Ein Jahr Flüchtlingshilfe bei Bayer

Integration fördern und berufliche Perspektiven schaffen

Seit einem Jahr engagieren sich der Bayer-Konzern und viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Flüchtlinge in Deutschland. Die verschiedenen Hilfsmaßnahmen, die zunächst sehr spontan als Reaktion auf die einsetzende Fluchtbewegung im vergangenen September geschaffen wurden, sind inzwischen ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements von Bayer. Die Initiativen zur Ausbildungsvorbereitung junger Flüchtlinge haben sich erfolgreich bewährt und werden derzeit weiter ausgebaut.
 
Im Starthilfe-Programm von Bayer werden derzeit 13 junge Flüchtlinge – hier mit Ausbilder Jörg Feldmann im Technikum des Leverkusener Ausbildungszentrums – auf eine Berufsausbildung vorbereitet. © Bayer AG"Bayer war eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland, das bereits im Herbst 2015 damit begonnen hat, sich mit verschiedenen Maßnahmen zugunsten von Flüchtlingen zu engagieren. Wir freuen uns über die erreichten Erfolge und werden unser Engagement aus gesellschaftlicher Verantwortung selbstverständlich bis auf weiteres fortsetzen. Allen Beschäftigten, Bürgern und Partnerunternehmen, die sich an den zahlreichen Projekten beteiligt haben, möchte ich für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten herzlich danken", erklärt Bayer-Personalvorstand Dr. Hartmut Klusik zum Jahrestag des Flüchtlingsengagements des Unternehmens.
 
Freistellungsregelung für ehrenamtliche Helfer
Den Auftakt für das Flüchtlingsengagement von Bayer machten Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat mit einer kurzfristig beschlossenen Regelung, mit der sich ehrenamtlich in der lokalen Flüchtlingshilfe engagierte Beschäftigte bis zu acht Tage lang bezahlt von der Arbeit im Unternehmen freistellen lassen können. "Die Freistellungsregelung war ein wichtiges Signal der Ermutigung an die ehrenamtlichen Helfer unter den Beschäftigten und zeigte erneut, dass Bayer in außergewöhnlichen Situationen schnell gesellschaftliche Verantwortung übernimmt", sagt rückblickend Oliver Zühlke, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats. Bis heute haben sich bundesweit mehr als 70 Bayer-Beschäftigte für 165 Einsätze in der Flüchtlingshilfe für insgesamt knapp 1.700 Stunden bzw. 215 Arbeitstage freistellen lassen.
 
Erfolgreiche Programme für die berufliche Qualifizierung junger Flüchtlinge
Den Schwerpunkt des Engagements bildeten früh Maßnahmen, mit denen der Spracherwerb und die berufliche Qualifizierung junger Flüchtlinge gefördert werden. Bereits Ende Oktober 2015 startete in Leverkusen der erste Aufbaukurs zur Berufsvorbereitung mit zwanzig Teilnehmern. Im April 2016 folgten das Förderprogramm "Integration now" und das Orientierungsprojekt "OSZ on Tour" am Unternehmensstandort in Berlin. "Als Life-Sciences-Unternehmen können wir selbst im gewerblich-technischen Bereich nur Menschen mit einer entsprechenden Berufsausbildung einstellen. Daher setzen wir bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt vor allem darauf, durch Sprachvermittlung und Berufsorientierung die wichtigsten Voraussetzungen für eine Ausbildung zu schaffen", erläutert Klusik den Integrationsansatz von Bayer.
 
Die Zwischenbilanz nach einem Jahr fällt positiv aus: Mehr als 70 Prozent der bislang rund 50 Absolventen des Leverkusener Aufbaukurses haben das Hauptziel der Maßnahme, den Erwerb des Sprachzertifikats B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, erreicht. Zwölf von ihnen haben sich zudem über den regulären Einstellungstest für Ausbildungsplatzbewerber für das Starthilfe-Programm von Bayer qualifiziert. Seit August dieses Jahres werden sie und ein weitere nach Deutschland geflohene junge Frau darin ein Jahr lang intensiv auf eine anschließende Ausbildung in einem gewerblich-technischen Beruf vorbereitet. Ihre Erfolgsaussichten sind gut, denn in den fast 30 Jahren seit Bestehen des Starthilfe-Programms konnten mehr als 80 Prozent der Absolventen erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt werden. Zwei weitere Absolventen des Aufbaukurses haben direkt eine Berufsausbildung bei Unternehmen außerhalb des Chemparks begonnen.
 
Zahlreiche Ausbildungsplätze vermittelt - auch bei Bayer
Sehr gut ist auch die Bilanz des ersten Durchgangs des Berliner Qualifizierungsprogramms "Integration now", der am 31. August endete. Alle zwölf Teilnehmer aus Syrien, dem Iran, Afghanistan und Eritrea haben sich mit dem Programm eine konkrete berufliche Perspektive erarbeitet. So begann ein Absolvent eine kaufmännische Ausbildung bei den Berliner Gaswerken GASAG, einer eine Tischlerlehre und ein weiterer eine Ausbildung im IT-Bereich. Zwei Flüchtlinge werden ihr Technikstudium im Rahmen der Kooperation mit dem Refugee-Welcome-Programm der Berliner Beuth-Hochschule fortsetzen können. Drei weitere sind in Bewerbungsgesprächen bei mittelständischen Unternehmen für das Ausbildungsjahr 2017 und ein Absolvent von "Integration now" wechselt in das lokale Starthilfe-Programm von Bayer am Standort Berlin.
 
Das analoge Kursprogramm zur Vorbereitung auf eine naturwissenschaftliche Berufsausbildung, das einen Monat später begonnen hatte und im Oktober beendet sein wird, läuft ähnlich erfolgreich. Ein Teilnehmer dieses Kurses hat bereits eine Ausbildung als Chemielaborant bei Bayer begonnen. Drei weitere konnten schon vor Ablauf der Maßnahme in medizinische Ausbildungen vermittelt werden. Beide Schwerpunktkurse von "Integration now" sollen, ebenso wie der Aufbaukurs in Leverkusen, auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Auf der Bayer-Karriereseite im Internet finden interessierte Flüchtlinge, deren Betreuer oder Behördenmitarbeiter nähere Einzelheiten zu den Förderprogrammen des Unternehmens und eine Bewerbungsadresse.
 
Weitere Initiativen für Integration und berufliche Qualifizierung
Die erfolgreichen Initiativen in Leverkusen und Berlin werden in Kürze durch zusätzliche Maßnahmen ergänzt. Am Unternehmensstandort in Bergkamen bietet Bayer jungen Flüchtlingen in Kooperation mit dem TÜV Nord vier Plätze in einem Projekt zur Berufsfelderkundung an. Geeignete Teilnehmer können anschließend zunächst in die dortige Einstiegsqualifizierung mit Namen "Start in den Beruf" und später in eine reguläre Berufsausbildung am Standort übernommen werden. Ab dem kommenden Jahr soll das Starthilfe-Programm zusätzlich am Standort Wuppertal angeboten werden, so dass dann auch dort Flüchtlinge auf eine Ausbildung vorbereitet werden können. Seit September absolviert ein Flüchtling zudem ein erstes sechswöchiges Praktikum bei der Bayer Gastronomie in Leverkusen. Daneben haben anerkannte Flüchtlinge die Möglichkeit, bei Bayer zwei- bis sechsmonatige Praktika zu absolvieren, die sowohl zur beruflichen Orientierung als auch als Pflichtpraktika im Rahmen des Verfahrens zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse genutzt werden können.
 
Neben dem Unternehmen engagieren sich auch andere Bereiche und Abteilungen des Bayer-Konzerns seit vielen Monaten zugunsten von Flüchtlingen. So zeigt die Volkshochschule Leverkusen auf Initiative von Bayer Kultur seit Mai 2016 Filme für Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind, um durch die Vermittlung kultureller Bildung deren Integration zu fördern. Mit der "Science4Life"-Akademie in Berlin und Experimentalkursen im "Baylab Health" in Wuppertal will Bayer Flüchtlingskinder an die Naturwissenschaften heranführen. Bürger und Beschäftigte, die sich ehrenamtlich in einem lokalen Flüchtlingshilfe-Projekt engagieren, können sich bei der Bayer Cares Foundation noch bis zum 30. September 2016 um eine finanzielle Unterstützung von bis zu 5.000 Euro bewerben. Die Bayer-Sportvereine entlang des Niederrheins haben ebenfalls zahlreiche Initiativen für Flüchtlinge in ihrer Nähe gestartet. Bayer ist darüber hinaus seit Februar 2016 aktives Mitglied von "Wir zusammen", der Integrations-Initiative der deutschen Wirtschaft.
 
Bayer: Science For A Better Life
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als "Corporate Citizen" sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter http://www.bayer.de
 
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
 
Mehr Informationen: 
www.bayer-stiftungen.de | www.facebook.com/Bayer | www.twitter.com/Bayer

Quelle: Bayer Aktiengesellschaft

Gesellschaft | Spenden & Helfen, 28.09.2016

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