete er dann die SEKEM Initiative, die entgegen vieler Widerstände zu einem erfolgreichen Modell für nachhaltige Entwicklung wurde. In der Vision 2057 wirft SEKEM zunächst einen Blick auf das Erreichte:
  • 2100 Hektar Wüstenland wurden urbar gemacht
  • 600.000 Bäume wurden gepflanzt
  • 500 Mio. Tonnen CO2 wurden gebunden
  • € 74 Mio. Nettogegenwartswert wurden durch lokale Nahrungsmittelproduktion generiert
  • 2000 direkte Arbeitsplätze wurden geschaffen
  • 8000 direkte Mitglieder in der Gemeinschaft
  • 778 Menschen im engeren Umfeld SEKEMs werden durch Produktivität versorgt
  • € 14 Mio. Nettogegenwartswert sind aus Einsparungen durch die Bereitstellung von lokaler Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur entstanden
Ebenso wie 1977 hat sich SEKEM nun die Frage gestellt: Was kommt uns aus der Zukunft entgegen? Wie wird die Welt in den vier Dimensionen Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur 2057 aussehen? Dies wurde mit Hilfe von internationalen Studien und Experten, aber vor allem mit einem integralen Ansatz umgesetzt. In Anlehnung an die Vision des Gründers hat SEKEM dann die neuen Ziele formuliert. Dabei geht es vor allem darum, wie Ägypten in 10 und 40 Jahren aussehen soll, und was SEKEM unternimmt um dies zu erreichen.
 
Im Bereich Ökologie will SEKEM bis 2057 biologische und biodynamische Landwirtschaftsmethoden so weit verbreitet haben, dass der Großteil des Landes nachhaltig bewirtschaftet wird (inklusive nachhaltiger Wasser- und Abfallwirtschaft sowie erneuerbarer Energien). Außerdem soll die Erhaltung der Biodiversität in Ägypten stabilisiert sein und SEKEM selber will keinen Müll mehr produzieren.
 
Im Bereich Wirtschaft will SEKEM bis 2057 die Kreislaufwirtschaft, externe Kosten Internalisierung, das Konzept „Wirtschaft der Liebe" und ein ethisches Bankensystem in Ägypten eingeführt haben. SEKEM selber will diese Punkte zu 100% umsetzen.
 
Im Bereich Gesellschaft will SEKEM bis 2057 die ägyptische Gesellschaft soweit inspiriert haben, dass ein sozialer Wandel stattgefunden hat, durch den alle Menschen Bewusstsein für eine Mitgestaltung ihres Landes und der Zukunft entwickelt haben. Dies soll unter anderem durch SEKEMsophia, das SEKEM-Modell für die ganzheitliche und individuelle Entwicklung von Gemeinschaften und Organisationen, vorangetrieben werden.
 
Im Bereich Kultur will SEKEM bis 2057 den ganzheitlichen Bildungsansatz, der die individuelle Entfaltung von Potenzial ermöglicht, in Ägyptens Bildungssystem integriert haben – von der Schule über Universitäten bis zur Forschung. Außerdem soll sich die Medizin eines integrativen Konzeptes angenommen haben und Kultur in allen Bevölkerungsschichten eine grundlegende Rolle spielen.
 
SEKEM ist zuversichtlich die Ziele für die kommenden 40 Jahre gemeinsam mit dem großen Netzwerk aus internationalen Partnern zu erreichen – inspiriert durch das von Ibrahim Abouleish geschaffene „Wunder in der Wüste" und die Worte von Johann Wolfgang von Goethe: „Was immer du tun kannst, oder träumst es tun zu können, fang damit an! Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich."
 
Hier finden Sie die SEKEM Vision 2057 zum Download.
 
Über SEKEM
Die SEKEM Firmengruppe ist Teil der 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründeten SEKEM Initiative für nachhaltige Entwicklung und produziert, verarbeitet und vermarktet biologische und biodynamische Lebensmittel, Textilien und pflanzliche Arzneimittel in Ägypten, der arabischen Welt und auf internationalen Märkten. Sie gilt als ägyptischer „Bio-Pionier" und wurde 2003 mit dem „Right Livelihood Award" ausgezeichnet, auch bekannt als „Alternativer Nobelpreis". Mit einem Teil ihrer Gewinne finanzieren die SEKEM Firmen die Aktivitäten der SEKEM Stiftung für Entwicklung (SDF), die unter anderem Schulen und ein medizinisches Zentrum betreibt. 2012 wurde unter der Schirmherrschaft SEKEMs die Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung eröffnet.
 
Kontakt: Christine Arlt, SEKEM | christine.arlt@sekem.com | www.sekem.com

Gesellschaft | Pioniere & Visionen, 15.06.2018

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