Sebastian Henkes
Umwelt | Klima, 16.08.2017

Gute Nachrichten...

... nicht nur für Kinder

Ob als Forscher oder Landschaftsarchitekt - in diesen spannenden Projekten deutschlandweit macht sich der Nachwuchs für Klimaschutz stark.   
 
Dem Plastikmüll auf der Spur
Die Plastikpiraten untersuchten in ganz Deutschland Flüsse auf Plastikmüll. © BMBF Wissenschaftsjahr
Bei der Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane haben Jugendliche von 10 bis 16 Jahren in ganz Deutschland Flüsse auf Plastikmüll untersucht. Wie echte Wissenschaftler haben sie zerrissene Tüten oder weggeworfene Plastikflaschen gesammelt, gezählt und auf einer digitalen Deutschlandkarte festgehalten. Ihre Ergebnisse werden jetzt durch ein Team der Kieler Forschungswerkstatt wissenschaftlich ausgewertet. Die Wissenschaftler wollen so mehr über die Plastikbelastung der deutschen Flüsse und Bäche erfahren. Denn alle Flüsse fließen ins Meer und nehmen den Müll mit. 

Klimaschutz in der Schule
Mit dem Projekt ''Klasse KLima'' bringen die deutschen Jugendumweltverbände Klimaschutz ins Klassenzimmer. © www.klasse-klima.de
Über 880 Kinder und Jugendliche haben mit ihrer Klasse, AG oder Jugendgruppe am Wettbewerb von „Klasse Klima – heißkalt erwischt" teilgenommen und Treibhausgase eingespart – durch gemeinsame Radtouren zur Schule statt im elterlichen Taxi, groß angelegte Baumpflanzaktionen oder Aufklärungskampagnen und Theateraufführungen. Das gemeinsame Projekt der Jugendumweltverbände BUNDjugend, Naturfreundejugend und NAJU bildet mit einem Aktionsset Schüler zu Klimaschützern aus, die dann anschließend ihre eigenen Klimaschutzprojekte umsetzen.

Schulhof der Zukunft
Die Schüler der Buchenbergschule gestalteten ihren eigenen Schulhof - so macht die Pause noch mehr Spaß. © Stiftung lebendige StadtIm Rahmen der Bundesinitiative „deinSchulhof" haben Schülerinnen und Schüler ihren Schulhof mit eigenen Ideen umgestaltet. In Berlin, Wiesbaden und Bad Doberan machten sie sich Gedanken um Stärken und Schwächen ihrer Schulhöfe. Mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Lebendige Stadt entwickelten sie dann einen Umsetzungsplan – und wurden anschließend mit Schaufeln und beim Gärtnern aktiv. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. So macht die Pause noch mehr Spaß!


Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2017 - Tierische Geschäfte erschienen.

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Das Augsburger Start-up „Feierabendglück“
Er ist unsere Lebensgrundlage und doch gehen wir vergleichsweise sorglos mit ihm um: der Boden. Schadstoffeinträge, Landgrabbing und Versiegelung setzen dem Boden zu. Die nach ökologischen ­Kriterien bewirtschaftete Fläche stagniert. Ein Augsburger Start-up will eine Lobby für den Boden bilden – und bedient sich dabei eines alten Rezeptes.


Einer für alle, alle für einen...
Futouris, eine Brancheninitiative stellt sich vor
In Venedig, Barcelona und Athen demonstrieren Einheimische gegen den Tourismus – zu Recht! Menschen­massen an überfüllten Stränden, Betonburgen und riesige Müllberge: Viele Formen von Tourismus sind nicht nachhaltig. Dabei ist die Branche wie kaum eine andere von einer intakten Natur und einer gastfreundlichen, reichen Kultur abhängig. Diese zu bewahren, ist das Ziel der Nachhaltigkeits­initiative Futouris.


Ein heißes Eisen...
Die Supply Chain in Entwicklungsländern
Public Private Partnership (PPP) ist das Zauberwort, wenn es um die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Wirtschaft geht. forum zeigt ein Beispiel für ein gelungenes PPP-Engagement in der Lieferkette.


Die Mutter der Regionalbewegung
Mit Herz und Verstand für die Heimat
Schon oft wurde Elsbeth Mickasch als Pionierin der Regionalbewegung geehrt: Zu ihren Auszeichnungen gehören das Bundesverdienstkreuz und die Bayerische Verfassungsmedaille. Nun kommt mit der Umwelt-­Nana der Umwelt-Akademie München ein weiterer Preis hinzu. Das Rampenlicht hat für Mickasch wenig Bedeutung – für sie zählt nur die Gemeinschaft.


Entrepreneurship hinter Gittern
Gefangene werden zu Unternehmern
Vom Drogen- zum Brötchendealer: Das Leonhard-Programm bildet seit sieben Jahren Strafgefangene ­erfolgreich zu zukünftigen Unternehmern aus. Das Interesse aus Wirtschaft und Politik ist groß – macht das Modell bald bundesweit Schule?




     
        
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