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Banking von morgen?

Geldhäuser müssen sich neu erfinden

Lange Zeit kam man nicht drum herum, an einen Bankschalter zu gehen, um frisches Bargeld in Empfang zu nehmen, sei es durch Einlösung eines Schecks oder von einem angelegten Konto. Die Zeiten sind mittlerweile lange vorbei, seit mehr als 30 Jahren sind Geldautomaten hauptsächlich für die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld zuständig.

Zwar gab es VFoto: klausdie, www.pixabay.comorläufer moderner Geldautomaten bereits seit 1939, diese konnten sich jedoch aufgrund diverser technischer Probleme nie durchsetzen. Erst 1972 wurden, ausgehend von Großbritannien, die ersten Modelle eingeführt, die sich prinzipiell kaum von den heutigen Automaten unterscheiden. Heute gibt es weltweit etwa 1,7 Millionen Geldausgabeautomaten. Wie ihre Zukunft aussieht, ist ungewiss, denn längst haben sich andere Bezahlverfahren etabliert. Auch der Umgang mit dem Konto hat sich grundlegend verändert, Online- / Homebanking wird längst standardmäßig von Verbrauchern genutzt. Wie wird sich Banking also in den nächsten Jahren entwickeln?

Onlinelösungen auf dem Vormarsch
Eine sichere Prognose lässt sich über die Zukunft des Bankings wohl nicht treffen. Es gibt aber Anzeichen und Technologien, die gewisse Mutmaßungen erlauben. Mobiles Banking per App, wie beispielsweise das Commerzbanking, findet beispielsweise immer mehr Anklang unter Verbrauchern. In Zukunft werden wohl vor allem Bezahlverfahren noch einfacher und vor allem bargeldloser. Das klassische Bankgeschäft wird sich mehr und mehr auflösen.

Schlechte Aussichten für Filialen und Angestellte
Auf Filialen und Bankberater aus Fleisch und Blut kann vor allem die jüngere Generation gut verzichten. Persönliche Beratung ist oft nur noch ein Aspekt, auf den die ältere Generation besonderen Wert legt, die Jungen informieren sich oft selbst - im Internet. Der Trend geht schon jetzt zur Schließung weniger rentabler Filialen und das bei nahezu allen Banken und Sparkassen. Die Kundennähe, die Banken mit ihren Filialen propagieren, ist auch fraglich angesichts der Öffnungszeiten, die sowohl für Berufstätige als auch für Schüler und Auszubildende eher unvorteilhaft sind.

Verbraucher wünschen Bequemlichkeit
Hauptinteresse der Banken ist und war das Geldverdienen. In den letzten Jahren haben Einsparungen aller Art dafür gesorgt, dass sich das Bild der Banken bereits jetzt stark gewandelt hat. Viele Banken haben versucht ausbleibende Gewinne mit Fusionen wieder wettzumachen - in den wenigsten Fällen besonders erfolgreich. Was fehlt, sind echte Innovationen. Während viele Banken den Ertragsrückgang vor allem in klassischen Geschäftsbereichen eine lange Zeit als eine vorübergehende Phase angesehen haben, blicken sie heute weniger optimistisch in ihre eigene Zukunft. Die Rückgänge wurden mittlerweile als langfristige Probleme erkannt, die es zu lösen und durch andere Bereiche abzulösen gilt.

Marode IT-Systeme als Innovationsbremse
Mehr als ein Drittel der Hardware ist bei den meisten Banken nicht mehr zeitgemäß. Schnell auf Innovationen zu reagieren wird somit schwierig. Gerade bei einem Geschäftsbereich, bei dem es um riesige Zahlungsströme geht, muss der Kunde absolute Zuverlässigkeit garantiert bekommen. Die komplexen Systeme, die zum Teil Jahrzehnte mit Daten gefüttert wurden, müssen dringend durch neue ersetzt werden. Das Geschäftsmodell der Banken muss letztlich grundlegend überdacht werden. In Zeiten, in denen Tages- und Festgeldkonten, Sparbücher und Co. für den Verbraucher kaum noch Rendite abwerfen, beschränkt sich das tatsächliche Kerngeschäft tatsächlich nur auf die Verwaltung der Kundengelder. Zahlreiche Fintech-Start-ups konkurrieren zudem zunehmend mit dem klassischen Bankensektor und warten in der Regel viel schneller mit Innovationen auf. Die Zukunft des Bankings liegt im Netz und wird höchstwahrscheinlich bargeldlos sein. Die Zukunft bzw. das Fortbestehen klassischer Banken lässt sich jedoch nur durch echte Innovationen retten.



     
        
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