Für ein neues Zeitalter von Unternehmertum?! - Wege in ein Resonanz-Unternehmertum. 11. bis 13. Juni 2024

Es war einmal …

… vor gar nicht langer Zeit …

… da beschloss ein kleiner Junge, Bäume zu pflanzen. Am Anfang nahm das keiner so richtig ernst. Doch er gewann immer mehr Kinder für seine Idee und mittlerweile sind Millionen von Bäumen gepflanzt. Nun ist aus dem kleinen Jungen ein großer junger Mann geworden und er hat sich ein neues Ziel gesteckt. Eine Billion frisch gepflanzte Bäume sollen den Klimawandel bekämpfen.

Legen selbst Hand an: Fürst Albert von Monaco und Felix Finkbeiner pflanzen am 9. März 2018 symbolisch einen Baum. © Daniel Nückel / Plant-for-the-PlanetSie ahnen es bereits, von wem die Rede ist: Felix Finkbeiner und die Plant for the Planet-Kinder aus über 100 Ländern. Sie haben sich nun gemeinsam die „Trillion Trees Campaign" ausgedacht. Und dafür konnten Sie niemand geringeren als Fürst Albert von Monaco als Schirmherren gewinnen. Und mit ihm eine ganze Menge vermögender Menschen, die bei der Startveranstaltung der Kampagne am 9. März in Monte Carlo ihre Versprechen zur Unterstützung öffentlich bekannt gaben.
 
Wir alle sind gefragt
Jeder von uns vermag etwas zu tun. Und das zeigte sich auch bei der Veranstaltung im mondänen Fürstentum am Mittelmeer: Sei es der kleine Junge, der auf die Bühne kletterte und versprach, jedes Jahr persönlich zwei Bäume zu pflanzen oder ein Unternehmer, der innerhalb der nächsten 2 Jahre die Pflanzung von einer Million Bäumen finanziert. Die Wirtschaftsjunioren möchten mit ihren 160.000 Mitgliedern in kürzester Zeit weltweit 2 Millionen Bäume pflanzen und der Suchmaschinenanbieter Ecosia bestärkte sein Ziel, 1 Milliarde Bäume zu pflanzen.
 
Everyone can be the Change 
Jane Goodall
 
Die Kinder von Plant for the Planet freuen sich über all diese Zusagen zur Unterstützung. Dennoch mahnt der mittlerweile 20-Jährige Felix in seiner Eröffnungsrede: „Die Klima­versprechen von Paris reichen nicht aus, um die 2°C-Grenze zu halten. Wir müssen mehr tun. Wir Kinder und Jugendliche brauchen deshalb jetzt die Hilfe der „High Emitters", der vermögendsten 10 Prozent der Bevölkerung. Sie verursachen einen hohen CO2-Ausstoß, sie haben die finanziellen Mittel, um sich zu engagieren. Sie können helfen.
 
Brief und Siegel: Initiator und Schirmherr sind sich einig. Wir pflanzen Bäume für den Klimaschutz. © Daniel Nückel / Plant-for-the-PlanetUnd Felix fährt unter dem Beifall der Kinder und Erwachsenen fort: „Und Ihr müsst es nicht nur für uns tun, denn auch für Euch steht finanziell einiges auf dem Spiel. Wenn die Klimakrise so schlimm kommt, wie befürchtet, dann verliert besonders Ihr reichen Menschen hohe Vermögenswerte. Wir sagen also: Helft uns Kindern, damit helft ihr auch euch selbst."
 
Sind Unternehmer schneller als die Politik?
Die Kinder von Plant for the Planet wissen: Das Pflanzen von 1.000 Milliarden Bäumen rettet noch lange nicht ihre Zukunft, doch es gibt ihnen die Zeit, die sie brauchen, um die CO2-Emissionen langfristig zu senken. In Monaco werden deshalb auch kritische Botschaften Richtig Berlin geschickt: „Wir haben jetzt gerade erlebt, wie in den Koalitions­verhandlungen die Klimaziele einfach aufgegeben wurden. Dabei geht es um die Zukunft von uns Kindern". Doch die Jugendlichen lassen sich nicht entmutigen und nehmen ihre Sache jetzt noch entschiedener selbst in die Hand. Sie setzen dabei ihre Hoffnung darauf, dass viele „Unternehmer" sagen: „Wir sind mit dabei, wir pflanzen mit Euch gemeinsam 1.000.000.000.000 Bäume!"
 
Bäume können viel mehr …
… als CO2 binden. Weltweite Aufforstungsprojekte ­bekämpfen auch Armut und Ungleichheit. Mehr dazu findet Ihr auf der folgenden Themenseite „Wald und Wirtschaft".
 
Auf alle Fälle können mit der Trillion Trees Campaign Unternehmen, Organisationen, Regierungen und jeder einzelne von uns zu 10 der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN beitragen.
 

Umwelt | Klima, 10.04.2018
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2018 - Digital in die Zukunft? Tierische Geschäfte! erschienen.
     
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