Für ein neues Zeitalter von Unternehmertum?! - Wege in ein Resonanz-Unternehmertum. 11. bis 13. Juni 2024

Bundesligasaison endet mit Müllberg aus 11,5 Millionen Einwegbechern

Deutsche Umwelthilfe fordert Umstieg auf Mehrweg

Borussia Dortmund, Bayern München, Schalke 04 und Hamburger SV sind die größten Umweltsünder der Saison 2017/18 – Bayern München und 1. FC Nürnberg steigen kommende Saison auf Mehrwegbecher um – Petition gegen Becherflut bei Borussia Dortmund hat bereits 100.000 Unterstützer

Über eine neue Alternative zu Einweg-Plastikbechern lesen Sie im Bericht "Die Recup Story" in forum 01/2018.

Eine Müllflut von mehr als elfeinhalb Millionen Einweg-Plastikbechern sammelte sich in der Saison 2017/18 in den Arenen der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga an. Nebeneinandergelegt ergeben die verbrauchten Becher eine Plastikabfallschlange von Berlin bis Athen. Für die neue Saison fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) von allen Bundesligisten den Einsatz von Mehrwegbechern. Mit dem FC Bayern München und 1. FC Nürnberg wechseln ab der kommenden Saison bereits zwei Vereine von Einweg- auf Mehrwegbecher, insgesamt setzen dann 18 Vereine auf Mehrweg.

Den mit Abstand größten Müllberg von mehr als eineinhalb Millionen Plastikbechern verursachte Borussia Dortmund. Allein die fünf Bundesligisten Borussia Dortmund, Bayern München, Schalke 04, Hamburger SV und der FC Köln sind für mehr als die Hälfte aller verbrauchten Plastikbecher in der ersten und zweiten Liga verantwortlich. Eine Übersicht zu den Becherverbräuchen der deutschen Bundesligisten finden Sie hier.

Kein Pokal für Umweltschutz - die Bundesliga hinterlässt 11,5 Millionen Einwegbecher © meineresterampe, pixabay„Die Europäische Kommission erarbeitet derzeit eine Strategie, um Plastikabfälle in der Umwelt zu vermeiden und erwägt in diesem Zusammenhang auch ein Verbot von Einweg-Plastikbechern. Die Bundesligavereine sollten die Initiative aus Brüssel ernst nehmen und schon jetzt zu umweltfreundlichen Mehrwegbechern für den Getränkeausschank wechseln. Der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg haben bereits erkannt, welche Umweltsünde Einwegbecher sind und werden ab der kommenden Saison auf wiederverwendbare Becher setzen. Besonders Borussia Dortmund, Schalke 04 und der Hamburger SV sollten als größte Umweltsünder der Bundesliga die Reißleine ziehen und ebenfalls zu Mehrweg wechseln", sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Die gemeinsame Petition des Fußball-Fans Nick Heubeck und der Deutschen Umwelthilfe mit der Forderung nach Mehrwegbechern bei Borussia Dortmund haben inzwischen knapp 100.000 Fans unterzeichnet. Der überwältigende Zuspruch der Fans zeigt uns, dass sie die Nase voll haben vom Plastikmüll. Sie wollen Spaß haben ohne das Stadion und die Innenstadt in eine Müllhalde zu verwandeln", sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Auch Einwegbecher aus Bioplastik sind keine Alternative. „Der Einsatz von Bioplastikbechern ist reines Greenwashing und hat mit Umweltschutz nichts zu tun", kritisiert Fischer. Der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für Biokunststoffbecher belasten Gewässer und Böden. Die Kompostierung der Becher ergibt keinen Sinn, weil weder Nährstoffe entstehen, noch Bodensubstrat aufgebaut wird. Deshalb landen die Einwegbecher in der Verbrennung und wertvolle Rohstoffe gehen für immer verloren.

Wiederverwendbare Becher sind der beste Weg, um Abfälle zu vermeiden sowie Energie und CO2-Emissionen einzusparen. Schon nach dem fünften Gebrauch sind sie umweltfreundlicher als Einwegbecher.

Beim Ausschank von Getränken in Stadien spielen neben der Umweltfreundlichkeit auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Inzwischen werden erfolgreich sicherheitsoptimierte Mehrwegbecher eingesetzt, die leichter als bisherige Modelle sind, über abgerundete Kanten verfügen und am Boden abgeschrägt sind, sodass sie sich im Falle eines Wurfes in Sekundenschnelle entleeren. Mehrwegbecher sind also eine sichere Sache.

Links:
 Kontakt: Deutsche Umwelthilfe | info@duh.de | www.duh.de

Umwelt | Ressourcen, 11.05.2018

     
Cover des aktuellen Hefts

Jede Menge gute Nachrichten

forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2024 mit dem Schwerpunkt "Der Weg zum Mehrweg – Transport und Logistik"

  • Circular Cities
  • Kllimagerecht bauen
  • Kreislaufwirtschaft für Batterien
  • ToGo-Mehrwegverpackungen
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
MAI
2024
Klimacamp München
Mach mit!
80333 München, Königsplatz
01
JUN
2024
Corso Leopold
Musik. Kunst. Kulinarisches. Diskurs. Inspiration.
80804 München, Leopoldstraße
06
JUN
2024
Change Makers Dialogues #2 an der KLU in Hamburg
Nachhaltigkeit messen, zählen, wiegen.
20457 Hamburg
Alle Veranstaltungen...
The VinylPlus Sustainability Forum 2024. Together towards higher ambitions

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Megatrends

Was sagt die Debatte um die Cannabis-Legalisierung über unsere Gesellschaft?
Christoph Quarch empfiehlt den Blick auf andere Drogen
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Hurra, das neue forum Magazin kommt und die Sonne scheint

Acht-Wochen-Challenge: Schnell noch Blühoasen für Bienen schaffen

Oikocredit legt Impact Studie vor

Der nächste Schritt

Millionenfache Kontakte:

202030 - The Berlin Fashion Summit, July 02 - 03, 2024

Neven Subotic erhält Preis des Bundesentwicklungsministeriums

FarmInsect schmiedet strategische Partnerschaft mit AGRAVIS

  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • ECOFLOW EUROPE S.R.O.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • circulee GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Engagement Global gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Kärnten Standortmarketing