Der Mut, Neuland zu betreten
Wie Ritter Sport beim nachhaltigen Kakaobezug eigene Wege geht
Im Südosten Nicaraguas, rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt, entsteht seit einigen Jahren eine eigene Ritter Sport Kakaoplantage. Bereits 2012, im Jahr des einhundertsten Firmenjubiläums, hat der Mittelständler aus dem schwäbischen Waldenbuch ehemals als Weideland genutzte, brachliegende Flächen erworben und baut dort künftig auf rund 1.200 Hektar nachhaltigen Kakao an. Für die kommende Ernteperiode, die von Oktober bis März reicht, erwartet Ritter Sport die erste Ernte. Diese noch relativ geringen Erträge dienen vor allem für intensive Tests, die wichtige Erkenntnisse zu Sensorik und Qualität des eigenen Kakaos liefern werden. Voraussichtlich 2025 wird der Vollertrag der Plantage erreicht sein. Dann wird El Cacao – so ihr Name – etwa 25 Prozent des Ritter Sport Bedarfs an Kakaomasse decken.
Mit dem Einstieg in den Eigenanbau betritt das Unternehmen absolutes Neuland. Sich auf völlig neues Terrain zu wagen und die eigene Wertschöpfungskette zu verlängern, birgt nicht zuletzt für einen Mittelständler wie Ritter Sport ein erhebliches Risiko. Dessen war man sich in Waldenbuch stets bewusst, hat sich aber dennoch für diesen Weg entschieden. Geschäftsführung und Inhaberfamilie eint die Überzeugung, nur mit dem Eigenanbau als vergleichsweise kleines Unternehmen maximalen Einfluss auf die ökologischen und sozialen Bedingungen im Kakaoanbau ausüben zu können.
Der Kakao wird dort im Agroforstsystem angebaut, einer Kombination land- und forstwirtschaftlicher Methoden, bei der neben Kakao verschiedene Schattenbäume gepflanzt werden, was sich zum Beispiel positiv auf den Nährstoffgehalt der Böden und die Artenvielfalt auswirkt. Im Übrigen dient nur knapp die Hälfte der 2.500 Hektar dem Kakaoanbau, der andere Teil besteht aus Wald- und Feuchtgebieten, die zum Schutz der Biodiversität erhalten bleiben. Neben diesen ökologischen sind es vor allem auch soziale Aspekte, die El Cacao zu einer Plantage mit Modellcharakter machen.
Seine Verantwortung als Arbeitgeber nimmt das schwäbische Familienunternehmen gegenüber den 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Nicaragua genauso ernst wie gegenüber ihren deutschen Kollegen. Dazu zählen gute Löhne ebenso wie hohe Sicherheitsstandards, Weiterbildungsmöglichkeiten und Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge.Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2017 - Jetzt die SDG umsetzen erschienen.
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