Wirtschaft | Gründung & Finanzierung, 16.12.2016
Grüne Online-Start-ups:
Chancen und Vorbilder
Grün ist die Zukunft. Dass helle Köpfe aus der Online-Welt das Thema Nachhaltigkeit für sich entdecken, war nur eine Frage der Zeit. Nicht nur in Berlin, der Start-up-Metropole Deutschlands, sondern auch in anderen deutschen Großstädten wie Köln, München oder Hamburg wurden in den letzten Jahren zahlreiche "grüne" Onlineshops gestartet. Wir stellen drei erfolgreiche Ideen vor und verraten, worauf es bei "grünen" Online-Start-ups ankommt.
Was machen grüne Start-ups anders als herkömmliche Unternehmen? Sie achten auf faire Arbeitsbedingungen und eine angenehme Firmenkultur, sie verwenden nachhaltig angebaute Rohstoffe und lassen ihre Produkte unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit herstellen. Sie begegnen ihren Produzenten und Lieferanten auf Augenhöhe und zahlen dementsprechend faire Preise bzw. Löhne. Sie trennen Müll und beziehen Ökostrom. Kurz: Sie haben nicht nur ihre Umsatzzahlen, sondern auch ihre Umwelt im Blick. Nicht allen Unternehmen sind die genannten Kriterien gleich wichtig und sicherlich gibt es zahlreiche weitere Faktoren, auf die grüne Start-ups achten. Aber alle grünen Start-ups verfolgen einen integrativen, nachhaltigen Ansatz, der sich bereits im Businessplan niederschlägt. Dass die Profitabilität eine eher ungeordnete Rolle spielt, ist übrigens falsch, obwohl diese Annahme weit verbreitet ist. Allerdings kann es eine ziemliche Herausforderung bedeuten, ökonomische und ökologische Zielsetzungen gleichermaßen zu verfolgen. Hürden sind vor allem die Akquise von Investoren, die Positionierung am Markt sowie die Ansprache der Zielgruppe.
Im Online-Bereich gestaltet sich immerhin die Werbung um einiges günstiger. Dank der neuen Top-Level-Domains (TLDs) mit Endungen wie .global, .bio oder .eco wird Interessierten bereits bei der Google-Recherche angezeigt, dass es sich um ein nachhaltiges Projekt bzw. Produkt handelt. Chancen haben grüne Start-ups in allen Lebensbereichen, in denen Nachhaltigkeit Trend ist. Und der beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Nahrungsmittel, Kosmetika und Kleidung, sondern hat bereits Lebensbereiche wie Wohnen, Urlaub und Mobilität erobert. Erfolgreich grün
Diese grünen Online-Start-ups haben es geschafft: Sie sind nicht nur erfolgreich, sondern haben ein glaubwürdiges ökologisches Profil entwickelt:
- Avocado-Store – alles rund um Nachhaltigkeit: Der Avocado-Store ist ein Marktplatz für ökologisch und fair produzierte Produkte. Die Kategorien reichen von Kleidung über Haushaltswaren bis hin zu Möbeln.
- Reperando – der mobile Handy-Reparaturservice: Ist das Handy beschädigt, sind die Techniker von Reperando in allen großen Städten Deutschlands zur Stelle. Das ökologisch Nachhaltige dahinter: Wenn der Kunde nicht erst den langen Weg zur Reparaturwerkstatt hinter sich bringen muss, landet womöglich das ein oder andere noch reparaturfähige Handy weniger im Elektromüll. Die Spezialisten von Reperando holen das Handy nämlich ab.
- Koawach – Schoko-Drink mit Guarana: Im Onlineshop von Koawach gibt es Bio-Kakao mit Guarana, der Frucht eines Seifenbaum-Gewächs aus dem Amazonas. Bekannt wurde das Start-up durch die Teilnahme an der TV-Show "Die Höhle der Löwen". Die Biotrinkschokolade wird als Ersatz für Energy Drinks und Kaffee vermarktet.
Frau Reiche – es reicht!
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