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Spenden: buch7 meldet Rekorde, Amazon setzt den Rotstift an

Nur noch 0,5 % Spenden, aber dafür positives Image für Amazon selbst

Amazon bietet seit Freitag seinen Kunden an, mit jedem Kauf über Amazon Smile 0,5 % des Umsatzes zu spenden. Für den sozialen Buchhandel buch7 sind die Spendenanteile von Amazon Smile geradezu Peanuts, denn der süddeutsche Vollsortimenter spendet seit Jahren viel mehr: 75 % des Gewinns, das entspricht aktuell etwa 5 % des Umsatzes, also pro Bestellung etwa zehnmal so viel wie Amazon Smile.

Dr. Benedikt Gleich, der Geschäftsführer des sozialen Online-Buchhandels, ordnet die Ankündigung von Amazon Smile aus Sicht von buch7 ein: „Besser als gar nichts, viel weniger als bisher und prozentual nur ein Bruchteil von buch7." Denn worauf Amazon in seiner Pressemitteilung nicht eingeht: Schon früher konnten Kunden über Portale wie Gooding.de mit ihrem Bucheinkauf spenden. Etwa 2 % des Kaufpreises wurden als Provision an diese Portale ausgeschüttet, die sie dann an eine Organisation nach Wahl der Kunden weitergeleitet haben. Früher waren es sogar 5 bis 7 %. Zum 30. September 2016 hat Amazon dieses Kooperations-modell (das sogar durch die Stiftung Warentest empfohlen wurde) aufgekündigt, wie in der Presse zu lesen war. Jetzt drängt sich der Eindruck auf, dass das geplante eigene Angebot Amazon Smile dafür der Grund war: Nur noch 0,5 % Spenden, aber dafür positives Image für Amazon selbst. Amazon kann also die soziale Nische besetzen und gleichzeitig den Spendenportalen das Wasser abgraben. Wenn Deutschlands Amazon-Geschäftsführer Ralf Kleber vor der Presse von „Einkaufen und dabei etwas Gutes tun" spricht, liegt die Vermutung nahe, dass dieses „Gute" vor allem für Amazons Bilanz und Image getan wird.

Mit buch7 auch weiterhin hohe Spenden möglich
Mit buch7 gibt es im Buchmarkt jedoch ein Angebot, das auch weiterhin hohe Spenden ausschüttet und weder direkt noch indirekt von Amazon abhängig ist: buch7.de ist ein Buch-Vollsortimenter, der schnell und kostenlos nach ganz Deutschland verschickt und dazu noch 75% des Gewinns spendet. Effektiv sind das bisher etwa 5% des Umsatzes, also grob zehnmal so viel wie bei Amazon Smile. Kürzlich hat buch7 die Marke von 100.000 € an Spenden und Sponsorings überschritten. Zusätzlich kompensiert buch7 alle CO2-Emissionen mehrfach, zahlt Steuern natürlich in Deutschland und beschäftigt zehn fest angestellte Mitarbeiter zu fairen Löhnen vor Ort in der Firmenzentrale in Süddeutschland. Da Datenschutz sehr groß geschrieben wird, erhalten Kunden auch keine personalisierte Werbung über buch7. Gegründet wurde buch7 im Jahr 2007 von sieben idealistischen Studenten, die damit einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten wollten und wollen. buch7 ist nach wie vor im Besitz dieser Gründer und als inhabergeführtes soziales Unternehmen völlig unabhängig von Investoren oder Aktionären, die die Spenden zugunsten von Dividenden oder Ausschüttungen drücken könnten.

Durch die Zusammenarbeit mit traditionsreichen deutschen Buchgroßhändlern, allen voran Libri, ist buch7 nirgends auf amerikanische Konzerne angewiesen und kann sein Spenden-Angebot auch unabhängig von Amazons Strategiewechsel weiter in vollem Umfang aufrechterhalten. Regelmäßig werden ökologische, soziale und kulturelle Projekte mit meist vierstelligen Beträgen unterstützt. Die meisten Spendenvorschläge kommen von den Kunden, aus denen das Team von buch7 regelmäßig die jeweiligen Förderempfänger auswählt.

Amazon spart sich Provisionen
Wenn Amazon nun mit Amazon Smile ein eigenes Spendenportal anbietet, über das nur noch 0,5 % gespendet werden können, spart es sich über das Geschäft mit dem guten Gewissen de facto je nach Provisionssatz drei Viertel bis über 90 % der bisherigen Provisionen, wie es auch Spiegel Online beschreibt. Demnach wird künftig also eher weniger Geld für Soziales ausgeschüttet. Hinzu kommt, dass offenbar digitale Artikel ausgenommen sind. Wer also beim Kauf von E-Books spenden will, wird bei Amazon – im Gegensatz zu buch7 – nicht fündig.

Für die Spendenportale war Amazon meist der wichtigste Partner, wie Simon Gross vom Spendenprojekt Schulengel.de der taz berichtet. Nach der taz können Spenden wohl in Zukunft nicht mehr oder nur noch in deutlich geringerem Umfang fließen. Deswegen stellen sich Empfänger-Organisationen schon auf deutlich geringere Spenden ein.

Das Unternehmen buch7:
Seit 2013 Berichte über fragwürdige Arbeitsbedingungen bei Amazon viel Aufsehen erregten, suchen viele Kunden eine soziale und ökologische Alternative für ihren Online-Buchkauf. Bei buch7 haben sie diese Alternative gefunden: Mit 75% des Gewinns fördert buch7 wertvolle soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Diesen moralischen Mehrwert kombiniert buch7 mit attraktiven Konditionen: Ein Vollsortiment mit über 6 Millionen lieferbaren Büchern, E-Books, CDs und Filmen, ein persönlicher Kundenservice mit guter Erreichbarkeit und die schnelle, natürlich versandkostenfreie Lieferung. Durch die Buchpreisbindung ist das sogar ohne Mehrkosten für die Kunden möglich.

Mit jedem Buch, das ein Kunde bei buch7 kauft, kann er Gutes tun. Unterstützt werden Projekte in ganz Deutschland und darüber hinaus mit bis zu vierstelligen Beträgen – darunter sind beispielsweise Präventions-, Integrations- und Umweltprojekte oder Einrichtungen, die sich für kranke Kinder einsetzen. Bisher konnte buch7 über 100.000 Euro spenden.

Nachhaltiges Handeln endet bei buch7 nicht bei der Förderung wertvoller Projekte: Auch alle CO2-Emissionen gleicht buch7 vollständig aus, zahlt faire Löhne an die zehn angestellten Mitarbeiter, schafft Jobs vor Ort und zahlt die anfallenden Steuern natürlich in Deutschland. Und nicht zuletzt wird Datenschutz groß geschrieben: Ein Datenaustausch zu Werbezwecken – wie im Internet inzwischen üblich – ist bei buch7 aus Überzeugung ausgeschlossen.

Weitere Informationen unter www.buch7.de.

Kontakt: buch7.de GmbH, Dr. Benedikt Gleich | benedikt.gleich@buch7.de | www.buch7.de 


Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 15.11.2016

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