Umwelt | Wasser & Boden, 22.04.2015
Wir verlieren den Boden unter den Füßen
Alle 20 Minuten wird in Deutschland ein Hektar Boden überbaut.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und IASS-Exekutivdirektor Klaus Töpfer eröffnen die Installation „EIN HEKTAR" mit symbolischer Versiegelung im Park am Gleisdreieck.
Alle 20 Minuten wird in Deutschland ein Hektar Boden überbaut. Dadurch gehen wichtige Funktionen des Bodens verloren wie zum Beispiel die Regulierung von Wasser und Temperatur. Gerade für Städte hat dies massive Auswirkungen in Form von Überschwemmungen und Hitzestaus. Doch nicht nur durch Überbauung ist die Ressource Boden bedroht: Weltweit verschwinden allein durch Erosion jährlich schätzungsweise 24 Mrd. Tonnen fruchtbarer Boden. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung hat das gravierende Auswirkungen auf unsere globale Ernährungssicherung. Die heute im Rahmen der Global Soil Week 2015 eröffnete Installation „EIN HEKTAR" zeigt für eine breite Öffentlichkeit im Herzen Berlins – auf einer markierten Fläche von einem Hektar (10.000 m²) – sowohl die Herausforderungen durch den übermäßigen Landverbrauch als auch individuelle und gesellschaftliche Lösungsansätze für einen zukunftsfähigen, nachhaltigen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Boden. Die Installation wurde von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, IASS-Exekutivdirektor Klaus Töpfer und Karin Kortmann (GIZ) heute am 22. April um 14.30 Uhr eröffnet. Gemeinsam machten sie auf die Problematik des Bodenverlusts aufmerksam, indem während eines 20-minütigen Countdowns symbolisch der markierte HEKTAR im Park am Gleisdreieck mit einer schwarzen Plane versiegelt wurde.
Die Installation „EIN HEKTAR" wird bis zum 25. Mai zu erleben sein. Ab dem 26. April, 16.00 Uhr, beginnt ein vielfältiges Begleitprogramm mit Performancekünstlern, Filmen, Installationsobjekten und partizipativen Workshops, u.a. mit den Berliner Prinzessinnengärten.
„EIN HEKTAR" wird durch die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS organisiert). Die Fläche im Park auf dem Gleisdreieck wird freundlicherweise vom Land Berlin zur Verfügung gestellt. Die Installation „Ein Hektar" bildet den Auftakt der Kampagne „Boden. Grund zum Leben", die von BMZ, GIZ und einem breiten Partner-Netzwerk getragen wird und findet im Rahmen der vom IASS Potsdam und Partnern organisierten Global Soil Week 2015 statt. Mehr Infos unter www.grund-zum-leben.de
Weitere Informationen zum Internationalen Jahr des Bodens und spannende Best Practice finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins forum nachhaltig Wirtschaften.
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