Technik | Innovation, 14.11.2017
Die Zukunft von Business Intelligence
Kaum ein mittelständisches Unternehmen verzichtet heute auf den Einsatz entsprechender Instrumente
Business Intelligence (BI) ist ein weit gefasster Begriff und ein großes Themenfeld. Im Wesentlichen befasst sich BI mit der Interpretation und Analyse von Informationen / Daten, um auf Grundlage dieser möglichst optimale unternehmerische Entscheidungen treffen zu können. Hierzu ist es notwendig die Daten zunächst einmal zu sammeln und zu speichern.
Anfänge
Schon immer konnten Informationen entscheidender Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen sein. Seinen Ursprung hat der Begriff Business Intelligence in den 1990er-Jahren. Zu der Zeit wurde es durch technischen Fortschritt erstmals möglich, Informationen in einem großen Umfang elektronisch zusammenzufassen, aufzubereiten, bereitzustellen und auszuwerten, um Entscheidungsprozesse im Unternehmen zu erleichtern / zu optimieren. Ziel dieses Prozesses ist es immer, eine Daten-gestützte Entscheidung zu treffen da diese, so zumindest die Annahme, genauere Entscheidungen ermöglicht, als rein menschliche Entscheidungen. Selbstverständlich hat sich seit den 1990er-Jahren einiges verändert. Die Ursprünge von BI
Anfänglich wurde BI hauptsächlich zur Steuerung der Unternehmensziele und zur Unterstützung des Managements eingesetzt. Entsprechende Systeme waren jedoch schlichtweg noch sehr kostenintensiv und somit war die Nutzung von Business Intelligence ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Heute hingegen hat BI eine völlig andere Dimension bekommen. Kaum ein mittelständisches Unternehmen verzichtet heute auf den Einsatz entsprechender Instrumente. Im Gegensatz zum Wettbewerbsvorteil aus vergangenen Zeiten ist Business Intelligence heute viel mehr eine Bedingung um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Zusammenhang mit digitaler Transformation, Big Data und Co., sowie Angesichts neuer Datenschutzverordnungen (DSGVO) bekommt auch das Thema BI eine neue Relevanz.
Vierte industrielle Revolution
Aktuell erlebt die Wirtschaft in den wohl größten Transformationsprozess der jüngeren Geschichte. Neue Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 und dem sogenannten Internet der Dinge bringen einschneidende Veränderungen für nahezu jedes Unternehmen mit sich. Big Data und BI spielen hier eine entscheidende Rolle. Die weiter voranschreitende Automatisierung von Unternehmensprozessen birgt viele Chancen aber auch Risiken. Grundgedanke von Business Intelligence, Entscheidungen aufgrund von klaren Fakten zu treffen, wird angesichts der großen Datenmengen auch zunehmend komplexer und die Datenanalysen interpretierbarer.
BI ist ein Prozess
Business Intelligence ist als ein Prozess zu verstehen der sich stetig und mit sich wandelnden Technologien und Instrumenten verändert. Um der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein, ist es zwar wichtig, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich Business Intelligence zu informieren, andererseits sollte man sich auch mit den wissenschaftlichen Grundlagen befassen. Fachliteratur zum Thema findet man etwa im Shop von Haufe. Hauptsächlich werden BI-Strategien in den Bereichen Finanzen, Unternehmenssteuerung und Risikomanagement eingesetzt. Mögliche zukünftige Einsatzbereiche gibt es viele.
Business Intelligence 2.0?
Während BI in der Anfangszeit signifikante Veränderungen in Bezug auf Unternehmensstrukturen bewirkte, ist das klassische BI heute nahezu ausgereift. Mit dem Internet der Dinge könnte also auch im Bereich BI ein neues Zeitalter, eine Art BI 2.0 entstehen. Ein maßgeblicher Faktor für die zukünftige Entwicklung ist der Bereich "Predictive Analytics" (PA), also die Vorhersage zukünftiger Ereignisse aufgrund von jetzigen Erkenntnissen. Hierzu ist eine möglichst optimale Organisation von Business Intelligence essentiell. Dieser Bereich wird nicht nur die Unternehmenswelt revolutionieren, sondern mit Sicherheit auch signifikante Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben haben. Hier können in naher Zukunft entscheidende Wettbewerbsvorteile für Unternehmen entstehen, die diese neuen Möglichkeiten frühzeitig in ihre Unternehmensstrukturen implementieren können.
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