Umwelt | Klima, 16.09.2007
Grönlandbesuche zerstreuen Klimazweifel
"Hier gibt es nichts zu zweifeln"
Nach den Angriffen Stefan Rahmstorfs auf "Klimaskeptiker" und Medien und deren polemischer Replik bringt Konrad Kleinknecht, Professor für Physik an der Universität Mainz und Experte für den Zusammenhang von Klima und Energiekonsum, eine wohltuende Sachlichkeit in die Diskussion. Wie Bundeskanzlerin Merkel und bundesumweltminister Gabriel ist Kleinknecht nach Grönland gereist und fand hier Gewissheiten:
"Unbestreitbar und unbestritten ist der Anstieg der Temperatur weltweit, besonders stark an den Polen; unbestreitbar ist das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, im Himalaja und anderswo und das Auftauen von Permafrostböden in Sibirien; unbestreitbar sind die Änderungen der Niederschlagshäufigkeiten, die den Mittelmeerraum, Nordafrika und Australien austrocknen lassen und uns mehr Regen bescheren; unbestreitbar schließlich ist die Häufung der zerstörerischen Wirbelstürme höchster Intensität über den Zeitraum von dreißig Jahren."
Der Klimawandel ist eine Tatsache, Zweifel werden diskutiert, nicht unterdrückt. "Durch die Verbrennung der fossilen Brennstoffe erhöhen wir den Anteil des Kohlendioxids und fügen dem natürlichen Treibhauseffekt einen anthropogenen hinzu. Wer die Wirkung des Kohlendioxids bezweifelt, muss eine andere Erklärung für die Erhöhung der Temperatur auf der Erde vorschlagen. Eine solche Möglichkeit ist etwa die schwankende Intensität der Sonneneinstrahlung, doch diese These wurde durch neue Daten des Sonnensatelliten Soho eindeutig widerlegt: Die Sonnenaktivität ist heute niedriger als im Jahr 1955 und nimmt ab."
Das Fazit: Zweifel am Klimawandel gibt es, aber die Tatsachn sprechen für die Lesart des IPCC-Berichtes. Eines ist aber jedenfalls gewiss: Ganz egal, wie die Ursachen des Klimawandels bewertet werden - der Verschwendung unserer fossilen Energieträger muss so oder so Einhalt geboten werden, denn sonst steht in 200 Jahren nichts mehr zur Verfügung, was unser Wirtschaften und Leben antreibt.
Der komplette Text ist in der FAZ vom 14. September erschienen.
Link zur Online-Ausgabe
Weitere Links:
Stefan Rahmstorf; Alles nur Klimahysterie?
Ideologischer Streit ums Klima entbrannt
"Unbestreitbar und unbestritten ist der Anstieg der Temperatur weltweit, besonders stark an den Polen; unbestreitbar ist das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, im Himalaja und anderswo und das Auftauen von Permafrostböden in Sibirien; unbestreitbar sind die Änderungen der Niederschlagshäufigkeiten, die den Mittelmeerraum, Nordafrika und Australien austrocknen lassen und uns mehr Regen bescheren; unbestreitbar schließlich ist die Häufung der zerstörerischen Wirbelstürme höchster Intensität über den Zeitraum von dreißig Jahren."
Bundeskanzlerin Angela Maerkel vor dem Eisfjord in der Nähe von Ilulissat
Foto: REGIERUNGonline/Bergmann
Der Klimawandel ist eine Tatsache, Zweifel werden diskutiert, nicht unterdrückt. "Durch die Verbrennung der fossilen Brennstoffe erhöhen wir den Anteil des Kohlendioxids und fügen dem natürlichen Treibhauseffekt einen anthropogenen hinzu. Wer die Wirkung des Kohlendioxids bezweifelt, muss eine andere Erklärung für die Erhöhung der Temperatur auf der Erde vorschlagen. Eine solche Möglichkeit ist etwa die schwankende Intensität der Sonneneinstrahlung, doch diese These wurde durch neue Daten des Sonnensatelliten Soho eindeutig widerlegt: Die Sonnenaktivität ist heute niedriger als im Jahr 1955 und nimmt ab."
Das Fazit: Zweifel am Klimawandel gibt es, aber die Tatsachn sprechen für die Lesart des IPCC-Berichtes. Eines ist aber jedenfalls gewiss: Ganz egal, wie die Ursachen des Klimawandels bewertet werden - der Verschwendung unserer fossilen Energieträger muss so oder so Einhalt geboten werden, denn sonst steht in 200 Jahren nichts mehr zur Verfügung, was unser Wirtschaften und Leben antreibt.
Mathias Prange
Der komplette Text ist in der FAZ vom 14. September erschienen.
Link zur Online-Ausgabe
Weitere Links:
Stefan Rahmstorf; Alles nur Klimahysterie?
Ideologischer Streit ums Klima entbrannt
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
10
JUN
2026
JUN
2026
Climate Transformation Summit (#CTS2026)
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
16
JUN
2026
JUN
2026
20
JUN
2026
JUN
2026
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Megatrends
Überlegen ist, wer Neues wagtChristoph Quarch empfiehlt "Anfänge auf Abruf" als Schritt zu mehr gesellschaftlicher Expermentierfreudigkeit
Jetzt auf forum:
Welttag der Ozeane 2026 (UN World Oceans Day) am 8. Juni
Pflichtkammern in der Verantwortung
Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen
RESOURCICA 2026, 24. - 26. September in Dresden
WM-Zeit muss keine Junkfood-Zeit sein: Anpfiff für gesunde Snacks
Magnifica Humanitas - Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Europa redet über Recycling – aber weiß es, was danach wirklich passiert?





















